Richterswil

Richterswiler Chilbi ist bei Schaustellern besonders beliebt

Die Richterswiler Chilbi auf dem Horn ist und soll eine Familienchilbi bleiben. Das sagt Denise Moning, die zum zweiten Mal als Platzchefin amtet.

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Die meisten Bahnen stehen schon auf dem Richterswiler Horn. Und das, obwohl erst Dienstagmorgen ist. Die Aufbauarbeiten haben bereits am Freitag begonnen. Richterswil ist eine von wenigen Chilbis, bei denen die Schausteller mehr als eine Woche vor der Chilbi auf den Platz kommen und aufbauen können. «Das schätzen die Schausteller», weiss Denise Moning. Sie ist Platzchefin, zum zweiten Mal. Viele der Schausteller nützten die Chance und würden kleinere Reparatur- oder Malarbeiten an ihren Bahnen vornehmen.

Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb die Richterswiler Chilbi bei den Schaustellern besonders beliebt ist. Ernst Rodel erklärt: «Hier ist man nicht nur eine Nummer, man fühlt sich willkommen, es klappt immer alles hervorragend von der Organisation her und es ist nicht so eng zwischen den Bahnen.» Rodel ist in der fünften Generation der Schaustellerfamilie. Schon als Kind sei er auf dem Richterswiler Horn gewesen. Dieses Jahr hat er sein Laufgeschäft Paris Folies aufgestellt. Dabei handle es sich nicht um eine Geisterbahn. «Zwar ist es drinnen stockdunkel, aber es gibt keine Gespenster.» Die Böden bewegen sich und vibrieren, während der Besucher sich einen Weg durch das dunkle Labyrinth bahnen muss.

Eine gute Durchmischung

Zum allerersten Mal an der Richterswiler Chilbi ist die X-Factory der Schausteller Büttiker-Mathys. Denise Moning, die selber auch Schaustellerin ist, kennt die Bahn schon länger von anderen Chilbis und wollte wieder mal etwas Neues nach Richterswil bringen. Obwohl gleichzeitig in Olten Chilbi ist – diese ist fast so gross wie das Zürcher Knabenschiessen – ist es Moning gelungen, den X-Factory aufs Horn zu holen.

Denise Moning ist es wichtig, dass den Besuchern ein guter Mix auf dem Chilbigelände angeboten wird. «Wir haben Bahnen für die Grösseren und Mutigeren, aber auch für die kleinen Besucher», erklärt sie. Die Richterswiler Chilbi sei schon immer eine Familienchilbi gewesen und dies werde auch so bleiben. Moning hat die Organisation von ihrem verstorbenen Lebenspartner Paul Weber vor zwei Jahren übernommen. Sie sei mit viel Elan und Freude dabei, die Arbeit mache ihr grosse Freude, sagt sie.

«Höchste Vorsicht»

Nebst verschiedenen Schiessbuden, Pavillons und kleineren und grösseren Fahrgeschäften sowie verschiedenen Festwirtschaften, betrieben von einheimischen Vereinen, fehlt natürlich auch dieses Jahr der Markt entlang des Sees nicht. Rund 70 Marktfahrer präsentieren und verkaufen ihre Ware. Auch hier ist Denise Moning wichtig, eine gute Durchmischung anzubieten. Sehr vielen Marktfahrern musste die Organisatorin auch dieses Jahr absagen. Die Richterswiler Chilbi scheint beliebt zu sein.

Für die Sicherheit zuständig ist seit über 15 Jahren Rico Schmid. Laut ihm sind die Aufbauarbeiten bis jetzt ohne Probleme gelaufen. Wegen der trockenen Wiese zerbreche er sich zwar nicht den Kopf, sagt Schmid, er ignoriert die Situation aber auch nicht. Man sei mit der Sicherheitsabteilung der Gemeinde in engem Kontakt. Ob und welche konkreten Massnahmen ergriffen werden müssen, stand am Dienstag noch nicht fest. «Höchste Vorsicht ist geboten. Von uns, aber auch von jedem einzelnen Besucher», mahnt Schmid. Die Street Parade, die am Samstag ebenfalls stattfindet, sehen Moning und Schmid nicht als Konkurrenz, da der Anlass in Zürich ganz ein anderes Zielpublikum habe. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 07.08.2018, 16:28 Uhr

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