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Party erntet Kritik der Besucher und Lob der Behörden

Am Samstag wurde an der Party am Horn noch gefeiert, am Sonntag schon wurde die Kritik auf Social Media laut. Die Veranstalter zeigen sich selbstkritisch.

Rakete-Festival in Richterswil: Die 6000 Besucher genossen die Musik, an den Bars jedoch führte der grosse Besucherandrang zu Engpässen.
Rakete-Festival in Richterswil: Die 6000 Besucher genossen die Musik, an den Bars jedoch führte der grosse Besucherandrang zu Engpässen.
André Springer

«Die Organisation war ein totaler Flop!», «Eineinhalb Stunden musste ich anstehen, um ein Wasser zu kriegen», «Die Gäste lassen sich das Bier schon selber raus, weil es zu lange dauert». So und ähnlich klingen die Kommentare auf der Facebookseite des Rakete-Openairs, das letzten Samstag auf dem Hornareal in Richterswil stattgefunden hat.

Das Rakete-Festival ist der Nachfolger der Beachparty, heuer fand das Festival zum zweiten Mal statt. Das Festival lockte am vergangenen Samstag rund 6000 Personen an, einige von ihnen machen ihrem Unmut auf der Facebookseite des Events Luft.

Zu wenig Sanitäranlagen, zu lange Wartezeiten an den Bars. Irgendwann seien einige Getränke sogar ausgegangen. Das Barpersonal sei heillos überfordert gewesen mit der Situation.

Einsichtige Organisatoren

Die Veranstalter üben Selbstkritik. Die Situation an den Bars am Abend sei nicht so gewesen wie geplant, räumt Arnold Meyer vom OK des Openairs ein. «Wir hätten mehr Bars, mehr Essstände und auch mehr Toiletten für die Damen gebraucht».

Die Veranstalter erklären die missliche Lage mit einem enormen Anstieg des Ticketverkaufs an der Tageskasse. «Das schöne Wetter am Samstag lockte spontane Besucher an, mit denen wir bei der vorgängigen Planung nicht gerechnet haben», sagt Arnold Meyer. Bei den letzten Beachparties seien jeweils rund 3000 Personen gekommen, mit 6000 Partygängern hätten die Veranstalter aber nicht gerechnet.

Die Party an sich sei ein Erfolg gewesen. Auch von Seiten der Sicherheit her sei nichts zu beanstanden gewesen. Die Frage, ob das Hornareal zu klein sei für eine solche Menschenansammlung, verneint Meyer. «Vor zwanzig Jahren wurde die Beachparty auch schon auf diesem Areal mit noch mehr Besuchern durchgeführt. Der Platz reicht also aus».

Polizei zufrieden mit Event

Die Polizei zeigt sich ebenfalls sehr zufrieden mit der diesjährigen Party am See. «Seit 15 Jahren bin ich für die Beachparties im Horn verantwortlich und keine verlief so friedlich, wie diese» sagt Pascal Rubrecht, Leiter der Gemeindepolizei Richterswil. Es seien keine Mitteilungen zu Sachbeschädigungen eingegangen, am Openair selber sei es weder zu Schlägereien noch zu Unfällen gekommen. Und anders als im letzten Jahr blieben auch die Lärmklagen vom gegenüberliegenden Seeufer aus.

Allgemein sind bei der Polizei keinerlei Beschwerden wegen dem Lärm eingegangen. Für einen Anlass dieser Grösse sei das aussergewöhnlich, sagt Pascal Rubrecht.

Gemeinde steht hinter OK

Auch von Seite der Gemeinde Richterswil verlief das diesjährige Festival am See reibungslos. Insgesamt ging bei der Gemeinde bloss eine schriftliche Lärmbeschwerde ein. «Das OK der Party bemüht sich immer sehr um eine gute Beziehung mit der Gemeinde» sagt Max Ballmann, Leiter der Abteilung Bevölkerungsdienste von Richterswil. Seine Abteilung erarbeitet jeweils die Grundlagen für die Anlassbewilligung, welche der Gemeinderat ausspricht. Die Veranstalter würden die Gemeinde von der Vorbereitung bis zur abschliessenden Evaluation nach der Party stets auf dem Laufenden halten. Auch dieses Jahr hätten sich die Veranstalter restlos an die Abmachungen gehalten.

Wenn der Gemeinderat zustimme, würde einer Party am Horn auch nächstes Jahr nichts im Wege stehen, sagt Max Ballmann. Sicher sei nicht jeder einzelne Richterswiler begeistert über die Party, in der Bevölkerung sei sie jedoch akzeptiert.

Der Gemeinderat stehe voll hinter den Organisatoren, sagt Ballmann. «Einmal im Jahr sollen auch die Jungen ihre Party feiern können.»

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