Adliswil

Problem der Bushaltekanten ist weiterhin ungelöst

Der Baustart für den neuen Bushof rückt näher. Doch die Stadt und die kantonale Behindertenkonferenz diskutieren noch immer über die Höhe der Haltekanten. Eine Lösung soll bald gefunden werden.

Mitte Oktober diesen Jahres sollen die Bauarbeiten für das Adliswiler Bushof-Projekt starten. Fertiggestellt wird er voraussichtlich im Winter 2020/21.

Mitte Oktober diesen Jahres sollen die Bauarbeiten für das Adliswiler Bushof-Projekt starten. Fertiggestellt wird er voraussichtlich im Winter 2020/21. Bild: Visualisierung pd

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Manchmal entscheiden wenige Zentimeter. Nicht nur in der Sportwelt, sondern auch im öffentlichen Verkehr. So zum Beispiel beim Adliswiler Bushof-Projekt. Dort geht es, um genau zu sein, um sechs Zentimeter. Die Frage ist, wie hoch müssen die Haltekanten im neuen Bushof sein, der bis in zwei Jahren fertiggestellt werden soll.

Die Stadt plante mit einer Höhe von 16 Zentimetern. Die Behindertenkonferenz Kanton Zürich (BKZ) pocht aber auf sechs Zentimeter mehr, also auf eine Kantenhöhe von 22 Zentimetern. Diese wird zugunsten eines autonomen Ein- und Aussteigens denn auch gesetzlich verlangt, sofern die bauliche Umsetzung verhältnismässig ist.

Hohe Kanten weit umkurven

Im letzten November hatte diese Zeitung die Einsprache der BKZ gegen das Projekt publik gemacht. Was ist seither passiert? «Es haben mehrere Gespräche zwischen uns, der BKZ, dem ZVV und den Busbetreibern stattgefunden», sagt die zuständige Adliswiler Stadträtin Carmen Marty Fässler (SP). Man sei immer noch «ganz intensiv» am Verhandeln, betont Marty Fässler. Das bestätigt auch die Behindertenkonferenz.

Eine einfache Lösung scheint es nicht zu geben. Das Problem sind laut der Stadträtin die engen Platzverhältnisse in der Florastrasse, wo der Bushof – direkt neben dem Bahnhof – entstehen wird. Bei der Ankunft im Bushof müssten die Fahrzeuge bei 22 Zentimeter hohen Haltekanten nämlich einen grösseren Radius fahren können, um nicht an den Kanten hängen zu bleiben.

Die Kantenhöhe habe deshalb auch grundlegende betriebliche Fragen zur Folge. «Wir müssen mit allen Beteiligten nun verschiedene Bereiche ausloten, um einen Kompromiss zu finden.» Carmen Marty Fässler geht davon aus, dass in den nächsten Wochen eine Lösung gefunden werden kann.

Zuerst die Tiefgarage

Will man den Projektstart nicht gefährden, bleibt ohnehin nicht mehr allzu viel Zeit. Denn Mitte Oktober diesen Jahres sollen die Bauarbeiten für das 20-Millionen-Projekt starten. Dabei wird zuerst unter der Florastrasse die neue Tiefgarage für über 80 Parkplätze gebaut. Danach soll der Bushof entstehen. Seit dieser Woche können sich Baufirmen bei der Stadt Adliswil um den Auftrag bewerben. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 05.03.2019, 18:39 Uhr

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