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Weniger Gewinn und Patienten im See-Spital

Das See-Spital hat 2017 einen Gewinn von 7,4 Millionen gemacht, weniger als in den Jahren zuvor. Stationär behandelt wurden fünf Prozent weniger Patienten als 2016. Das Spital stellt sich auf die «Ambulantisierung» ein.

Durchzogenes Jahr: 2017 war für das See-Spital geprägt von tieferen Patientenzahlen und sinkenden Umsatzzahlen.
Durchzogenes Jahr: 2017 war für das See-Spital geprägt von tieferen Patientenzahlen und sinkenden Umsatzzahlen.
Archiv ZSZ

Der Trend ist klar: Patientinnen und Patienten sollen immer häufiger ambulant behandelt werden. Als Beispiel nannte Matthias Pfammatter, Direktor des See-Spitals, an der gestrigen Pressekonferenz die Entfernung einer Metallplatte. Verbrachte der Patient früher die Nacht im Spital, wird eine solche Behandlung heute in wenigen Stunden durchgeführt. Das hat Folgen: An den beiden Standorten in Kilchberg und Horgen hat das See-Spital 2017 noch 11084 Patienten stationär behandelt. Das sind fünf Prozent weniger als im Vorjahr.

Im Vergleich zu anderen Ländern ist der Anteil stationärer Patienten aber immer noch hoch. Laut Pfammatter werden 86 Prozent der Patienten in der Schweit stationär behandelt, in Kanada seien es 25 Prozent. Tiefer ausgefallen als im letzten Jahr ist der Gewinn mit knapp 7,4 Millionen. Im Jahr zuvor lag er noch bei fast 9 Millionen Franken.

Auffällig ist der stetige Rückgang bei den Zusatzversicherten, was den tieferen Gewinn erklären könnte. Noch 2012 befand sich der Anteil der privat und halbprivat Versicherten am See-Spital im Steigflug. Lag er damals noch über 25 Prozent, waren 2017 noch 23,7 Prozent der Patienten zusatzversichert. Direktor Matthias Pfammatter sieht darin ein Vorzeichen für die Zukunft. Frühere Generationen seien tendenziell eher «überversichert» gewesen. Der Trend gehe heute eher Richtung allgemeinversicherte Patienten.

Operativ gut aufgestellt

Dennoch sind Gewinn und Umsatz, mit 149 Millionen Franken, immer noch verhältnismässig hoch. Das sei auch nötig, merkte Stiftungsratspräsident Lorenzo Marazzotta an. Denn das Spital will schon bald mit dem Bau des neuen Trakts «Neo» in Horgen beginnen. Um diesen finanzieren zu können, muss es kreditwürdig sein.

Neu in der Geschäftsleitung sind Jacqueline Bender, Leiterin Pflegedienst und Enrico Pöschmann als Vertreter der Belegärzte. Einen Wechsel gibt es bei den Finanzen. Anstelle des bisheirgen Leiters Christian Madoery wird Markus Würmli in die Geschäftsleitung eintreten. Er war bisher in gleicher Funktion am Spital Einsiedeln tätig.

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