Wädenswil

Schulanlage Glärnisch soll für 8,5 Millionen erweitert werden

Für rund 8,5 Millionen Franken will der Stadtrat einen Ersatzneubau für die Schulanlage Glärnisch erstellen. Weil die Stadt auf die Integration der Kinderkrippe Etzelblick verzichtet, liess das Projekt auf sich warten. Dafür muss sie rund 4 Millionen Franken weniger investieren als geplant.

Die beiden Gebäude auf der Schulanlage Glärnisch sollen abgerissen werden. Für 8,5 Millionen Franken soll dort ein Ersatzneubau mehr Platz für Kindergarten und Schule bieten.

Die beiden Gebäude auf der Schulanlage Glärnisch sollen abgerissen werden. Für 8,5 Millionen Franken soll dort ein Ersatzneubau mehr Platz für Kindergarten und Schule bieten. Bild: Sabine Rock

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Eine Schulanlage nach der anderen nimmt der Stadtrat derzeit in Angriff, um die Platznot zu lindern. Neben den Schulhäusern Ort und Steinacher II im Ortsteil Au soll nun auch das Schulhaus Glärnisch im Zentrum von Wädenswil erweitert werden. Der Gemeinderat soll für die Realisierung des Projekts einem Kredit über rund 8,5 Millionen Franken zustimmen. Das vom Architekturbüro Voemel ausgearbeitete Projekt sieht einen Ersatzneubau des Kindergartens und Horts sowie mehr Schulräume auf der Schulanlage Glärnisch vor.

Die beiden bestehenden Gebäude an der Glärnischstrasse 7 und 9 stammen aus den 50er und 60er Jahren. Die beiden Bauten, in denen der Kindergarten und die Tagesbetreuung mit Hort und Mittagstisch untergebracht sind, befinden sich in einem schlechten baulichen und energetischen Zustand. «Wir müssen dringend handeln», sagt Philipp Kutter (CVP), Stadtpräsident von Wädenswil.

Krippe bleibt am alten Ort

Bereits im Jahr 2014 hat der Gemeinderat einen Projektierungskredit über 463 000 Franken bewilligt. Das Architekturbüro Voemel hat in der Folge ein Bauprojekt mit zwei Neubauten inklusive Kostenvoranschlag in Höhe von 12,8 Millionen Franken erarbeitet. Somit wäre das Projekt für die Stadt deutlich teuerer geworden als die im Finanz und Entwicklungsplan (FEP) eingestellten Kosten von 8,4 Millionen Franken.

«In der Folge haben wir Alternativen geprüft», sagt Philipp Kutter. Insbesondere die Standortfrage der Krippe, die ursprünglich aus dem sanierungsbedürftigen Haus an der Etzelstrasse 6 in einen der beiden Neubau ziehen sollte, sei vertieft diskutiert worden. Schliesslich habe sich gezeigt, dass eine Sanierung am heutigen Standort, an der Etzelstrasse 6, machbar ist und zudem etwa halb so teuer ist als ein Neubau. Hinzu kommt, dass neben den Einsparungen mehr Aussenraum auf der Schulanlage Glärnisch gewonnen werden kann. Die beiden Geschäfte wurden folglich als getrennte Projekte weiterbearbeitet. Eine Weisung mit Kreditantrag zur Sanierung der Kinderkrippe an der Etzelstrasse werde dem Gemeinderat demnächst vorgelegt, sagt Kutter.

«Optimale Lösung gefunden»

«Der Neubau bei der Schulanlage Glärnisch wurde überarbeitet und ohne Kinderkrippe geplant», sagt Kutter. Dies habe zwar Zeit gebraucht, habe sich aber gelohnt. «Wir haben nun eine optimale Lösung in Bezug auf Kosten, Betrieb und Aussenraum».

Das neue Gebäude wird im Hanggeschoss direkt mit der bestehenden Turnhalle verbunden. Durch die Konzentration von Kindergarten und Hort in einem Baukörper entstehe ein attraktiver neuer Aussenraum. Das Gebäude beinhalte Platz für zwei Kindergartenklassen im Hanggeschoss mit eigener Erschliessung von der Glärnischstrasse her. Im Erdgeschoss, das sich zum Pausenplatz hin orientiert, entstehe Platz für zwei Kinderhorte und den Mittagstisch. Für Schul- und Gruppenräume sei das Obergeschoss vorgesehen. Durch die Ausnützung des abfallenden Geländes könne die Höhe des Gebäudes an die benachbarte und denkmalgeschützte Kulturhalle angepasst werden.

Der Stadtrat plant den Pavillon erst abzureissen, wenn der Ersatzbau bezogen werden kann. Hort und Mittagstisch könnten so während der Bauzeit weiterhin im Pavillon betrieben werden. Für die zweite Hortgruppe und die Kindergartenklasse will der Stadtrat während der Bauzeit im Schulhaus Glärnisch provisorische Räumlichkeiten einrichten.

Stimmt der Gemeinderat in einem halben Jahr dem Kredit zu, könnte die Bevölkerung im Frühling 2019 über das Projekt an der Urne befinden. Bei einem reibungslosen Ablauf könnte Ende 2019 der Baustart erfolgen.

Erstellt: 22.02.2018, 17:08 Uhr

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