Kilchberg

Pfarrhaus soll zwölf Wohnungen weichen

Die Reformierten von Kilchberg befinden noch in diesem Jahr darüber, ob anstelle eines ihrer Pfarrhäuser ein Mehrfamilienhaus entstehen soll. Das würde ihre finanzielle Lage verbessern.

Ein vieleckiges Gebäude könnte dereinst sihltalseits der reformierten Kirche entstehen – anstelle des aktuellen Pfarrhauses. Die Buche sollte bleiben können.

Ein vieleckiges Gebäude könnte dereinst sihltalseits der reformierten Kirche entstehen – anstelle des aktuellen Pfarrhauses. Die Buche sollte bleiben können. Bild: zvg/Think Architecture

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Die Liegenschaftenstrategie der Reformierten Kirchgemeinde Kilchberg ist bald um ein Kapitel reicher. Denn ihr Pfarrhaus an der Nidelbadstrasse, sihltalseitig der charakteristischen Kirche auf dem Berg gelegen, ist in die Jahre gekommen. Es müsste grundlegend saniert werden. Weil das Grundstück an der Ecke Nidelbad-/Dorfstrasse mit knapp 1700 Quadratmetern relativ gross ist, sieht die Kirchenpflege aber einen Neubau vor. Kirchenpflegepräsident Peter Maier sagt: «Das Grundstück können wir besser nutzen, wenn wir ein Mehrfamilienhaus bauen.»

Um herauszufinden, wie ein entsprechendes Projekt aussehen könnte, hat die Kirchenpflege eine Projektstudie in Auftrag gegeben. Laut Peter Maier sind vier Beiträge eingegangen. Entschieden hat sich eine Jury mit Bauchfachleuten und Mitgliedern der Kirchenpflege für das Projekt des Zürcher Architekturbüros Think Architecture aus Zürich. Dieses sieht ein vieleckiges Gebäude mit zwei Voll- und einem Dachgeschoss mit zwölf 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen vor.

Wenig Gegenwind

An der Kirchgemeindeversammlung von Montagabend hat die Kirchenpflege das Projekt in groben Zügen vorgestellt – und eine erste Visualisierung gezeigt. «Wir haben uns explizit für das Projekt der Think-Architekten entschieden, weil es sich optimal einordnet ins Umfeld der Kirche», sagt Peter Maier. Das Projekt sieht ebenfalls vor, die mächtige Buche in der Ecke von Nidelbad- und Dorfstrasse zur erhalten. Laut Maier seien die ersten Reaktionen positiv ausgefallen.

Keine der zwölf Wohnungen wäre für einen der beiden Kilchberger Pfarrer bestimmt. Sie haben bereits ihre Bleibe. Die Wohnungen würden ganz normal vermietet – was der Kirchgemeinde erlauben würde, ihre finanzielle Situation weiter aufzubessern. Vorgesehen sind laut Maier «mittelpreisige» Wohnungen. Zu den Baukosten mag Maier noch keine Angaben machen, entsprechend äussert er sich auch noch nicht zur Höhe der Mieten.

Gute Erfahrungen gemacht

Es ist nicht das erste Mal, dass die Reformierten von Kilchberg eine Wohnüberbauung realisieren, um damit ihre finanzielle Situation zu verbessern. Haben sie doch bereits auf der Bühlerwiese vis-à-vis dem Kirchgemeindehaus eine solche realisiert. Dort sind acht mittelpreisige Wohnungen entstanden. «Unsere Erfahrungen sind sehr gut», sagt Maier. Sämtliche Wohnungen seien im Nu vermietet gewesen. Die Mieteinnahmen spülen der Kirchgemeinde jedes Jahr rund 300 000 Franken in die Kasse.

Noch ist aber nichts in trockenen Tüchern. Am 23. September befinden die Mitglieder der Kirchgemeinde an der Urne über die Zukunft des Areals an der Nidelbadstrasse. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 08.06.2018, 15:30 Uhr

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