Horgen

Neues Quartier mit 70 Wohnungen in Horgen geplant

Die Obstwiese neben der Feller AG an der Ebnetstrasse in Horgen soll überbaut werden. Ein privater Gestaltungsplan sieht sieben Mehrfamilienhäuser mit 70 Wohnungen vor. Die Gemeindeversammlung muss das Projekt Ebnet im Dezember absegnen.

Die Überbauung soll auf einer Obstwiese neben der Feller AG in der Horgner Ebnet entstehen. Das letzte Wort werden die Horgner Stimmbürger haben.

Die Überbauung soll auf einer Obstwiese neben der Feller AG in der Horgner Ebnet entstehen. Das letzte Wort werden die Horgner Stimmbürger haben. Bild: Screenshot Google Street View

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Horgen wächst und wächst: Auf dem Trift-Areal zwischen Berg- und Gstaldenstrasse sowie zwischen Autobahn und Feller AG soll ein neues Quartier mit total 120 Wohnungen, Gewerberäumen und Büros entstehen. Nun soll auch das Land auf der anderen Seite der Feller AG zwischen Ebnet- und Kummrütistrasse überbaut und damit die letzte Baulücke im Horgner Ebnet geschlossen werden. Der private Gestaltungsplan liegt noch bis am 18. Juni im Gemeindehaus Horgen auf.

Auf dem 17 695 Quadratmeter grossen Grundstück sollen sieben zusammengebaute Gebäudeeinheiten mit circa 70 Mietwohnungen im mittleren Preissegment entstehen. Die Dreieinhalb- bis Fünfeinhalb-Zimmer- Wohnungen sollen dereinst etwa 180 Bewohnern Platz bieten. Im Rahmen des für Horgen mittelgrossen Projekts sei eine parkartige Bebauung geplant, deren Gebäude in der Falllinie des Hangs in der Höhe gestaffelt und versetzt angeordnet werden, heisst es im Gestaltungsplan. Die Überbauung soll von der Kummrütistrasse her erschlossen werden.

Ausserdem ist ein öffentlicher Fussweg geplant, welcher das Grundstück von der Kummrütistrasse zur Ebnetstrasse durchschneidet. Mit Ausnahme einiger Besucherparkplätze an der Ebnetstrasse wird die Parkierung unterirdisch, in zwei Tiefgaragen, organisiert. Die drei bereits bestehenden Gebäude an der Ecke Ebnet- und Kummrütistrasse sind vom Gestaltungsplan ausgenommen. Besonders wichtig war den Planern, den heutigen Charakter der Obstwiese und damit möglichst grosse zusammenhängende Grünflächen zu erhalten, sagen die Planer.

Obstwiese mit Gebäuden

Stephan Schubert ist Partner bei der für die Entwicklung des Gestaltungplans verantwortlichen Planpartner AG. Er erklärt, man habe bereits früh einen Landschaftsarchitekten beigezogen. «Normalerweise kommt dieser erst dann ins Spiel, wenn das Projekt bereits geplant ist. Hier war er von Anfang an dabei.» Schliesslich solle das Ergebnis eine Obstwiese mit Gebäuden sein, nicht Wohnblöcke mit einem Obstbaum daneben.

Dieses Bestreben wird auch durch einen Blick auf das Richtprojekt bestätigt: Zwischen den Häusergruppen sind Grünflächen mit Zwetschgen- und Quittenbäumen, eine Blumenwiese mit Schweizer Saatgut sowie eine Wiese mit Hochstammobstbäumen verzeichnet.

Die an die Ebnetstrasse grenzende Nordecke des Grundstücks bleibt derweil für die Öffentlichkeit reserviert. Denkbar wären ein Kindergarten oder eine Kindertagesstätte. Ebenfalls möglich wäre die Errichtung eines Gebäudes mit einem Gemeinschaftssaal. «Die Schulpflege Horgen wird am 21. Juni entscheiden, ob an dieser Stelle ein Kindergarten benötigt wird. Solange kein Gebäude geplant ist, entsteht ein ­öffentlicher Spielplatz», erklärt Horgens Hochbauvorsteher Joggi Riedtmann.

Bessere ÖV-Verbindungen

Derzeit ist das Horgner Ebnet eher dürftig an den öffentliche Verkehr angebunden. Nur gerade einmal pro Stunde fährt die Buslinie 150 von der Haltestelle Sunnehügeli an der Ecke Ebnet- und Bergstrasse in Richtung Bahnhof Horgen. Bis die neue Ebnet-Siedlung bezugsbereit ist, werde sich dies ändern sagt Riedtmann. «Die Verbesserung der ÖV-Anbindung des Quartiers ist im Gemeinderat bereits ein Thema. Der aus der geplanten Bautätigkeit resultierende Bevölkerungszuwachs in der Fischenrüti, der Stotzweid und im Ebnet wird aber die Verhandlungen mit dem Zürcher Verkehrsverbund erleichtern.»

Bis zum Baubeginn ist allerdings noch ein Stück Weg zu ­gehen. Denn die vom privaten Gestaltungsplan vorgesehene, moderat verdichtete Bauweise weicht von der geltenden Bau- und Zonenordnung (BZO) ab. Deshalb muss die Gemeindeversammlung das Projekt am 13. Dezember absegnen.

Erstellt: 12.06.2018, 08:42 Uhr

Der Gestaltungsplan Ebnet

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