Richterswil

Richterswiler Bach soll umgeleitet werden

Da der Göldibach bei einem ausserordentlichen Hochwasser überlaufen würde, muss der Bach entlastet werden. Der Gemeinderat hat vier Optionen prüfen lassen. Eine Übersicht.

Eine Studie, welche die Gemeinde Richterswil erstellen liess, zeigt verschiedene Linienführungen für die Hochwasserabflüsse des Göldibachs auf. Die besten Chancen rechnet der Gemeinderat den beiden Varianten aus, welche eine Umleitung des Göldibachs um das Dorfzentrum vorsehen.

Eine Studie, welche die Gemeinde Richterswil erstellen liess, zeigt verschiedene Linienführungen für die Hochwasserabflüsse des Göldibachs auf. Die besten Chancen rechnet der Gemeinderat den beiden Varianten aus, welche eine Umleitung des Göldibachs um das Dorfzentrum vorsehen. Bild: Archiv Dorothea Uckelmann

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Sollte es im Dorfzentrum von Richterswil zu einem Hochwasser kommen, hätte die Gemeinde ein Problem. Denn der Göldibach, der mitten durchs Dorf fliesst, hat nicht genug Kapazität, um die Wassermenge im Falle eines ausserordentlichen Hochwassers abzuführen.

Da die Wasserhaltungen praktisch im ganzen Bereich stark überlastet sind, hat die Gemeinde das Ingenieurbüro Basler & Hofmann AG mit der Durchführung einer Vorstudie beauftragt. In dieser werden vier Varianten aufgezeigt, welche die Eindolung, in welcher der Göldibach ab dem Schulhaus Boden bis zum Zürichsee verläuft, entlasten. Die Studie liegt nun vor. Da aber noch weitere Abklärungen notwendig sind, bevor ein Variantentscheid getroffen wird, bewilligte der Gemeinderat weitere 100 000 Franken für weitere Abklärungen und die Erstellung eines Vorprojekts. Der Auftrag ging abermals an die Basler & Hofmann AG.

Abseits des Dorfzentrums

Der Entscheid für eine geeignete Lösung gestaltet sich laut Gemeinderat als schwierig. Denn der Göldibach verläuft im oberen Teil grösstenteils durch private Grundstücke und kreuzt zudem eine Parzelle der Schulanlage Töss. Hinzu kommt, dass die Eindolung unter der Seestrasse und den Bahngleisen hindurchführt, bevor sie im Zürichsee mündet.

Die Variantenstudie, welche die Gemeinde Richterswil erstellen liess, zeigt verschiedene Linienführungen für die Hochwasserabflüsse des Göldibachs auf. Die besten Chancen rechnet der Gemeinderat den beiden Varianten aus, welche eine Umleitung des Göldibachs um das Dorfzentrum vorsehen. Eine Möglichkeit wäre es, den Bach ab dem Schulhaus Töss auf die Kirchstrasse umzuleiten. Von da weg würde der Bach dem Kirchweg und der Chüngengass bis zum See folgen. Somit würde kein Privatgrund beansprucht. Zudem könnten die Arbeiten im Bereich der Bergstrasse mit einer Sanierung der Strasse koordiniert werden.

Laut Mitteilung des Gemeinderates würde der Verkehr durch diese Massnahme nur geringfügig eingeschränkt, da die meisten Arbeiten am Rande des Dorfzentrums stattfinden würden. Die Ausfahrt des Seeplatz-Parkplatzes müsste aber vorübergehend verlegt werden.

Störung der Totenruhe?

In einer zweiten Variante wird die Linienführung nach Nordwesten versetzt. Der Bach würde somit in grosser Tiefe unter dem Friedhof hindurchführen. Die Umleitung würde über den Weg «Im Chratz» und die Dorfstrasse erfolgen und östlich des Horns in den Zürichsee münden. Laut Gemeinderat werden bei dieser Option mehrere Gasleitungen gequert, die möglicherweise umgelegt werden müssten. Zudem könnte es zu baulichen Einschränkungen kommen. Der Verkehr sollte aber kaum behindert werden. Für den Gemeinderat steht bei dieser Variante allerdings offen, wie viele Einsprachen eingehen werden. Es sei schwer abzuschätzen, ob die Linienführung unter dem Friedhof hindurch aufgrund einer Störung der Totenruhe akzeptiert werde, heisst es in der Mitteilung.

Den restlichen zwei Varianten steht der Gemeinderat skeptischer gegenüber. Ein Ausbau der bestehenden Leitungen wäre laut Mitteilung der Gemeinde mit grösseren Einschränkungen des Verkehrs verbunden. Zudem seien Einsprachen wahrscheinlicher, wenn die bestehende Linienführung beibehalten werde, da mehrere private Grundstücke tangiert würden. Auch die Möglichkeit, den Göldibach mit dem Chrummbächli zu vereinigen, ist aus Sicht des Gemeinderats weniger empfehlenswert. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.01.2019, 15:39 Uhr

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