Samstagern

Dorfverein fordert 30er-Zone im Zentrum von Samstagern

Auf der gesamten Stationsstrasse soll Tempo 30 gelten, fordern Petitionäre. Sie wollen mehr Sicherheit, weniger Lärm und weniger Durchgangsverkehr aus Wollerau.

Ein vielbefahrener Knotenpunkt der Stationsstrasse: Die Kreuzung mit der Fälmisstrasse beim Volg.

Ein vielbefahrener Knotenpunkt der Stationsstrasse: Die Kreuzung mit der Fälmisstrasse beim Volg. Bild: Moritz Hager

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Im Richterswiler Ortsteil Samstagern wächst die Bevölkerung und damit der Verkehr. «Zur Jahrtausendwende wohnten noch knapp 2400 Personen in Samstagern, mittlerweile sind es über 3100», sagt Renate Büchi, Präsidentin des Dorfvereins Forum Samstagern. Der zunehmende Verkehr sei besonders auf der Stationsstrasse zu beobachten, die mitten durchs Dorf führt. Zu Stosszeiten entsteht hier eine Blechlawine. «An der Kreuzung beim Volg ist es ausserdem sehr eng, da zirkeln Postauto, Ortsbus und Lastwagen aneinander vorbei», sagt Büchi.

Das Forum fordert deshalb verkehrsberuhigende Massnahmen in Form einer 30er-Zone entlang der gesamten Stationsstrasse, also von der Kantonsgrenze zu Schwyz bis zum Anfang der Begegnungszone beim Haaggeri-Saal. Dazu hat es eine Unterschriftensammlung gestartet.

Verkehr abschrecken

«Unser primäres Anliegen ist die Erhöhung der Sicherheit durch Tempo 30», sagt Büchi. Denn die Stationsstrasse ist für viele Kinder in Samstagern auch Teil des Schulwegs. Entsprechend seien es vor allem junge Familien gewesen, welche dieses Anliegen geäussert hätten. Doch auch langjährige Anwohner der Stationsstrasse wünschen sich mehr Sicherheit vor der Haustür, wie den Kommentaren zur Online-Petition zu entnehmen ist. Einige Stimmen wollen hier nämlich regelmässig Geschwindigkeitsüberschreitungen beobachtet haben.

Nebst der Sicherheitsthematik ist es der Lärm, der an der von Wohnhäusern gesäumten Strasse zu schaffen macht. «Wenn langsamer gefahren wird, ist die Verringerung des Lärms ein angenehmer Nebeneffekt», sagt Büchi. Ein drittes Argument für eine 30er-Zone sei das, was eine der Kommentarstimmen als «Durchgangswiderstand» bezeichnet. Pendler aus dem benachbarten Wollerau, die etwa den Richterswiler Autobahnanschluss anpeilen und dafür Samstagern durchqueren, würden eine zusätzliche Verkehrsbelastung darstellen. «Für das Problem des Durchgangverkehrs werden auch auf höherer Ebene Lösungen gesucht, doch dauert das sehr lange», sagt Büchi. Die Hoffnung ist, dass eine 30er-Zone abschreckende Wirkung hätte und Autofahrer vermehrt über Wollerau die Autobahn anfahren würden. In diesem Sinne ist Büchi froh, dass schon heute zumindest die Wartezeiten an der Barriere beim Bahnübergang einen Teil der Pendler fernhalte.

Arbeitsgruppe gebildet

Der Richterswiler Gemeinderat gibt Büchi und dem Forum bezüglich steigender Einwohner- und Verkehrszahlen Recht: «In Samstagern hat sowohl der Binnenverkehr, als auch der Durchgangsverkehr deutlich zugenommen. Dies belegen auch die Einwohnerzahlen der angrenzenden Gemeinden im Kanton Schwyz und Zürich», teilen die zuständigen Gemeinderäte Christian Stalder (SVP), Ressortvorsteher Werke, und Renato Pfeffer (EVP), Ressortvorsteher Bevölkerungsdienste, auf Anfrage mit. Der Gemeinderat habe daher eine Verkehrszählung durchgeführt, um dies auch durch Zahlen zu untermauern. Diese Zahlen würden aktuell ausgewertet.

«In Samstagern hat sowohl der Binnenverkehr, als auch der Durchgangsverkehr deutlich zugenommen.»Aus der Antwort des Richterswiler Gemeinderats

Im Januar vertreten Stalder und Pfeffer den Gemeinderat an einem vom Forum organisierten Podium zur Thematik. Bereits jetzt teilen sie mit, dass sie die Anliegen der Samstagerer nachvollziehen können und die Problematik dem Gemeinderat bewusst sei. Dieser habe bereits eine Arbeitsgruppe gebildet, welche das Gespräch mit der Bevölkerung frühzeitig suchen werde.

Die Petition, die sowohl online als auch auf Papier unterschrieben werden kann, haben mittlerweile rund 75 Personen unterzeichnet. Sie wird noch fünf Monate lang abrufbar sein, das Ziel sind 500 Unterschriften. Büchi ist optimistisch, dieses Ziel zu erreichen. Und weil die Thematik nicht nur Samstagern betreffe, sei es wohl angebracht, die Petition auch nach Richterswil «hinunterzutragen».

Generalversammlung des Forums Samstagern am Donnerstag, 28. November, 20 Uhr im Dorftreff GZ Drei Eichen, Stationsstrasse 34 in Samstagern.





Erstellt: 19.11.2019, 13:49 Uhr

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