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Richterswil verzeichnet 10-Millionen-Gewinn

Nach 2016 präsentiert sich auch die Rechnung 2017 positiv. Sie schliesst mit einem Plus von rund 10 Millionen Franken. Grund für das Ergebnis sind vor allem steuerliche Mehreinnahmen.

Richterswil konnte 2017 dank steigenden Steuereinnahmen einen zweistelligen Millionengewinn einfahren.
Richterswil konnte 2017 dank steigenden Steuereinnahmen einen zweistelligen Millionengewinn einfahren.
Archiv Moritz Hager

Es ist erneut eine positive Meldung zur Richterswiler Finanzlage. Die Rechnung 2017 schliesst mit einem Plus von 10 Millionen Franken. Budgetiert war ein Gewinn von 750 600 Franken. Nachdem im Jahr 2016 ein Plus von 4 Millionen verzeichnet wurde, ist es bereits das zweite Mal, dass die Richterswiler Rechnung sich positiv präsentiert. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn 2015 schloss die Rechnung noch mit einem Defizit von 3,4 Millionen Franken.

In der aktuellen Rechnung stehen einem Aufwand von 92,45 Millionen Franken Erträgen von 102,89 Millionen Franken gegenüber. Die Nettoinvestitionen der Gemeinde belaufen sich bei einem Selbstfinanzierungsgrad von 288 Prozent auf 3,77 Millionen Franken. Per Abschluss 2017 beträgt das Eigenkapital Richterswils 49,73 Millionen Franken.

Steuerrückgang nicht eingetroffen

Für den Finanzvorstand Marcel Tanner (FDP) kommt das aktuelle Ergebnis relativ überraschend. «Bei der Budgetierung des Voranschlags 2017 war der Gemeinderat eher zurückhaltend», sagt er. Der Gemeinderat habe Rücksicht auf eine Stagnation oder einen Rückgang bei den Steuereinnahmen genommen, dies sei jedoch nicht eingetroffen.

«Tatsächlich resultiert der positive Rechnungsabschluss zu einem grossen Teil aus den unerwartet hohen Erträgen aus den Steuern der Vorjahre und aus der Grundstückgewinnsteuer», sagt Tanner. Der Mehrertrag im Bereich der Steuern früherer Jahre beläuft sich auf 2,69 Millionen Franken. Bei der Grundstückgewinnsteuer flossen der Gemeinde Mehreinnahmen von 3,22 Millionen Franken zu. «Den hohen Ertrag bei der Grundstückgewinnsteuer lässt sich vor allem auf den Besitzwechsel älterer Liegenschaften zurückführen, die mittlerweile deutlich mehr Wert aufweisen als noch vor 20 Jahren», sagt der Finanzvorstand.

Ein weiterer Grund für den positiven Rechnungsabschluss schreibt Marcel Tanner dem Verkauf der gemeindeeigenen Liegenschaft Drei Könige zu. Die Liegenschaft konnte für 3,8 Millionen Franken an die Mächler Generalunternehmung aus Lachen sowie an die Hatt Architekten & Partner AG aus Richterswil verkauft werden. Der effektive Kaufpreis überstieg den von der Exekutive festgesetzten Kaufpreis somit um rund 0,9 Millionen Franken. Die Jahresrechnung wird dem Volk an der Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 6. Juni, vorgelegt.

Gute Aussichten für das laufende Jahr

Es scheint so, als ob der Richterswiler Finanzhimmel sich langsam wieder aufhellt. Finanzvorstand Marcel Tanner ist guter Dinge, dass die generell stabile Finanzlage in der Region sich auch im laufenden Jahr positiv auswirken könnte. «Die Vergangenheit hat uns jedoch gelehrt, Vorsicht walten zu lassen», sagt er. Dass die im Dezember 2017 bewilligte Steuersenkung um vier Prozentpunkte auf 104 Prozent sich negativ auswirken könnte, glaubt Tanner nicht. «Es ist gut, wieder auf dem Steuerfussniveau von vor der Erhöhung 2015 zu sein», sagt er.

Die Gemeinde könne auch 2018 mit steuerlichen Mehreinnahmen rechnen. Ausserdem steht eine Rekordsumme von 7,5 Millionen Franken aus dem Zürcher Finanzausgleich in Aussicht. «Es ist also nur richtig, dem Steuerzahler etwas zurückzugeben», sagt Tanner.

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