Bezirk Horgen

Sechs Bezirksgemeinden verfügen über Stipendienfonds

Für die Stipendienvergabe ist grundsätzlich der Kanton zuständig. Im Bezirk ist es jedoch in sechs der zwölf Gemeinden möglich, für die Ausbildung Gelder aus Stipendienfonds zu erhalten.

Ein Studium ist kostenintensiv. Viele Studierende sind daher gezwungen, auf Stipendien zurückzugreifen.

Ein Studium ist kostenintensiv. Viele Studierende sind daher gezwungen, auf Stipendien zurückzugreifen. Bild: Manuela Matt

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Eine Ausbildung ist teuer. Und nicht immer hat die auszubildende Person oder ihre Eltern die finanziellen Möglichkeiten, anfallende Ausbildungskosten zu decken. Diese Woche war wieder Semsterberginn. Aktuell beziehen rund 18 000 Studierende an Schweizer Hochschulen Stipendien. Die Stipendienvergabe wiederum obliegt in der Schweiz den Kantonen. Jedoch haben diese einen grossen Gestaltungsspielraum bei der Vergabe dieser Gelder. Längst nicht allen Bittstellern werden Unterstützungsbeiträge gesprochen. In solchen Fällen können private Fonds oder auch Stiftungen bei der Finanzierung von Ausbildungen zum Tragen kommen.

Im Bezirk Horgen haben in sechs Gemeinden entweder die politische Gemeinde oder jeweils die Schule die Möglichkeit, aus eigenen Stipendienfonds Unterstützungsgelder zu Ausbildungszwecken zu sprechen – vorausgesetzt, der Antragsteller oder dessen Eltern hat seinen Wohnsitz in derjenigen Gemeinde, in der er um finanzielle Unterstützung bittet.

Jährlich rund 12 Gesuche

Die Schulpflege Horgen unterstützt junge Gemeindeeinwohner aus einem Schulfonds. Jährlich stellt die Schule vier Prozent dieses Fondvermögens zur Verfügung: «Davon verwenden wir 80 Prozent für die Ausbildung von Schülern und in Ausbildung stehenden Erwachsenen», sagt Roger Hermann, Abteilungsleiter des Schulsekretariats Horgen. Der letzte Fünftel sei für bedürftige und in Not geratene Familien und Einzelpersonen vorgesehen. Jährlich gehen in Horgen rund sieben bis zwölf Gesuche ein, «die dann einen Jahresbeitrag zwischen 1000 und 3000 Franken erhalten», sagt Hermann.

In Wädenswil steht Studierenden und Lernenden, die nicht stipendienberechtgt sind, sowohl der «Stipendienfonds für Jugendliche» der Stadt Wädenswil, wie auch der «Hermine-Secretan-Fond» zur Verfügung. Bei Letzterem handelt es sich um ein Legat. «Mit ihm werden junge Frauen zur Erlangung eines akademischen Studiums oder um eine berufliche Weiterbildung zu erreichen unterstützt», sagt Esther Ramirez, stellvertretende Stadtschreiberin von Wädenswil.Über die Fondentnahmen würde die Sozialbehörde innerhalb von drei Monaten entscheiden, sagt sie weiter. Die einmalig gesprochenen Gelder bewegen sich zwischen 2000 und 3000 Franken.

Oft nur einmalige Beträge

Ebenfalls über einen Stipendienfond verfügt die Gemeinde Rüschlikon. «Das Geld stammt aus einem Legat», sagt Gemeindeschreiber Benno Albisser. Davon Gebrauch machen die Rüeschliker selten: «Das letzte Gesuch wurde 2013 gestellt». Die Höhe der in den vergangenen Jahren gesprochenen Gelder bewegen sich gemäss Albisser zwischen 5000 und 30 000 Franken – verteilt auf mehrere Jahre. Es könne aber auch sein, dass es sich um einen einmaligen Betrag handle, so der Gemeindeschreiber. «Bis zu einem Betrag von 5000 Franken können der Gemeindepräsident und der Gemeindeschreiber zusammen abschliessend entscheiden», sagt Benno Albisser.

In Thalwil verfügt die Schule über einen Fond, aus dem jährlich 10 000 Franken entnommen werden können. «Dieses Geld wird grösstenteils für Anschlusslösungen nach der Schulzeit gesprochen, wenn Eltern die finanziellen Mittel für den Elternbeitrag nicht aufbringen können», sagt Heidi Egli, Kommunikationsverantwortliche der Gemeinde Thalwil. Ebenfalls die Schule Adliswil verfügt über einen Stipendienfond – jedoch lediglich für die Musikschule. Noch nie ein Gesuch um finanzielle Unterstützung ging in Schönenberg ein. «Wir haben ein Legat, das explizit für junge Menschen in Ausbildung ist», sagt Schulpräsidentin Brigitte Käser Hägin. Die wenigsten jedoch würden davon wissen.

Auf Anfrage der ZSZ bescheinigen die Gemeinden Kilchberg, Hütten, Richterswil, Oberrieden, Langnau und Hirzel unisono, über keine Stipendienfonds zu verfügen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 18.09.2015, 16:09 Uhr

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