Kilchberg

Parkierungsverordnung wird mit Schönheitsfehler eingeführt

Der Gemeinderat will die neue Parkierungsverordnung am 1. Januar einführen – und damit ein Zeichen gegen Fremdparkierer setzen.

In Kilchberg parkieren und weiter mit dem Zug in die Stadt Zürich? Mit der neuen Parkierungsverordnung soll damit Schluss sein.

In Kilchberg parkieren und weiter mit dem Zug in die Stadt Zürich? Mit der neuen Parkierungsverordnung soll damit Schluss sein. Bild: Archiv Moritz Hager

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Die auswärtigen Parkierer sind den Kilchbergerinnen und Kilchberger ein Dorn im Auge. Durch die geografische Nähe zu Zürich ist das Dorf immer wieder mit Fremdparkierenden konfrontiert. Diese stellen ihre Fahrzeuge beispielsweise an der Seestrasse oder der Weinbergstrasse oberhalb des Bahnhofs ab und reisen danach mit dem Zug in die Stadt.

Damit die Parkplätze künftig mehrheitlich für Anwohner frei sind, wurde vor einem Jahr an der Gemeindeversammlung eine neue Parkierungsverordnung angenommen. Diese wird am 1. Januar in Kraft treten und beschränkt das Parkieren in Kilchberg auf vier Stunden. Anwohner können künftig für 480 Franken eine ganzjährige Parkbewilligung beziehen und werden somit gegenüber Fremdparkierenden bevorzugt.

Weniger Parkplätze am See

Im Sommer hat sich der Gemeinderat bei der Bewirtschaftung der Parkfelder für eine digitale Lösung entschieden und den Auftrag an die Digitalparking AG erteilt. Daher wird man künftig die Parkgebühr auch via App bezahlen können. «Während der Ausarbeitung der Parkierungsverordnung war man noch von einer herkömmlichen Bewirtschaftung mit physischen Tages- und Jahresparkkarten ausgegangen, weshalb Begriffe und Regelungen aufgeführt sind, welche bei der digitalen Lösung nicht mehr zutreffen», heisst es im entsprechenden Verhandlungsbericht des Gemeinderats. Die Exekutive vertritt die Ansicht, dass durch den digitalen Weg keine formale Änderung in der vor einem Jahr angenommen Parkierungsverordnung gemacht werden muss. Lediglich der Begriff «Parkbewilligung» werde neu anstelle von «Parkkarte» verwendet. Dadurch stehe der Einführung am 1. Januar nichts im Wege.

Einen Schönheitsfehler hat die Einführung dennoch. Für die Parkplätze entlang der Seestrasse ist die Verkehrsanordnung, für die der Kanton zuständig ist, noch ausstehend und kann daher nicht bereits zu Jahresbeginn eingeführt werden. Das Problem: «Die aktuell eingezeichneten Parkfelder entsprechen in mehreren Fällen nicht den heutigen Ansprüchen an die Verkehrssicherheit», sagt die Kilchberger Sicherheitsvorsteherin Barbara Baruffol (FDP).

Beispielsweise seien die Sichtweiten bei Ausfahrten nicht immer genügend gewährleistet.Aus diesem Grund werden einzelne Parkfelder entlang der Seestrasse aufgehoben. «Beispielsweise vor der Einmündung der Hornhaldenstrasse», sagt Baruffol. Denn bei jener Stelle handle es sich um einen Unfallschwerpunkt.

Rasche Umsetzung geplant

Wie viele Parkfelder der Kanton schliesslich aufheben will und ab wann die Verkehrsanordnung auch an der Seestrasse in Kraft treten kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher. «Die Verkehrstechnische Abteilung hat uns jedoch versichert, dass man bemüht sei, die ausstehende Verkehrsanordnung raschmöglichst umzusetzen», sagt Baruffol.

Erstellt: 28.11.2019, 16:52 Uhr

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