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Schweiter knackt Umsatzmilliarde

Schweiter legt den besten Jahresabschluss seiner Geschichte vor. Die Industriegruppe hat im vergangenen Jahr über eine Milliarde Franken umgesetzt. Die Gewinnziffern stiegen 2016 auf neue Rekordwerte.

Bei Schweiter in Horgen lief es im vergangenen Jahr rund.
Bei Schweiter in Horgen lief es im vergangenen Jahr rund.
Keystone

Der Zahlenkranz von Schweiter für das Geschäftsjahr 2016 liest sich eindrücklich: Der Umsatz legte um 10 Prozent auf 1,003 Mrd. Franken zu. Gleichzeitig verbesserte das Horgner Traditionsunternehmen, das auf eine 105-jährige Geschichte zurückblickt, seine Profitabilität. So erhöhte sich der Betriebsgewinn (Ebitda) um 36 Prozent auf 125,0 Millionen. Der Reingewinn schoss um 41 Prozent auf 70,6 Mio. Franken in die Höhe.

Wichtiger Meilenstein

Das Rekordjahr hatte sich schon nach den ersten sechs Monaten abgezeichnet: Bereits zu Jahresmitte hatte Schweiter von einem überaus kräftigen Anstieg von Betriebsergebnis und Gewinn berichtet. Die Erwartungen für das Gesamtjahr waren entsprechend hoch. Mit den vorgelegten Zahlen (siehe Kasten) hat das in den Bereichen Verbundwerkstoffe und Textilmaschinen tätige Unternehmen die Erwartungen der Analysten nicht ganz erreicht. Auch die Börse reagierte negativ.

Der langjährige Konzernchef Heinz Baumgartner meinte gestern in Zürich dazu lediglich: «Der Feind der Erfolgreichen ist die Erwartung an sich». Von daher könne es gut sein, dass die Erwartungshaltung nicht ganz korrekt gewesen se. Für ihn gilt: «Mit dem Erreichen der Milliarden-Umsatzgrenze haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht».

Die Zahl hatte die Konzernleitung auch unter Druck gesetzt, da sie die Umsatzmilliarde ganz entgegen ihren sonstigen Gepflogenheiten bereits zu Jahresbeginn als klares Ziel festgelegt und nach aussen kommuniziert hatte. Für Baumgartner ist das Erreichen der ambitiösen Vorgabe denn auch Ausdruck einer Erfolgs- und Leistungskultur innerhalb von Schweiter. Das Unternehmen ist heute um fast die Hälfte grösser als 2013.

Erfolgreiche Einkaufspolitik

Das starke Umsatzwachstum der vergangenen Jahre basiert vor allem auf einer erfolgreichen Einkaufspolitik. Seit 1998 hat das Unternehmen 14 kleine und mittelgrosse Firmen im Ausland übernomment, zuletzt Polycasa (Deutschland), Plastwag (Polen) und PNG Balsa (Papa-Neuguinea). Im vergangenen Jahr hat der Mitarbeiterbestand bei Schweiter aber von 4689 auf 4332 (-8%) abgenommen. Grund dafür ist in erster Linie die Schliessung von Balsaplantagen in Equador.

Am Hauptsitz der Firma in Horgen sind seit letztem Mai, als Schweiter Teile der Produktion von SSM nach Italien zur Tochter Giudici verlagerte und 20 Mitarbeitern kündigen musste, die anspruchsvollen Spezialmaschinen konzentriert. Der Abbau sei soweit wie möglich sozialverträglich durchgeführt worden, sagte Baumgartner. Bei SSM arbeiteten am Ende des Jahres 246 Mitarbeitende (Vorjahr: 251), davon rund 220 in Horgen. Nach dem Übergangsjahr 2016, «wo wir bewusst keine Akquisitionen vorangetrieben haben», sieht sich Schweiter wieder für neue Zukäufe gerüstet. Allerdings gilt: Am Markt zugegriffen wird nur, «wenn wir Mehrwert schaffen können».

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