Rüschlikon

Von 78 auf 73: Rüeschliker senken den Steuerfuss

Mit dem ­Budget 2019 genehmigten die Rüesch­liker an der Gemeindeversammlung auch eine Steuersenkung um fünf Prozentpunkte. Rüschlikon gehört damit zu den fünf steuergünstigsten Gemeinden des Kantons.

Nach der Steuersenkung vom Dienstagabend gehört Rüschlikon zu den fünf steuergünstigsten Gemeinden im Kanton.

Nach der Steuersenkung vom Dienstagabend gehört Rüschlikon zu den fünf steuergünstigsten Gemeinden im Kanton. Bild: Manuela Matt

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An der Gemeindeversammlung vom Dienstag wagten die Rüeschliker, was sie sich letztes Jahr nicht getrauten: den Steuerfuss zu senken. Er wird im kommenden Jahr 73 Prozent betragen, fünf Prozentpunkte weniger als 2018. Wie Finanzvorstand Fabian Müller (FDP) ausführte, geht es der Gemeinde Rüschlikon blendend. Für das Jahr 2019 rechnet man mit einem Aufwand von 81,5 Mio. Franken. Diesem steht ein Ertrag von 86 Mio. Franken gegenüber, woraus ein Gewinn von 4,5 Mio. Franken resultiert.

Dieser sei in erster Linie auf die hohen Steuererträge von natür­lichen Personen zurückzuführen, sagte Müller. «Die Ertragslage ist viel positiver als noch vor kurzem, und es sieht aus, als wenn sie kein Strohfeuer wäre.» 2019 erwartet die Gemeinde 71,5 Mio. Franken an Steuergeldern. Rüschlikon sieht sich ausserdem in der komfortablen Situation, dass die Erträge steigen und 2019 keine hohen Investitionen vorgesehen sind. «Die Zeit ist reif für eine Steuersenkung», sagte Müller.

Die Gemeinde habe nicht nur sehr grosse Steuererträge, sondern auch eine hohe Liquidität, einen guten Selbstfinanzierungsgrad und ein solides Eigenkapital. Es sei gar möglich, finanzpolitische Reserven von 20 Mio. Franken anzulegen, um allfällige Schwankungen in den Steuern und höhere Ausgaben zu kompensieren.

RPK empfiehlt 75 Prozent

Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) hingegen war der Meinung, dass der Gemeinderat mit der Senkung um fünf Prozentpunkte ein Risiko eingeht. Sie empfahl einen Steuerfuss von 75 Prozent. Zur Demonstration, wie unberechenbar Steuereinnahmen sein können, zeigte RPK-Präsident Bernhard Schneider den eingebrochenen Aktienkurs von Glencore. Dessen CEO Ivan Glasenberg ist Rüschlikons bester Steuerzahler. «Sein Verlust ist für Rüschlikon steuerrelevant», sagte Schneider.

Die Rüeschliker jedoch folgten der Empfehlung des Gemeinderats ohne Diskussion und genehmigten nach dem Budget 2019 auch den Steuerfuss von 73 Prozent. Zustimmung fanden auch die Teuerungszulage für die Verwaltungs- und Betriebs­angestellten von 1 Prozent sowie die Senkung diverser Gebühren. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 05.12.2018, 07:03 Uhr

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