Oberrieden

Oberriedner Fussballer sollen einen Kunstrasen erhalten

Der Gemeinderat beantragt an der Urne eine Verbreiterung des Fussballplatzes Cholenmoos. Die Stimmbürger können über zwei Varianten abstimmen.

Der Fussballplatz Cholenmoos ist zu schmal und muss verbreitert werden.

Der Fussballplatz Cholenmoos ist zu schmal und muss verbreitert werden. Bild: Sabine Rock

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Nun ist klar, wie der Gemeinderat die Erweiterung des Fussballplatzes vorantreiben will. Diese ist nötig, weil der Platz nicht der neuen Norm entspricht. Der Gemeinderat beantragt der Stimmbevölkerung, 1,83 Millionen Franken für die Verbreiterung des Spielfeldes und den Einbau eines Kunstrasens zu bewilligen. Geprüft hat er auch die Variante mit einem Naturrasen. Diese würde 1,4 Millionen Franken kosten. Die Stimmberechtigten können am 17. November über beide Varianten abstimmen. In einer Stichfrage können sie wählen, ob sie einem Kunst- oder Naturrasen den Vorzug geben, falls beide Varianten angenommen werden.

Ganzjährig bespielbar

Der Gemeinderat empfiehlt den Stimmberechtigten einen Kunstrasen für den «kleinsten Platz mit der schönsten Aussicht», wie die Oberriedner sagen. Der Kunstrasen kostet zwar in der Anschaffung mehr als ein Rasenfeld, ist im Unterhalt aber günstiger. Laut Gemeindepräsident Martin Arnold (SVP) gleichen sich die Kosten langfristig aus. «Den Ausschlag für den Kunstrasen gab die Nutzung», erklärt er. Ein Kunstrasen kann durchgehend bei allen Jahreszeiten und auch bei Regen bespielt werden. Mit einem Kunstrasen können somit die jetzigen Kapazitätsengpässe und die Übernutzung des Platzes aufgefangen werden. Zudem entfalle bei einem Kunstrasen der Einsatz von Dünger und Herbiziden, was ökologisch sinnvoll sei, sagt Martin Arnold.

«Mit einem Kunstrasen entfallen der Einsatz von Dünger und Herbiziden, was ökologisch sinnvoll ist.»Martin Arnold (SVP), Gemeinderatspräsident

Auch der FC Oberrieden befürwortet einen Kunstrasen. Er sei die einzige vernünftige und zukunftsorientierte Lösung und sei fast immer bespielbar, wie der Verein auf seiner Internetseite schreibt. Einige Teams könnten auch im Winter draussen trainieren, sodass Plätze in den Turnhallen frei werden. Die jetzige Situation beschreibt der FC als prekär. Das Rasenspielfeld habe sein Lebensende erreicht, unter anderem wegen des lehmigen Untergrunds. Aber auch, weil es stark überbelastet ist. Der Verein mit zwölf Mannschaften verfüge nur über ein einziges Spielfeld und wird dadurch stark belastet. Ende April musste der Spielbetrieb mitten in der Saison für mehrere Tage unterbrochen werden, um es notfallmässig das Spielfeld zu sanieren.

Die Gemeinde Oberrieden möchte einen sogenannt unverfüllten Kunstrasen anschaffen. Also einen Kunstrasen ohne Granulat. Das habe ökologische Vorteile, sagt der Gemeindepräsident. Es entstehe keine Umweltbelastung durch Mikroplastik, weil kein Granulat in die Umgebung getragen werde wie dies bei einem verfüllten Kunstrasen der Fall sei.

Der schönste im Kanton

Das Spielfeld im Choli, wie die Oberriedner Fussballer ihr einziges Spielfeld hoch über dem See liebevoll nennen, ist 45 Meter breit. Es verfehlt damit die vom Verband geforderte Breite von 57,6 Metern deutlich. Dieser ist den Oberriednern aber entgegengekommen und hat eine Ausnahmebewilligung für die bestehende Breite erteilt. Hingegen fordert er einen Sicherheitsabstand von drei Metern entlang des Spielfeldes. Der Platz muss deswegen um sechs Meter verbreitert werden, was wegen der beengten Verhältnisse und der Hanglage baulich eine Herausforderung ist und mit einer Stützmauer erforderlich macht.

Der FC Oberrieden ist auf ein Ja an der Urne angewiesen, sagt der Präsident des FC Oberrieden, Mirco Baumann. Ohne die Unterstützung des Stimmvolks und der Gemeinde könne es den FC Oberrieden in der heutigen Form mit Juniorenförderung und Grümpelturnier nicht mehr geben. Die Internet-Gemeinschaft jedenfalls hat sich bereits positiv geäussert zum Fussballplatz Cholenmoos. In einer Internet-Umfrage von «20 Minuten» im Frühling ist er zum schönsten Fussballplatz im Kanton Zürich erkoren worden. Schweizweit schaffte es das Cholenmoos auf Platz 12.

Erstellt: 11.09.2019, 14:58 Uhr

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