Oberrieden

Petition fordert mehr Grün

Auf den mit Steinen belegten Rabatten sollen wieder Blumen blühen. Dies und eine nachhaltige Strassenraumgestaltung fordert der Natur- und Vogelschutzverein mit einer Petition.

Maurus Frei vom Natur- und Vogelschutzverein Oberrieden überreicht Martin Arnold, Gemeindepräsident von Oberrieden, die Petition.

Maurus Frei vom Natur- und Vogelschutzverein Oberrieden überreicht Martin Arnold, Gemeindepräsident von Oberrieden, die Petition. Bild: David Baer

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Statt Blumen auf Strasseninseln blühen zu lassen, liess die Gemeinde letzten September diese mit kostensparenden Steinen belegen. Diese Geröllinseln im Zentrum der Gemeinde sorgten für Unmut. 322 Oberriedner haben eine Petition für eine nachhaltige Gestaltung der Strassenbegleitflächen unterschrieben, die vom Natur- und Vogelschutzverein Oberrieden (NVO) lanciert worden ist.

Am Dienstag fand die Übergabe der Unterschriften vor dem Oberriedner Gemeindehaus statt. Maurus Frei, Co-Präsident des NVO, übergab zusammen mit den Vorstandsmitgliedern Gabi Graf und Doris Weyermann die Unterschriften dem Gemeinderat. Frei betonte in seiner Rede, die verschiedensten Aspekte der Grüngestaltung. Es gehe nicht nur um Sparen, sondern auch um Verkehrssicherheit, Biodiversität und Aufenthaltsqualität. Gefordert wird in der Petition ausserdem, dass die steinigen Verkehrsinseln im Dorfzentrum durch eine extensive Bepflanzung wiederhergestellt werden sollen.

Dass Grün im Strassenraum ein Anliegen ist, zeigte sich auch darin, dass einige Oberriedner angeboten hatten, an der Wiederbepflanzung der Steininseln mitzuarbeiten. Senioren hätten sich als Guerilla-Gärtner betätigt und Samen auf die Steine gestreut, beobachtete Gemeinderat Manuel Strickler (SP). Als gelungenes Beispiel einer Strassenrandbepflanzung bezeichnete Frei die Rabatten bei der Glassammelstelle beim Bahnhof Oberrieden Dorf.

Konzept liess auf sich warten

Um den Anliegen des NVO visuell Nachdruck zu verleihen, überreichte Maurus Frei dem Gemeindepräsidenten Martin Arnold (SVP) einen Stein aus den erwähnten Strasseninseln und als Hoffnung für die Zukunft eine Sonnenblume. Arnold, der von seinen Gemeinderatskollegen Manuel Strickler – als Vorsteher Tiefbau zuständig für dieses Geschäft – Jean-Luc Meier (FDP) und Reto Wildeisen (FDP) begleitet wurde, betonte, der NVO renne mit seinem Anliegen offene Türen ein. «Von unserer Seite steht einer nachhaltigen Strassengestaltung nichts mehr im Wege», sagte Arnold.

Bereits im September vergangenen Jahres hatte Arnold angekündigt, die Gemeinde werde für die Rabatten und Kleinstflächen am Strassenrand ein Konzept erstellen. Doch das liess auf sich warten. Wie Arnold erklärte, hätten schon Gespräche mit dem NVO stattgefunden. Man sei allerdings noch nicht weitergekommen. Das liege sowohl an den Wechseln im Gemeinderat wie an den Vakanzen im Bauamt.

Sobald das Bauamt wieder personell besetzt sei, ein neuer Abteilungsleiter Tiefbau soll anfangs November beginnen, solle das angegangen werden. «Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam eine Strategie oder ein Konzept werden entwickeln können, das sowohl den Wünschen der Naturschützer, wie auch der Sicherheit, sozialen Verträglichkeit sowie den Anliegen der Gemeinde, haushälterisch mit den Mitteln umzugehen, Rechnung tragen wird», sagte Martin Arnold.

Engagement der Gewerbler

Die steinernen Rabatten waren auch an der GV der Unternehmervereinigung Oberrieden (UVO) im März dieses Jahres ein Thema. Man wolle sich für die Bepflanzung der Rabatten im Sinne einer Goodwill-Aktion für das Dorf engagieren, hiess es damals. Jean-Luc Meier, der Präsident der UVO, teilte auf Anfrage mit: «Wir haben diverse Abklärungen an verschiedenen Stellen gemacht.»

Es würden verschiedene nachhaltige, wirtschaftlich sinnvolle Methoden existieren, diese Inseln zweckmässig und kostensparend zu begrünen. Die UVO habe diese Informationen zusammengetragen und werde sie an einer Sitzung mit den Verantwortlichen besprechen. Man hoffe, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde zu einer zufriedenstellenden Lösung zu kommen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 11.07.2018, 15:10 Uhr

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