Oberrieden

Oberrieden will Steuerfuss bei 88 Prozent halten

Die Exekutive rechnet für das kommende Jahr mit einem Plus. Dies dank dem Buchgewinn aus einem Landverkauf und geringeren Abschreibungen.

Die Gemeinde Oberrieden (vorne) will den Steuerfuss im kommenden Jahr unverändert lassen.

Die Gemeinde Oberrieden (vorne) will den Steuerfuss im kommenden Jahr unverändert lassen. Bild: Archiv Sabine Rock

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das kommende Jahr wird für Oberrieden aus finanzieller Sicht ein gutes. Geht es nämlich nach dem Gemeinderat, soll Ende 2019 ein Ertragsüberschuss von 2,6 Millionen Franken übrig bleiben, wie er am Donnerstag in einer Mitteilung bekannt gab. Dies bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 88 Prozent.

Ironischerweise ist für die positive Aussicht das gleiche Projekt verantwortlich, welches im Juni noch für ein schlechtes Jahresergebnis 2017 gesorgt hatte. An der Gemeindeversammlung vom 27. Juni erklärte der damalige Finanzvorstand Roger Müller (SVP) bei der Abnahme der Jahresrechnung 2017, wie aus einem prognostizierten Überschuss am Ende ein Defizit von 2,8 Millionen werden konnte.

Dafür verantwortlich waren ausserordentliche Abschreibungen von 4,3 Millionen Franken, wie er sagte. Diese hat der Gemeinderat im Jahr davor aufgrund des geplanten Verkaufs der Wiese Fachstrasse - direkt unterhalb der Villa Schönfels - budgetiert und musste diese auf Anweisung des Bezirksrates vornehmen, obwohl der Landverkauf platzte.

Fast vier Monate danach sieht die Zukunft wieder rosiger aus. An der Gemeindeversammlung im Juni war der Verkauf des Grundstücks nämlich erneut traktandiert und wurde durchgewunken. Der Erlös von 5,7 Millionen Franken schlägt nun im kommenden Jahr zu Buche und ist damit der Hauptgrund, für den budgetierten Überschuss.

«Wir haben einen Buchgewinn von 2,5 Millionen zu verzeichnen», sagt Sandra Burlet Pavone (FDP), welche mittlerweile aufgrund der Erneuerungswahlen im Frühling das Finanzressort übernommen hat. «Der Grund dafür ist, dass das Grundstück in den Büchern der Gemeinde mit einem tieferen Wert stand, als der Verkaufspreis, den wir erzielen konnten.» Ebenfalls zum erwarteten Gewinn von 2,6 Millionen Franken trage bei, dass das Budget erstmals nach dem neuen harmonisierten Rechnungsmodell (HRM2) ausgeführt wurde und die Abschreibungen im kommenden Jahr voraussichtlich nur rund 1,8 Millionen Franken betragen würden.

Eine Gebergemeinde

Grössere Investitionen stehen im nächsten Jahr keine an in Oberrieden. «Budgetiert sind aber eine Unterflursammelstelle am unteren Bahnhof in der Höhe von 280'000 Franken und die Projektierung für die Sanierung des Fussballplatzes für 150'000 Franken» , sagt Sandra Burlet Pavone. Mit der Projektierung soll die Entscheidungsgrundlage geschaffen werden, ob der Fussballplatz saniert und erweitert werden soll.

Beim Stichwort «Finanzausgleich» gehört Oberrieden zu den so genannten Gebergemeinden. Im kommenden Jahr rechnet die Exekutive damit, dass die Gemeinde rund 2,3 Millionen Franken bezahlen muss.

Trotz der positiven Aussichten will die Exekutive den Steuerfuss aber bei 88 Prozent belassen. Dies, weil der Ertragsüberschuss hauptsächlich aus dem Buchgewinn durch den Landverkauf und den niedrigeren Abschreibungen besteht, wie die Finanzvorsteherin sagt.

Erstellt: 04.10.2018, 17:13 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.