Adliswil

Parlament entscheidet über die Zukunft des Stadthausareals

Dem Grossen Gemeinderat steht am Mittwoch eine lange Sitzung bevor. Neben dem Finanzplan 2015 bis 2019 und dem Budget fürs nächste Jahr, entscheiden die Parlamentarier auch über die Vorlagen zur Neugestaltung des Stadthausareals.

Auf dem Stadthausareal sollen vier neue Gebäude entstehen - Voraussetzung dazu ist ein Ja des Parlaments.

Auf dem Stadthausareal sollen vier neue Gebäude entstehen - Voraussetzung dazu ist ein Ja des Parlaments. Bild: Visualisierung zvg

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Die Stadt Adliswil plant zusammen mit der Investorin Leutschenbach AG, das 6200 Quadratmeter grosse Stadthausareal direkt an der Sihl mit vier Häusern zu bebauen. Eines davon soll 35 Meter hoch werden. Am zentralen Standort sind ein Wohngebäude, ein Hotel, ein Mehrgenerationenhaus sowie ein Ärzte- und Gesundheitszentrum vorgesehen. Dafür würden die Gebäude an der Zürichstrasse 1 und 3 weichen. Die beiden Bauten sind im kommunalen Inventar der Kulturobjekte enthalten. Sie sollen aus der Schutzwürdigkeit entlassen und rückgebaut werden. So steht es im Gestaltungsplan, der am am mittwoch vom Grossen Gemeinderat behandelt wird.

Gleichzeitig werden die Parlamentarier auch über die Landverträge bestimmten, die für das Projekt abgeschlossen werden müssen. Die Stadt will demm Investor das Land teils im Baurecht, teils als Verkauf übergeben. Mit den Verträgen sichert sich die Stadt eine Bauverpflichtung des Investors, eine Realisierung des Projekts innert sieben Jahren nach der Baubewilligung sowie eine Bauausführung gemäss den definierten Nutzungsbestimmungen. Aus dem Verkauf von 3488 Quadratmetern Land wird die Stadt 5,5 Millionen Franken einnehmen. 2604 Quadratmeter werden im Baurecht abgegeben und durch Baurechtszinsen von 38 000 Franken pro Jahr abgegolten.

Mehr Kosten, weil Adliswil wächst

Stimmt der Grosse Gemeinderat dem Projekt am Mittwochabend zu, erfolgt die Baueingabe im nächsten Jahr. Somit könnte das brachliegende Gelände, auf dem momentan Parkplätze zur Verfügung stehen und «Urban Gardening» betrieben wird, neu bebaut werden.

Das zweite grosse Geschäft ist die Festsetzung des Budgets 2016. Im nächsten Jahr plant der Stadtrat Investitionen im Verwaltungsvermögen von rund 26 Millionen Franken. So wird unter anderem der Unterhalt der Gemeindestrassen rund 4,4 Millionen Franken kosten. Die Arbeit an diversen Leitungen im Wasserbereich 3,9 Millionen Franken. Am meisten ins Gewicht fallen aber Sanierungen und Erweiterungen an Schulhäusern, die der Stadtrat mit 7,5 Millionen Franken beziffert. Die Mehraufwendungen seien vielfach damit zu begründen, dass Adliswil als Stadt weiter wachse, schreibt der Stadtrat in seinem Antrag an den Grossen Gemeinderat. Beispielweise würden auch die Lehrerlöhne aufgrund zusätzlicher Schulklassen ansteigen.

Selbstfinanzierungsgrad wird gesenkt

Schliesslich plant der Stadtrat im Budget 2016 mit einem Aufwandüberschuss von rund 10 Millionen Franken. Der Steuerfuss soll im nächsten Jahr unverändert bei 104 Prozentpunkten belassen werden.

Ebenfalls traktandiert für Mittwoch ist der Finanzplan 2015 bis 2019. Gegenüber der letzten Planung ist hier eine Anspannung bei der Verschuldungssituation feststellbar. Dies sei auf den grossen Nachholbedarf bei den Investitionen zurückzuführen, schreibt der Stadtrat. Er hat die Zielsetzung für den Selbstfinanzierungsgrad deshalb um 10 Prozent gesenkt. Neu soll dieser 30 Prozent betragen.

Ein wichtiges Traktandum der Schule wird ebenfalls behandelt. Für die Umsetzung des Medien- und ICT-Konzepts der Schule beantragt sie einen Bruttokredit von 935 000 Franken beantragt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 07.12.2015, 16:09 Uhr

Sitzung des Grossen Gemeinderats

Mittwoch, 9. Dezember, Aula Schulhaus Hofern, Sonnenbergstrasse 28 - 30.

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