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Schweizer «Spinner» stammen aus Adliswil

Fidget Spinner: So heisst nach Pokémon der neuste Spielwarentrend. Der Trend der Fingerkreisel ist aus den USA nach Europa herübergeschwappt. Das bedeutet für den Adliswiler Spielwarenimporteur Nimex Nachtschichten.

Er sorgt für gute Laune und soll einem helfen, sich zu fokussieren: Der kleine, an einen Propeller erinnernde Fingerkreisel, auf Englisch Fidget Spinner genannt.
Er sorgt für gute Laune und soll einem helfen, sich zu fokussieren: Der kleine, an einen Propeller erinnernde Fingerkreisel, auf Englisch Fidget Spinner genannt.
Moritz Hager

Sie sehen aus wie kleine Propeller, es gibt sie in den verschiedensten Farben und Formen und zum Teil leuchten sie: die sogenannten Fidget Spinners. Die kleinen Finger- oder Handkreisel sind nach «Pokémon Go» der neuste Boom in Sachen Spiel­waren. Kaum ein Kind, das nicht mindestens eines dieser Gadgets in seinem Schulsack oder seiner Kindergartentasche mit sich her­umträgt und die verschiedensten Tricks auf dem Pausenplatz oder auf dem Schulweg übt. Aber auch in Büros ist das kleine Schreibtischspielzeug hierzulande immer öfter anzutreffen.

Die meisten Fidget Spinners sehen dreizackig aus. In der Mitte befindet sich ein Kugellager, darum herum sind drei Flügel mit Gewichten angeordnet. Die Flügel werden um das Zentrum herum in Rotation versetzt, wodurch verschiedene Muster entstehen. Englisch «to fidget» heisst so viel wie «zappeln», «Spinner» kommt von «to spin», was «schnell drehen» bedeutet.

Hilfe beim Fokussieren

Einen Fidget Spinner in Drehung zu versetzen, geht am einfachsten, wenn man ihn mit zwei Fingern in der Mitte hält und die Zacken mit der anderen Hand in Bewegung setzt. Fortgeschrittenere lassen den rotierenden Kreisel auf einem Finger oder auf der Nase balancieren oder lassen ihn von einem Finger zum anderen wandern oder hinter dem Rücken durch von einer Hand zur anderen.

Der Renner auf den Pausenplätzen der Region: Fidget Spinner. Video: Moritz Hager

Den Fidget Spinners wird von den Herstellern eine therapeutische Wirkung nachgesagt. Durch die Beschäftigung mit dem Fingerkreisel soll es nervösen Menschen – auch solchen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) – leichter gelingen, sich zu fokussieren. Wissenschaftlich bewiesen ist dies aber nicht.

Es gibt kein gültiges Patent

Erfunden hat den Fidget Spinner – zumindest eine Vorstufe der heute gängigen Modelle – eine Amerikanerin in den 1990er-Jahren. Die Frau leidet an einer Autoimmunkrankheit. Sie entwickelte den Kreisel, weil sie Mühe hatte, Spielzeuge in den Händen zu halten und mit ihrer Tochter zu spielen. Damals liess die Erfinderin das Spielgerät patentieren, 2005 fehlte ihr jedoch das Geld, das Patent zu erneuern. Daher sind Fidget Spinners nicht patentiert und Hersteller auf der ganzen Welt sind auf den Zug aufgesprungen. Millionenfach hat sich das kleine Spielzeug seit Anfang Jahr weltweit verkauft.

In diesem Markt mischt auch der Adliswiler Spielwarenimporteur Nimex AG mit. Dessen Inhaber und Geschäftsführer, Hans Christian von der Crone (49), ist selbst erstaunt, wie rasant der Siegeszug des kleinen Spielzeugs vonstatten geht.

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