Adliswil

Quartierverein erhält von Stadtrat Informationen zu Einwohnern

Damit eine Koordinationsgruppe die Quartierinfos an alle Personen über 55 Jahre verschicken kann, bietet die Stadt Adliswil Hand mit den Adresslisten aus dem Einwohnerwesen.

Die Stadt Adliswil gibt dem Quartierverein Adressen weiter.

Die Stadt Adliswil gibt dem Quartierverein Adressen weiter. Bild: Archiv: ZSZ

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Anfangs Mai ist eine Aktion der Stadt Adliswil zusammen mit der Pro Senectute des Kantons Zürich zu Ende gegangen. Fünf Jahre lang versuchte man gemeinsam älteren Menschen im Quartier Rellsten-Zopf-Oberleimbach zu helfen, sich ein soziales Netzwerk in der nächsten Umgebung aufzubauen und zu pflegen. In dieser Zeitung zog der zuständige Stadtrat Renato Günthardt (SVP) kürzlich ein positives Fazit. «Wir konnten den Zusammenhalt im Quartier stärken und viele Ziele, die wir uns gesetzt haben, erreichen. Neben den Projektverantwortlichen zeigten auch die Quartierbewohner ein grosses Engagement», sagte er damals. Das Projekt selber sollte darum auch nach der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Adliswil und Pro Senectute weitergeführt werden.

Im Verlauf der Jahre hat sich eine Koordinationsgruppe aus Quartierbewohnern innerhalb des Quartiervereins Oberleimbach gebildet, die nun die Quartierarbeit fortsetzt. «Diese Gruppe will die erfolgreichen Angebote weiterführen, neue Veranstaltungen anbieten und die Quartierarbeit in der Öffentlichkeit auch in Zukunft bekannt machen», sagt Renato Günthardt auf erneute Anfrage. Um die Bevölkerung über Veranstaltungen und über die Vorgänge im Quartier zu informieren, sei unter anderem geplant, die Quartierpost und andere Schreiben über Aktivitäten per Post an die Quartierbevölkerung 55plus zu verschicken. Wie dies auch während der Projektphase geschehen sei.

Voraussetzungen gegeben

Für das Vorhaben benötigen die Mitglieder der Koordinationsgruppe des Quartiervereins von der Stadtverwaltung jedoch die Adressen der betroffenen Personen. «Bislang wurde die Quartierpost von der Stadt verschickt», sagt Günthardt. Da diese nun aber nicht mehr aktiv in das Projekt involviert sei, müssten die Adresse weitergegeben werden.

Der Stadtrat hat darum beschlossen die Vornamen, Namen und Adressen an die Koordinationsgruppe des Quartiervereins Oberleimbach weiter zu geben. Die Voraussetzungen zur Weitergabe der Daten sei gegeben, schreibt die Exekutive in einem Beschluss. Sie sei nach dem Gesetz über das Meldewesen und die Einwohnerregister (MERG) vom 11. Mai 2015 möglich, wenn diese Daten für ideelle Zwecke verwendet und nicht weitergegeben würden.

Zudem sei es eines der Legislaturziele des Stadtrats, das Zusammenleben und die Gemeinschaftlichkeit zu fördern. In diesem Sinne sei es im Interesse der Stadt Adliswil, die Quartierarbeit zu fördern, da sie dem Wohlergehen der Quartierbewohnenden diene, deren Partizipation und Selbstverantwortung fördere und die gegenseitige Sorge anrege.

Erstellt: 16.05.2019, 17:05 Uhr

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