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Richterswil steuert auf unaufgeregte Wahlen zu

Lange machte er ein Geheimnis daraus, jetzt lässt er die Katze aus dem Sack: Der parteilose Liegenschaftenvorstand Ivo Beeler stellt sich für die kommende Legislatur nicht mehr zur Wahl.

Mirjam Panzer
Der parteilose Ivo Beeler tritt bei den Wahlen im kommenden Frühling nicht wieder an.
Der parteilose Ivo Beeler tritt bei den Wahlen im kommenden Frühling nicht wieder an.
Archiv David Baer

Bis Anfang dieser Woche liess der parteilose Ivo Beeler selbst seine Ratskollegen im Ungewissen. Nun ist klar: Der aktuelle Liegenschaftenvorstand wird sich für die kommende Legislaturperiode nicht mehr zur Wahl in die Richterswiler Exekutive stellen. Noch Ende August, als der restliche Gemeinderat seine künftigen politischen Ambitionen längst kommuniziert hatte, hüllte sich Beeler in Schweigen – mit der Begründung, es seien noch «zu viele Faktoren in seinem beruflichen Umfeld ungewiss».

Nun hat Ivo Beeler nach acht Jahren im Gemeinderat genug. Gründe für seinen Rückzug aus den politischen Geschäften Richterswils nennt er einige: «Ich werde nächstes Jahr 50 und möchte mich beruflich noch einmal verändern». Aktuell leitet Ivo Beeler das Zentrum für Weiterbildung der Universität Zürich. Er könnte sich allerdings vorstellen, sich «wieder einmal in die Selbständigkeit als Architekt zu wagen» – seiner ursprünglichen Ausbildung also.

Noch nicht spruchreif

Seine acht Jahre als Richterswiler Liegenschaftenvorstand möchte Ivo Beeler «nicht missen», wie er sagt. Er blicke auf eine sehr lehrreiche Zeit zurück. «Jetzt möchte ich wieder etwas mehr Luft haben». Denn: Für jemanden in einem Angestelltenverhältnis sei ein Gemeinderatsamt zeitlich schwierig zu bewältigen. «Die Aufgabe entspricht rund einem 40-Prozent-Pensum». Ein Wermutstropfen bleibt für Ivo Beeler allerdings: «Es fiel mir unglaublich schwer, meinen Entscheid meiner Abteilung zu kommunizieren».

Noch immer offen ist, ob die SVP nebst dem aktuellen Werkvorstand Christian Stalder noch einen weiteren Kandidaten ins Gemeinderats-Rennen schickt. Parteipräsident Markus Bachmann kündigt jedoch auf Anfrage an, dass die Partei «mit grosser Wahrscheinlichkeit noch einen zweiten Kandidaten nominiert». Spruchreif sei jedoch noch nichts, auch wenn er sich schon sehr sicher sei. Die Partei werde zum gegebenen Zeitpunkt kommunizieren.

Nebst Ivo Beeler, stellen sich auch der aktuelle Gemeindepräsident Hans Jörg Huber (FDP) sowie der parteilose Ruedi Reichmuth im Frühling nicht mehr zur Wahl. Alle bisherigen Gemeinderäte stellen sich noch einmal zur Wahl. Die aktuellen Räte Marcel Tanner (FDP) und Hansjörg Germann (CVP) buhlen beide ums Gemeindepräsidium. Für die EVP will neu Parteipräsident Renato Pfeffer in den Gemeinderat einziehen. Und die FDP will ihren dritten Sitz mit Willy Nüesch-Trachsel verteidigen.

Obwohl: Viel zu verteidigen wird es wahrscheinlich nicht geben. Denn selbst wenn die SVP mit einem weiteren Kandidaten aufwartet, wird es nicht zu einer Kampfwahl um die Sitze im Gemeinderat kommen – ausser es taucht in den nächsten Wochen und Monaten noch ein Überraschungskandidat auf.

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