Richterswil

Richterswils Tennisfreunde erhalten einen siebten Trainingsplatz

Der Tennisclub Burgmoos ist der Platznot müde. Bis in zwei Jahren soll ein siebter Tennisplatz beim angrenzenden Sportplatz Hirzenfeld entstehen. Der Gemeinderat hat einer Kostenbeteiligung von rund 148'000 Franken zugestimmt.

Jenseits des Restaurants Burgmoos plant der gleichnamige Tennisclub seinen siebten Trainingsplatz. Die übrigen Plätze werden saniert.

Jenseits des Restaurants Burgmoos plant der gleichnamige Tennisclub seinen siebten Trainingsplatz. Die übrigen Plätze werden saniert. Bild: Patrick Gutenberg

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Seit Jahren klagen Richterswils Sportvereine über zu wenig Platz. Mindestens ebenso lange wird bereits über eine Lösung für den Platzmangel diskutiert. Dennoch kommt das Gemeindesportanlagenkonzept (Gesak), mit dem mehr Kapazität für Sportvereine geschaffen werden sollte, nur schleppend voran.

Beim Tennisclub Burgmoos (TCB) ist man das Warten leid, und geht auf eigene Faust gegen das Platzproblem vor. So plant der Verein einen siebten Trainingsplatz beim Sportplatz Hirzenfeld. Wie Frank Purmann, Präsident des TCB, erklärt, habe der Club mit über 500 Mitgliedern bereits jetzt eine überdurchschnittlich hohe Platzbelegung. «Also haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, unsere Kapazitäten selbständig möglichst zeitnah zu erhöhen.»

Absprache mit Fussballclub

Östlich von Tennisplatz Nummer fünf, neben dem Restaurant Burgmoos soll der neue Platz entstehen. Das Land gehört der Gemeinde und wird derzeit vom FC Richterswil genutzt. «Der Fussballclub hat sich bereit erklärt, uns Platz zur Verfügung zu stellen», erklärt Purmann. Auch die Gemeinde habe wohlwollend auf die Anfrage des TCBs reagiert. Inzwischen seien die entsprechenden Verträge unter Dach und Fach.

Wer nun jedoch die Richterswiler Fussballer bedroht glaubt, irrt. Wie Gemeindepräsident Marcel Tanner (FDP) erklärt, gebe es bereits Pläne für einen neuen Fussballplatz. Diesbezüglich habe die Interessensgemeinschaft Richterswiler Sportvereine beantragt, dass im Rahmen der anstehenden Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO) bis 2022 eine Parzelle Gemeindeland nördlich der Finnenbahn von der Landwirtschafts in die Erholungszone umgezont werden soll. Entschieden habe der Gemeinderat über diesen Antrag noch nicht, sagt Tanner.

«Der Fussballclub hat sich bereit erklärt, uns Platz zur Verfügung zu stellen.»Frank Purmann, Präsident des TCB

Die Lage des siebten Trainingsplatzes für den TCB bereitet den Planern jedoch auch Kopfzerbrechen. Damit der neue Tennisplatz entstehen kann, müssen die Finnenbahn um den Sportplatz Hirzenfeld, sowie ein Kandelaber verlegt werden. Die Kosten in der Höhe von 116 000 Franken werden zu gleichen Teilen vom TCB und der Gemeinde Richterswil getragen.

Im Laufe der Planung habe sich dann herausgestellt, «dass wichtige Leitungen für Wasser, Abwasser und Strom direkt unter den neuen Tennisplatz zu liegen kämen», heisst es von Seiten der Gemeinde. Da bauliche Richtlinien jedoch besagen, dass Leitungen nicht unterhalb von «Gebäuden» liegen dürfen, müssen die Leitungen umverlegt werden. Die dafür anfallenden Kosten in der Höhe von 90 000 Franken übernimmt die Gemeinde.

Insgesamt will sich der Gemeinderat mit 148 000 Franken an den Kosten für den neuen Tennisplatz beteiligen. Dies sofern das Vorhaben eine Baubewilligung erlangt. Gemeindepräsident Tanner freut sich, dass die Gemeinde nun die Möglichkeit habe, dem TCB Hilfestellung geben zu können. «Der Tennisclub ist Richterswils grösster Verein und sein Engagement für die Erweiterung ist sehr unterstützenswert.» Bislang habe der Tennisclub keine finanzielle Unterstützung aus Gemeindehand in Anspruch genommen. Clubpräsident Purmann erklärt, man wolle in den kommenden Monaten die Baubewilligung beantragen. «Dann können wir den neuen Platz in ein bis zwei Jahren in Betrieb nehmen.

Weitere Investitionen geplant

Neben dem neuen Trainingsplatz kommen weitere Investitionen auf den TCB zu. «Die Anlage ist fast 40 Jahre alt», sagt Purmann. Damit sei eine Sanierung der bestehenden sechs Plätze in den nächsten Jahren unumgänglich. «Während dem Bau des neuen Platzes werden bei den daneben liegenden Plätzen fünf und sechs neue Allwetterbeläge eingebaut.» In einem zweiten Schritt würden dann die Plätze eins bis vier saniert.

«Wir erwarten, dass die Sanierung etwa eine halbe Million Franken kosten wird.»Frank Purmann, Präsident des TCB

«Wir erwarten, dass die Sanierung etwa eine halbe Million Franken kosten wird», schätzt Purmann. Diese Kosten werde der TCB selber stemmen. «Im Hinblick auf diese Investitionen haben wir in den letzten Jahre Rückstellungen gemacht.»

Gut Ding will Weile haben

Seit einem Jahrzehnt plant Richterswil mit dem Gesak bereits eine grosse Sportanlage beim Burgmoos. 2014 setzte die Gemeindeversammlung das entsprechende Gebiet im kommunalen Richtplan fest. Seither hat sich, aus verschiedenen Gründen, kaum etwas getan. So vermochte es die Gemeinde etwa nicht, mit den betroffenen Landeigentümern handelseinig zu werden. Hinzu kam das komplizierte planungsrechtliche Verfahren, sowie Richterswils nicht immer rosige Finanzlage.

Inzwischen scheint an einem weiteren Standort wieder Bewegung in die Causa Gesak zu kommen: Im vergangenen März hat die Gemeindeversammlung eine Einzelinitiative von zwei Richterswiler Vereinspräsidenten angenommen. Diese forderte eine Machbarkeitsstudie, welche vier Varianten einer Dreifachturnhalle beim Schulhaus Feld I prüfen sollte. Wie Tanner erklärt, sei die Studie auf gutem Weg. «Bei der Gemeindeversammlung im Juni wird der Gemeinderat zu den vier Varianten Stellung nehmen.» Er hoffe, der Bevölkerung bei der Gelegenheit eine der Varianten empfehlen zu können.

Erstellt: 08.01.2019, 16:48 Uhr

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