Oberrieden

Oberriedner genehmigen Jahresrechnung

Für Aufsehen sorgte an der Gemeindeversammlung vom Mittwochabend lediglich ein TV-Reporter.

Die Seegemeinde Oberrieden erzielte in der Jahresrechnung 2018 «eine rote Null», wie Finanzvorsteherin Sandra Burlet Pavone an der Gemeindeversammlung aufzeigte.

Die Seegemeinde Oberrieden erzielte in der Jahresrechnung 2018 «eine rote Null», wie Finanzvorsteherin Sandra Burlet Pavone an der Gemeindeversammlung aufzeigte. Bild: Archiv Moritz Hager

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Zum ersten Mal präsentierte Sandra Burlet Pavone (FDP), die letztes Jahr neu gewählte Oberriedner Finanzvorsteherin, eine Jahresrechnung der Gemeinde. Und sie hatte leichtes Spiel an diesem Mittwochabend. Denn sie konnte den 71 Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung eine beinahe ausgeglichene Rechnung 2018 vorlegen.

«Es ist ein gutes Resultat, eine rote Null quasi», sagte Burlet Pavone. Konkret resultierte ein Aufwandüberschuss von nur 88000 Franken. Dies bei einem Totalaufwand von 34,1 Millionen Franken. Damit schloss die Rechnung besser ab als budgetiert. Denn vorgesehen war ein Minus von 1,26 Millionen Franken. Die Oberriedner genehmigten die Rechnung diskussionslos und einstimmig.

Zu viele Schulden

Zuvor schilderte die Finanzvorsteherin, worauf das bessere Resultat zurückzuführen ist. Dazu beigetragen hätten im Wesentlichen die Steuereinnahmen, die um rund eine Million Franken höher ausgefallen seien als geplant. Doch Burlet Pavone machte gleichzeitig deutlich, dass die Finanzlage Oberriedens nach wie vor schlechte Werte ausweist. Zwar seien drei Millionen Schulden abgebaut worden, «aber mit total 40 Millionen Franken Schulden sind wir immer noch auf einem sehr hohen Niveau».

Auch Orlando Vanoli (CVP), Präsident der Rechnungsprüfungskommission, wies auf die «angespannte Finanzsituation» hin. Im Vergleich zu den umliegenden Bezirksgemeinden sei es nicht gelungen, einen hohen Überschuss zu erzielen. Das liege aber wohl vor allem daran, dass Oberrieden fast nur natürliche Steuerzahler hat.

Viele Einbürgerungsgesuche

Der Versammlung im Multifunktionsgebäude Langweg wohnten auch viele Einbürgerungswillige bei. Gleich dreizehn Gesuche wurden gestellt, «so viele wie wohl noch nie», meinte Gemeindepräsident Martin Arnold (SVP). Alle wurden genehmigt. Die Einbürgerungen waren denn auch der Grund, weshalb ein TV-Reporter vor Ort war. Dieser machte Aufnahmen für eine Sendung des Westschweizer Fernsehens RTS zum Thema Einbürgerungen in der Schweiz. Weshalb genau Oberrieden ausgewählt wurde, «weiss ich auch nicht», sagte Arnold.

Erstellt: 12.06.2019, 23:29 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!