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Openair setzt auf einheimische Künstler

Hip-Hop- Künstler aus der Schweiz und dem Ausland treten am kommenden Wochenende am Openair Oberrieden auf der Schützenwiese auf.

Nina Graf
Die Vereinsmitglieder und die freiwilligen Helfer haben am vergangenen Wochenende die Anlage aufgebaut.
Die Vereinsmitglieder und die freiwilligen Helfer haben am vergangenen Wochenende die Anlage aufgebaut.
André Springer

Das Festival mit der schönsten Aussicht von allen, so werben die Organisatoren, findet am Wochenende in Oberrieden statt. Zum 33. Mal ertönen auf der Schützenwiese, hoch über dem Zürichsee, schwere Beats und schnelle Verse. «Unser Ziel ist es, dass irgendwann alle Schweizer Hip Hop Künstler auf unserer Bühne gestanden sind» sagt die Präsidentin des Verein Openair Oberrieden, Martina Busenhart.

Daran arbeitet das Leitungsteam fleissig: auch dieses Jahr sind sechs der acht Künstler aus dem Inland. Das erste Mal treten «Ruff, Arthi & Years», die Newcomer aus Uster auf. «Möchtegang» und «Kaiser & Dimitri» vertreten die Fraktion der alten Hasen. Der Publikumsmagnet am Samstagabend kommt mit dem amerikanischen Duo «M.O.P.» aber dennoch aus dem Ausland.

Diversität auf der Bühne

«Wir freuen uns besonders, dass mit der aargauischen MC «J-Who» endlich mal wieder eine Frau auf der Bühne steht» sagt Busenhart. In der männerdominierten Hip Hop Welt hat das noch immer Seltenheitswert.

Nicht nur bereits gestandenen Musikern bietet das Openair eine Plattform, sondern auch solchen, die erst am Anfang ihrer Karriere sind. 2017 ist das Openair Oberrieden zum ersten Mal Gastgeber der «Band-It» Vorausscheidung, ein Musik Wettbewerb für Jungtalente, im Genre Hip Hop. Für die kleinen Besucher findet unter dem Motto «Ab in wildä Weschtä» Samstag tagsüber das Kinderopenair statt.

Obschon es sich beim Openair Oberrieden im nationalen Vergleich um ein eher kleines Festival handelt, konnte es sich über die vergangenen drei Jahrzehnte hinweg beweisen und hat mittlerweile seinen Platz auf der Schweizer Festival Karte gefunden. «Wir können und wollen uns nicht mit den grossen Festivals messen. Unser Markenzeichen ist, dass wir anders sind: Klein, regional und handgemacht», sagt Busenhart.

Ehrenamtliche Arbeit

Dabei kann man die Präsidentin beim Wort nehmen: von der Planung über den Aufbau bis hin zum abschliessenden Aufräumen wird alles in unentgeltlicher Arbeit von den 23 Vereinsmitgliedern durchgeführt. Gemeinsam mit etlichen freiwilligen Helfern haben sie am vergangenen Wochenende die Festivalanlage aufgebaut. Auf 4500 Quadratmetern, eingegrenzt vom Waldrand, erstreckt sich nun das Gelände und wartet darauf, bis sich am Freitag, um 17.30Uhr, die Tore öffnen. Rund 1500 Besucher erwarten die Organisatoren. Wie die Erfahrung zeigt, sind es grösstenteils Anwohner aus der Region, doch immer mehr finden sich auch Personen aus weit entfernten Ecken des Landes auf der Schützenwiese ein.

Martina Busenhart freut sich auf einen ganz besonderen Moment am Festival: «Wenn die Musiker auftreten, bin ich meistens irgendwo auf dem Gelände gefragt. Doch wenn ich dann zur Bühne schaue und sehe, wie sich hunderte von Menschen davor versammeln und gemeinsam feiern und Spass haben, bekomme ich jedes Mal Gänsehaut, denn genau dafür lohnt sich der Schweiss und die Nerven der vergangenen Monate.»

Freitag, 9. Juni, 17.30 bis 2 Uhr. Samstag, 10. Juni, 18 bis 4 Uhr, Schützenwiese, Oberrieden. Tickets unter www. openair-oberrieden.ch. Eintagespass Freitag ab 25 Franken. Eintagespass Samstag ab 35 Franken. Zweitagespass ab 55 Franken.

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