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Richterswiler Kindergärtler bekommen mehr Platz

Nicht nur der Verkauf des Hotels Drei Könige gab an der Gemeindeversammlung vom Donnerstagabend zu reden. Auch die Miete von Kindergartenräumen in der Überbauung Wohnenplus sorgte für Diskussionen. Die Stimmbürger sprachen sich letzten Endes jedoch deutlich für das Geschäft aus.

Die Richterswiler haben entschieden: Der Kindergarten Im Wisli wird ins Parterre der noch zu erstellenden Überbauung Wohnenplus umziehen.
Die Richterswiler haben entschieden: Der Kindergarten Im Wisli wird ins Parterre der noch zu erstellenden Überbauung Wohnenplus umziehen.
Hatt Architekten und Partner AG

Die Kindergärten in Richterswil platzen aus allen Nähten. An Nachwuchs fehlt es der Gemeinde nicht. Insbesondere die Schuleinheit Dorf ist mit stetig wachsenden Schülerzahlen konfrontiert. Daher wird die Gemeinde künftig Kindergartenräumlichkeiten in der noch zu erstellenden Überbauung Wohnenplus mieten. Diesen Antrag der Exe­kutive haben an der Gemeindeversammlung vom Donnerstagabend 202 der 289 anwesenden Stimmberechtigten gutgeheissen.Ganz reibungsfrei war der Schritt zu diesem Entscheid allerdings nicht. Zu teuer seien die Räume, waren sich gleich mehrere Votanten im Vorfeld der Abstimmung einig. Tatsächlich kommen auf die Gemeinde mit den neuen Kindergartenräumen jährlich wiederkehrende Mehrkosten von rund 40 000 Franken zu.

Alter Chindsgi ist zu klein

Der alte Kindergarten Im Wisli belastet das Budget der Gemeinde jährlich mit 22 000 Franken. Die Miete der neuen Räumlichkeiten in der Überbauung Wohnenplus wird mit jährlich 62 000 Franken zu Buche schlagen. «Der Kindergarten Im Wisli ist zu klein und entspricht nicht mehr der heu­tigen Anforderungen», sagte der Schulpräsident Markus Oertle (SP). Es sei eine einmalige Möglichkeit, diese Räume für den Kindergarten von der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Richterswil mieten zu können, argumentierte er weiter. «Heute Abend dem Antrag zuzustimmen, wäre ein Entscheid für die Zukunft.»

Der alte Kindergarten Im Wisli bietet aktuell Platz für 18 Vorschulkinder, dies auf einer Fläche von 139 Quadratmetern – inklusive Nebenräumen. Der neue Kindergarten kann auf einer Fläche von 205 Quadratmetern Kindergartenräumlichkeiten und auf 10 Quadratmetern Nebenräumen 25 Kindergärtler aufnehmen. Geeignete Räume für sonderpäd­agogische Lektionen stehen ebenfalls zur Verfügung.

Räume für Überbrückung

Ein Kritiker der Mehrausgaben monierte an der Versammlung, der Kindergarten Im Wisli sei erst vor ein paar Jahren renoviert worden: «Es wurden unter anderem neue Fenster eingesetzt und die Wände neu gestrichen.» Zudem wollte der Votant wissen, warum im Antrag des Gemeinderates die Kosten für einen allfälligen Rückbau nicht aufgeführt seien. Gemeindepräsident Hans Jörg Huber (FDP) erklärte, dass die Räume in der Baugenossenschaft Im Wisli auch nach Bezug der neuen Räumlichkeiten in der Überbauung Wohnenplus vorerst weiterhin von der Gemeinde genutzt würden. «Denn in anderen Institutionen stehen längst überfällige Renovationen an.» Mit den Räumen an der Wislistrasse könnten solche Situationen entlastet und überbrückt werden, sagte der ­Gemeindepräsident weiter.

Ebenfalls an der Gemeindeversammlung zu Wort meldeten sich mehrere betroffene Kindergärtnerinnen. Sie alle betonten noch einmal die Dringlichkeit neuer und grösserer Kindergartenräume für die Schuleinheit Dorf: «Den Richterswilern sollte es nicht immer nur ums Geld, sondern auch einmal um die Qualität gehen», sagte eine Kindergärtnerin. Dass sie alle letzten Endes Gehör fanden, zeigte im Anschluss das Abstimmungsergebnis.

Schlussrechnung genehmigt

Der Verkauf des Hotels Drei Könige wurde ebenfalls hitzig diskutiert (Ausgabe vom 16. September). Letzten Endes wurde der ­Antrag des Gemeinderates abgelehnt. Stattdessen sprachen sich die Anwesenden mit 156 Stimmen für einen Antrag aus, der Gemeinderat müsse die einzelnen Punkte des Verkaufs noch einmal der Gemeindeversammlung vorlegen.

Danach ging die Versammlung mit dem letzten Traktandum des Abends in ruhigere Gewässer über. Die Schlussabrechnung von knapp 410 000 Franken zum ­An- und Umbau, inklusive eines Presscontainers, an der Unteren Schwandenstrasse 42 wurde diskussionslos und einstimmig gutgeheissen.

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