Richterswil

Richterswil ehrt seine Weltmeisterin

An der Sportlerehrung wurden unter anderen Schwimmer und eine Bodybuilderin ausgezeichnet. Den grössten Erfolg in diesem Jahr konnte aber die OL-Läuferin Julia Jakob verbuchen.

Die Sportler posieren gemeinsam für ein Gruppenfoto. Weltmeisterin Julia Jakob steht in der hinteren Reihe und ist die Dritte von rechts.

Die Sportler posieren gemeinsam für ein Gruppenfoto. Weltmeisterin Julia Jakob steht in der hinteren Reihe und ist die Dritte von rechts. Bild: André Springer

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Die drei Orientierungsläuferinnen Lilly und Paula Gross sowie Julia Jakob (ehemals Gross) sind Dauergäste an der alljährlichen Sportlerehrung in Richterswil. So auch am Mittwoch im Haaggeri-Saal in Richterswil. Julia Jakob sticht in diesem Jahr aus dem Geschwistertrio heraus.

Die 27-Jährige gewann in Lettland den Weltmeistertitel in der Staffel. Lilly und Paula zeigten sich stolz und erzählten, wie sie mit der grossen Schwester mitgefiebert hatten. «Ich war als Einzige nicht vor Ort und musste zu Hause vor dem Computer Daumen drücken», erzählte Paula Gross. Die 22-Jährige kann aber auch auf ein erfolgreiches Jahr zurückschauen. Wie sie sagte, träume auch sie von einem Weltmeistertitel und wolle weiterhin hart dafür trainieren.

Kritischer Blick in den Spiegel

Die ehemalige SRF-Sportmoderatorin Regula Späni stellte genau die richtigen Fragen. Die frühere Spitzenschwimmerin führte die rund 150 Zuschauer – darunter Sportler, Freunde und Bekannte, Vereinsfunktionäre und Freiwillige – mit ihrer lockeren Art gekonnt durch den Abend.

Grüppchenweise bat Späni die Sportler auf die Bühne. Im Gespräch schilderten sie ihren Trainingsalltag, sprachen über ihre Erfolge und über ihre Zukunftspläne. Die Bodybuilderin Petra Migani stellte sich routiniert den Fragen und erzählte vom Training: «Ich trainiere ohne zu schwere Gewichte, um meine Gelenke zu schonen.» Ob die 45-jährige Sportlerin nächstes Jahr noch an Wettkämpfen teilnehmen wird, weiss sie aber noch nicht. «Ich betrachte mich kritisch im Spiegel und entscheide dann, ob es für eine Teilnahme reicht», sagte Migani. Schmunzelnd ergänzte sie: «Schliesslich werde auch ich nicht jünger.»

Mit dabei waren auch wie schon im vergangenen Jahr die Brüder Tim und Joep Hoogerwerf. Die beiden Schwimmer mit den Jahrgängen 2000 und 2002 trainieren beide in der Elite und besuchen das Sportgymnasium in Zürich. Auf die Frage, was sein Ziel sei, antwortete Tim selbstbewusst: «Ich will an die nationale Spitze.»

Internationale Konkurrenz

Wasser ist auch das Element des 24-jährigen Björn Manser. Der Rettungsschwimmer ist amtierender Vize-Schweizer-Meister. Zukünftig will er auch international Erfolge feiern können. Doch dafür müsse er noch viel trainieren, denn die internationale Konkurrenz sei stark: «Die Australier und Neuseeländer sind die besten Rettungsschwimmer-Nationen.»

Die Sportaerobic-Tänzerin Samira Hutter war mit ihren 12 Jahren die jüngste Sportlerin. Neben ihr wurde auch ein Schulsport- Unihockeyteam aus der 1. Sek ausgezeichnet. Die sechs Jugendlichen waren ohne verlorenes Spiel durchmarschiert und ergatterten sich so den Schweizer-Meister-Titel in ihrer Kategorie.

Das Patronat der alljährlichen Sportlerehrung trägt die Interessensgemeinschaft Richterswiler Sportvereine (IRS). Geehrt wurden an diesem Abend nebst den Sportlern auch Leute, die sich durch freiwillige Arbeit auszeichnen. Wie Gemeindepräsident Marcel Tanner (FDP) in einer Rede erwähnte, «braucht es auch im Sport viel freiwilliges Engagement». Solches leistet auch der Hülfsverein, der in diesem Jahr sein 111-jähriges Bestehen feiert. Der Verein hat schon Trainingslager finanziert, um Kinder in ihrer sportlichen Laufbahn zu unterstützen. Der Vorstand des Vereins erzählte, wie wichtig seine Arbeit noch immer ist und wie sie geschätzt werde. Der Verein mit seinen rund 300 Mitgliedern unterstützt alle Altersschichten und hilft, wo es nötig ist. Verdankt wurde seine Arbeit mit 400 Franken für ein Nachtessen.

Stechen entschied über Sieg

Für Auflockerung sorgte die Unihockey-Challenge zwischen den Ehrungen. Jeweils drei Sportler, Freiwillige und Gemeinderäte traten gegeneinander an und versuchten, so viele Tore wie möglich zu erzielen. Ein Stechen forderte zum Schluss die Entscheidung zwischen Sportlern und Freiwilligen. Knapp setzten sich die Freiwilligen durch und gewannen den Wettbewerb. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 07.12.2018, 09:12 Uhr

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