Rüschlikon

Rüschlikon plant schon wieder ein neues Schulgebäude

Erst vor drei Jahren hat sie das neue Sek-Schulhaus Campus Moos eröffnet. Nun beabsichtigt die Gemeinde Rüschlikon auf dem gleichen Areal einen weiteren Neubau.

Der Neubau würde zwischen dem Sek-Schulhaus Campus Moos (links) und dem Trakt der Primarschule (rechts hinter den Bäumen) gebaut.

Der Neubau würde zwischen dem Sek-Schulhaus Campus Moos (links) und dem Trakt der Primarschule (rechts hinter den Bäumen) gebaut. Bild: Moritz Hager

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Wohin mit all den künftigen Schülerinnen und Schülern? Eine Frage, mit der sich in jüngster Zeit so manche Gemeinde konfrontiert sieht. Rüschlikon ist davon nicht ausgenommen. Erst im Sommer 2016 wurde in der Seegemeinde der Campus Moos, das neue gemeinsame Sek-Schulhaus von Rüschlikon und Kilchberg, fertiggestellt und von den Schülern bezogen. Doch gemäss Recherchen nehmen die Behörden nun bereits ein nächstes Schulbauprojekt in Angriff.

Rüschlikons Liegenschaftenvorstand Simon Egli (FDP) bestätigt auf Anfrage, dass im Moos ein weiterer Neubau entstehen soll. «Angedacht ist ein Gebäude, das vier bis sechs Schulzimmer mit Nebenräumen und einer Tagesbetreuung im Erdgeschoss enthält», sagt Egli. Bezeichnet wird es als Trakt C. Dieser soll auf dem Areal zwischen dem Gebäude Campus Moos der Oberstufe und den älteren Trakten der Primarschule zu stehen kommen.

An dieser Stelle soll der Neubau entstehen.

«Unsere Schulhäuser platzen aus allen Nähten», begründet der Liegenschaftenvorstand das Projekt für ein weiteres Schulgebäude. Schon vor eineinhalb Jahren habe eine Prognose der Schülerzahlen gezeigt, dass der Schulraum in Rüschlikon und Kilchberg bald wieder knapp wird. «Aktuell sieht es danach aus, als bräuchten wir in Rüschlikon Platz für je eine zusätzliche Klasse pro Jahrgang.» Um noch verlässlichere Zahlen zu erhalten, wurde ein externes Büro mit der Analyse beauftragt. Das Resultat steht aber noch aus.

Googles Empfehlung

Ohnehin sei noch vieles offen. «Es geht im Moment immer noch um eine Auslegeordnung, bei der wir abklären, wer wie viel Raumbedarf hat.» Klar sei, dass der heutige Platz spätestens Mitte 2023 nicht mehr ausreicht. Darum ist vorgesehen, den Neubau bis dann fertiggestellt zu haben.

Für die genauere Ausarbeitung des Projekts können sich interessierte Architekturbüros zurzeit bewerben. Das Ziel ist laut Egli, dass der eigentliche Architekturwettbewerb noch vor den Sommerferien startet. Gemäss Aussschreibung des Wettbewerbs rechnen die Verantwortlichen für den Bau mit Gesamtkosten von 9,8 Millionen Franken bei einer maximalen Abweichung von plus/minus 25 Prozent. Natürlich muss das Vorhaben auch von Rüschlikons Stimmberechtigen abgesegnet werden. Ihnen wird voraussichtlich im Frühjahr 2020 ein Projektierungskredit zur Abstimmung vorgelegt werden.

Warum aber steigen die Schülerzahlen in den beiden Seegemeinden derart stark? «Die Gründe sind extrem vielschichtig», sagt Simon Egli. Unter anderem habe es wohl damit zu tun, dass viele internationale Firmen ihren Angestellten keine Beiträge mehr für die schulische Ausbildung der Kinder bezahlen. «Statt an Privatschulen schicken die Expats ihre Kinder deshalb an unsere Volksschule, die einen guten Ruf geniesst.»

Von Google-Mitarbeitern aus Rüschlikon wisse Egli zudem, dass das US-amerikanische Unternehmen seinen Angestellten in Zürich explizit empfiehlt, Kinder an öffentlichen Schulen ausbilden zu lassen.

Erstellt: 03.06.2019, 18:45 Uhr

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