Richterswil

Richterswil stellt Weichen für die nächsten vier Jahre

Der Gemeinderat hat sich Ziele für seine Legislatur gesetzt. Diese umfassen vor allem Bauprojekte in den Bereichen Schule, Altersversorgung und Verwaltung. Darunter sind auch einige alt bekannte.

Richterswil hat seine Legislaturziele bekannt gegeben.

Richterswil hat seine Legislaturziele bekannt gegeben. Bild: Archiv Patrick Gutenberg

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Der Gemeinde Richterswil steht einiges bevor. Die Bevölkerungszahl steigt seit Jahren stark an, was neue Anforderungen mit sich bringt. Dies hat auch der Gemeinderat erkannt. «Wir stehen vor grossen Herausforderungen, die richtigen Investitionen zum richtigen Zeitpunkt zu planen», sagt Gemeindepräsident Marcel Tanner (FDP). Um dieser Planung gerecht zu werden, hat sich der in diesem Jahr neu gewählte Gemeinderat klare Ziele für seine vierjährige Legislatur gesetzt.

Bis 2022 soll vor allem in den Bereichen Alter, Schule, Verwaltungsbauten, Feuerwehr und Sportinfrastruktur einiges geschehen. Bei der Altersversorgung von Richterswil drückt seit Jahren der Schuh. An der Gartenstrasse im Dorfzentrum entsteht deshalb in den kommenden Jahren das Wohn- und Pflegezentrum Etzelblick. Doch das genügt nicht, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden. Deshalb will der Gemeinderat auch Fortschritte beim Bau und Betrieb des Alters- und Pflegeheims Im Wisli erreichen. Konkret soll die Trägerschaft für den Betrieb bis 2022 definiert worden sein und der Bau eines neuen Alters- und Pflegeheims begonnen haben.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Unter Druck steht die Exekutive auch bei zeitgemässen Räumen für die Gemeindeverwaltung und die Feuerwehr. Das Gemeindehaus 1 ist nicht behindertengerecht und das Feuerwehrdepot ist in die Jahre gekommen. Gemäss Expertise eines von der Gemeinde beauftragten Statikers kann das Gebäude der Feuerwehr nur noch acht Jahre bestehen. Deshalb soll bis Ende Legislatur ein neuer Standort für die Verwaltung und die Feuerwehr gefunden werden. Die Gemeinde liebäugelt damit, beide Betriebe an einem Standort zu zentralisieren. «Damit würden wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen», sagt Marcel Tanner. Mögliche Standorte wären das Kerag-Areal oder dort, wo sich heute die Parkplätze des Seebads und der SBB befinden. Neben der Standortanalyse soll überprüft werden, wie die bisherigen Gemeindehäuser 1 und 2 künftig verwendet werden können. Der Gemeinderat will bis 2022 bereits mit dem Bau des neuen Standortes begonnen haben.

Die Gemeinde plant einen weiteren Bau. Eine Dreifachturnhalle soll auf dem Schulhausareal beim Feld 1 entstehen. Das Projekt «Halle für Alle» sieht derzeit vier Varianten vor. Bereits bis Mitte 2019 will der Gemeinderat einen Variantenentscheid gefällt haben und anschliessend den Kredit den Stimmbürgern an der Urne unterbreiten.

Alt bekannte Ziele

Baustellen gibt es in Richterswil auch im Bereich Bildung. Die Erweiterung des Schulhauses Töss soll während der Legislatur fertiggestellt werden. Auch das Schulhaus Feld 1 soll in den nächsten vier Jahren saniert und aufgestockt werden. Dafür will der Gemeinderat aber zuerst eine Urnenabstimmung durchführen. Auch Kindergärten sind in die Jahre gekommen. «Wir müssen uns entscheiden, ob wir die betroffenen Gebäude an den jetzigen Standorten renovieren wollen oder sie zentralisieren», sagt Tanner. Dafür will der Gemeinderat einen Massnahmenplan erstellen.

Das einzige Legislaturziel, das nicht direkt einen Bau vorsieht, ist die Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO). Diese muss an das revidierte Planungs- und Baugesetz angepasst werden. Auch dies will der Gemeinderat bis Ende Legislatur erledigen und das neue BZO der Gemeindeversammlung unterbreiten.

Mit dem Feuerwehrdepot und dem neuen Gemeindehaus stehen zwei Projekte in den Legislaturzielen, die bereits die letzte Regierung in ähnlicher Form verwirklichen wollte. Doch damals musste der Gemeinderat den Gürtel enger schnallen. Nun versucht auch der neue Gemeinderat die Verwaltungs- und Feuerwehrbauten zu realisieren. Dies, obwohl er für 2019 eine Steuerfusssenkung von drei Prozentpunkten durchbringen will. «Wir stehen finanziell so gut da wie noch nie», sagt Tanner. Der Gemeinderat habe zudem seine Legislaturziele bewusst so gesetzt, dass nicht alle Investitionen in den nächsten vier Jahren anfallen.

Erstellt: 12.10.2018, 15:13 Uhr

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