Rüschlikon

Rüschlikon macht einen Gewinn von 17 Millionen Franken

Höhere Steuereinnahmen aus vergangenen Jahren spült der Gemeinde weitere Millionen in die Kasse.

Die Gemeinde Rüschlikon schliesst die Rechnung 2018 mit einem Überschuss von 17.4 Millionen Franken ab. Budgetiert waren 0.55 Millionen.

Die Gemeinde Rüschlikon schliesst die Rechnung 2018 mit einem Überschuss von 17.4 Millionen Franken ab. Budgetiert waren 0.55 Millionen. Bild: Archiv, ZSZ

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Alle Jahre wieder - das Jahresergebnis in Rüschlikon fällt massiv besser aus als vom Gemeinderat budgetiert. Nach dem Rekordergebnis im Jahr 2017, als mit einem Verlust von 1, 1 Millionen Franken gerechnet wurde und schliesslich ein Plus von 26,8 Millionen Franken übrig blieb, schliesst auch die Rechnung 2018 mit einem hohen Gewinn: budgetiert war ein Gewinn von 550000 Franken. Effektiv resultiert nun ein Ertragsüberschuss von 17, 4 Millionen Franken. «Dieses überaus erfreuliche Resultat ist im Wesentlichen auf deutlich höhere Steuereinnahmen zurückzuführen, die sich bereits im Verlauf des letzten Jahres abgezeichnet hatten», schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. Finanzvorstand Fabian Müller(FDP) präzisiert auf Anfrage: «Die effektiven Steuerrechnungen fielen um einiges höher aus, als die provisorischen. Vor allem bei der Vermögenssteuer konnten wir hohe Mehreinnahmen verbuchen». Konkret hat die 6000-Seelen-Gemeinde, die potente Steuerzahler wie Glencore-CEO Ivan Glasenberg beiheimatet, 48.1 Millionen Franken an Steuern eingenommen.

Kennzahlen positiv

Fabian Müller warnt aber davor, dass man sich in Rüschlikon an die riesigen Überschüsse gewöhnt. «Steuererträge aus vergangenen Jahren sind auch immer von der Wirtschaftslage abhängig», sagt er. Es könne daher durchaus passieren, dass auch mal weniger einträgliche Jahre verbucht werden müssten. Das ist aber Zukunftsmusik. Im Moment sind sämtliche Kennzahlen wie der Selbstfinanzierungsgrad oder die Zinsbelastung positiv. Das Eigenkapital der Gemeinde ist nach Verbuchung des Ertragsüberschusses auf 69,1 Millionen Franken angestiegen. Der einzige kleine Makel in der Jahresrechnung 2018 findet man beim Aufwand, der um rund 600000 Franken höher ausgefallen ist, als budgetiert. Die Mehrkosten setzen sich laut Müller aus verschiedenen kleineren Beträgen zusammen, die unplanmässig anfielen: «Beispielsweise für Reparaturen von Schäden nach dem Sturm Burglind oder durch Rodungen nach einem Befall von Borkenkäfern.»

Der Steuerfuss in Rüschlikon liegt momentan bei 73 Prozent. Der Gemeinderat will diesen Wert halten, auch wenn in den kommenden Jahren grössere Investitionen auf die Gemeinde zukommen werden. Denn: «Durch die steigenden Schülerzahlen, werden in den nächsten Jahren Investitionen in zusätzlichen Schulraum getätigt werden müssen», sagt Müller.

Erstellt: 04.04.2019, 16:27 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!