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Prozess um Mord im Alterszentrum geht in die zweite Runde

Am Mittwoch wird eines der aufsehenerregendsten Tötungsdelikte im Bezirk Horgen zum zweiten Mal verhandelt. Zwei Frauen sollen eine Seniorin in ihrem Bett getötet haben. Aus rein finanziellen Motiven.

Am Prozess in Horgen würdigten sich die Verkäuferin (rechts) und die Nachtschwester keines Blickes. Obwohl sie bis zur Tat beste Freundinnen waren.
Am Prozess in Horgen würdigten sich die Verkäuferin (rechts) und die Nachtschwester keines Blickes. Obwohl sie bis zur Tat beste Freundinnen waren.
Zeichnung Sibylle Heusser

Dass die Horgner Urteile kaum jemanden zufriedenstellen würden, war absehbar. Beide Beschuldigten wurden wegen Mordes an einer 88-jährigen Bewohnerin einer Wohnung im Alterszentrum Hochweid verurteilt. Ganz im Sinne des Staatsanwalts. Doch mit 10,5 und 13 Jahren lagen die Strafen je rund fünf Jahre tiefer, als dieser gefordert hatte. Entsprechend hat er Berufung beim Obergericht angemeldet. Unzufrieden war der Anwalt der älteren der beiden Frauen, die als Nachtschwester im Kilchberger Alterszentrum gearbeitet hatte. Er hatte sich an der Verhandlung für einen Freispruch stark gemacht. Seine Mandantin sei an der Tat gar nicht beteiligt gewesen. Nach der Verhaftung hatte die 31-Jährige noch ein detailliertes Geständnis abgelegt. Davon ist sie abgerückt.

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