Richterswil

Seeclub rudert weiter für ein neues Wassersportzentrum

Der Seeclub Richterswil hofft an der Gemeindeversammlung am Mittwoch 4. Dezember auf ein Ja zum Gestaltungsplan für das Wassersportzentrum. In den letzten dreissig Jahren ist dessen Mitgliederzahl um das Doppelte angestiegen.

Der Seeclub Richterswil leidet am aktuellen Standort an Platzmangel – ein Neubau soll Abhilfe schaffen.

Der Seeclub Richterswil leidet am aktuellen Standort an Platzmangel – ein Neubau soll Abhilfe schaffen. Bild: Patrick Gutenberg

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Alle Signale stehen auf Grün für das vom Seeclub Richterswil (SCR) geplante neue Wassersportzentrum auf dem Hornareal. Dort wo das Wassersportzentrum entstehen soll hat die Gemeinde das Areal bereits umgezont.

Den privaten Gestaltungsplan hat der Seeclub nun ausgearbeitet. Er bildet gleichzeitig die rechtliche Grundlage, damit das Bootshaus des Seeclubs baulich erweitert werden kann. Auch die benachbarte Shedhalle samt der zugehörigen Bauten, Anlagen und der Umgebungsgestaltung ist Bestandteil des Gestaltungsplan und mit wird mit diesem gesichert. Am Mittwoch, 4. Dezember, kommt der private Gestaltungsplan vor die Gemeindeversammlung.

Als «eine Formsache» erachtet Heinz Wehrli, Mitglied des Seeclubs Richterswil und Leiter des OKs Bootshaussanierung die Abstimmung. Schliesslich sei der Umzonung bereits zugestimmt worden. Ausserdem befürworte sowohl die Gemeinde Richterswil als auch der Kanton den Gestaltungsplan.

Freie Fahrt hat der Seeclub dennoch nicht: Nach wie vor wartet er darauf, dass der Kanton die Konzession erteilt, die der SCR 1984 für den Bau des Bootshauses erhalten hat. Diese läuft 2034 ab und müsste für den geplanten Anbau verlängert und erweitert werden. Erst dann kann der SCR das 2,5 Millionen Franken teure Projekt im Detail planen und dessen Finanzierung vorantreiben.

Gestaltungsplan sichert Seeuferweg

Geduldig wollte der Seeclub warten, wie die Verhandlungen zwischen Kanton und Gemeinde über die künftige Eigentümerschaft des Horns ausgehen. Doch diese ziehen sich hin und wurden inzwischen sogar sistiert. Um nicht noch länger warten zu müssen, suchte der SCR nach einer anderen Lösung. «Wir haben daraufhin ein offizielles Gesuch an den Kanton eingereicht, damit uns das Baurecht erteilt wird», sagt Wehrli.

Auf Ende September hatte der Kanton einen Entwurf für einen Baurechtsvertrag in Aussicht gestellt. Doch da das Bootshaus unter der Hornbrücke liegt, also jener Strasse, die zum Hornareal führt, wäre mit dem Baurecht der Seeclub auch für die Strasse zuständig, was weder der Kanton noch der SCR möchte. «Immerhin klärt der Kanton nun ab, welche Varianten stattdessen in Frage kommen», sagt Wehrli, der hofft, dass dem SCR bald entsprechende Vorschläge unterbreitet werden.

So soll das Wassersportzentrum dereinst aussehen. Visualisierung pd

Der Platz für den Seeclub wird indes immer beengter. Schliesslich zählt der SCR inzwischen 130 Mitglieder. Das sind mehr als doppelt so viele wie vor 30 Jahren. Ebenso lange besteht das Clubhaus, das längst nicht mehr dem Bedarf des Clubs sowie den energetischen Anforderungen entspricht. «Im Ergometerraum ist es im Sommer zu heiss und im Winter zu kalt», sagt Wehrli.

Ausserdem hätte man diesen lieber mit Seesicht. Auch der Clubraum ist zu klein. Mitgliederversammlungen können hier keine mehr abgehalten werden. Aufgrund der wachsenden Bedeutung des Ruderns im Behindertensport soll mit der Erweiterung auch eine behindertengerechte Ausstattung realisiert werden, was innerhalb des bestehenden Gebäudes nicht umsetzbar sei.

«Im Ergometerraum ist es im Sommer zu heiss und im Winter zu kalt»Heinz Wehrli

Mit dem Gestaltungsplan wird auch der heutige Bestand der benachbarten Shedhalle gesichert. Diese befindet sich im Besitz des Kantons. Vermietet sind die Räume derzeit an den örtlichen Segel- und Tauchclub. Aufgrund der räumlichen und funktionalen Nähe der Shedhalle und des Bootshauses, werden sie gemeinsam im Gestaltungsplan als Wassersportzentrum behandelt. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass eine Ergänzung des Seeuferwegs möglich ist.

Der Gemeinderat sei überzeugt, wie er in seinem Antrag an die Gemeindeversammlung schreibt, dass der vorliegende private Gestaltungsplan Wassersportzentrum Richterswil angemessen und zweckmässig ist, die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und den öffentlichen wie privaten Anliegen gleichermassen entspricht. Er empfiehlt den privaten Gestaltungsplan am Mittwoch 4. Dezember festzusetzen.

Die Gemeindeversammlung stimmt über den privaten Gestaltungsplan Wassersportzentrum Richterswil und das Budget 2020 ab, Mittwoch, 4. Dezember um 20 Uhr in der reformierten Kirche.

Erstellt: 29.11.2019, 11:39 Uhr

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