Zürichsee

Seegras wuchert, weil die «Seekuh» ausfällt

Das Mähboot «Seekuh» befreit den See normalerweise vom Seegras. Momentan ist es jedoch wegen Reparaturarbeiten nicht einsatzbereit. Wucherndes Seegras in den Badis ist die Folge.

Das Seegras stört die Badegäste: In der Badi Bürger II in Thalwil wächst die Wasserpflanze, die dringend gemäht werden müsste.

Das Seegras stört die Badegäste: In der Badi Bürger II in Thalwil wächst die Wasserpflanze, die dringend gemäht werden müsste. Bild: Manuela Matt

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Der Himmel ist wolkenlos, das Wasser wellenlos. Die perfekten Badebedingungen, wäre da nicht etwas grünes im Wasser, das den Badegästen unangenehm um die Beine streicht: das Seegras. Das warme Wetter lässt das Seegras zurzeit bis fast zur Wasseroberfläche gedeihen.

Die Wasserpflanze erfreut zwar viele Fische, die darin ihren Laich ablegen, stört aber Bootsfahrer und Schwimmer. Letztere zum Beispiel in den Badeanstalten Bürger I und Bürger II inThalwil.

«Das Problem ist uns bekannt», sagt der Chefbademeister der Gemeinde Thalwil, Adrian Kähr. «Das Seegras wuchs dieses Jahr besonders stark, weil der Wasserspiegel anfangs Sommer ziemlich hoch war.» Durch den Rückgang des Wasserstandes kämen die langen Pflanzen nun noch mehr zum Vorschein. Die Gemeinde habe deshalb beim Kanton das Schneiden der Seegräser schon länger in Auftrag gegeben. Zuständig dafür ist das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL), welches das in Oberrieden stationierte Mähboot betreibt.

Längere Reparaturarbeiten als geplant

Momentan verzögern sich die Mäharbeiten jedoch, weil die im Volksmund genannte Seekuh repariert wird. «Bei den Reparaturarbeiten handelt es sich um Korrosionsschutzmassnahmen an den Schwimmkörpern», sagt Wolfgang Bollak, Mediensprecher der Baudirektion des Kantons Zürich. Diese Arbeiten hätten eigentlich innert zweier Wochen erledigt sein sollen. Nun haben sie aber länger gedauert, da der Zustand der Schwimmkörper schlechter als erwartet war, sagt Bollack. Ende nächster Woche soll die «Seekuh» jedoch wieder einsatzbereit sein. Die Badegäste in Thalwil und rund um den Zürichsee dürfen sich also freuen. Das Seegras kann bald beseitigt werden.

Im Vergleich zu früher ist der heutige Seegrasbestand ohnehin klein. «Früher sind viele Phosphate von Waschmitteln in den See gelangt. Diese haben den Wasserpflanzen als Nährstoffe gedient», erklärt Bollack. Da solche Waschmittel aber verboten wurden, sei der Pflanzenwuchs stark zurückgegangen. Deshalb braucht es mittlerweile nur noch eine einzige «Seekuh». Und auch diese sei mit 80 Einsatzstunden pro Jahr nur wenig ausgelastet, sagt Bollack. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 07.07.2016, 20:43 Uhr

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