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Neues Konzept als zweite Chance für Bildungsangebot

Der Stadtrat soll das Konzept zur Begabungs- und Begabtenförderung und zur Schulsozialarbeit überprüfen und weiterentwickeln. Ein entsprechendes Postulat von der CVP wurde an der Gemeinderatssitzung vom Montag an den Stadtrat überwiesen.

An der Wädenswiler Gemeinderatssitzung vom Montag dominierten Bildungsthemen.
An der Wädenswiler Gemeinderatssitzung vom Montag dominierten Bildungsthemen.
Archiv Manuela Matt

Die CVP nimmt die Aussagen von Vertretern der Primarschule Wädenswil ernst, wie sie an der gestrigen Gemeinderatssitzung betonte. Laut Primarschule seien die Schulsozialarbeit und die Begabungs- und Begabtenförderung (Begafö) unverzichtbare Elemente für einen erfolgreichen integrativen Unterricht. Umso mehr bedauert die CVP, dass in der Debatte zum Budget 2017 eine Mehrheit des Gemeinderats die Mittel für diese Bereiche markant gekürzt hat.

«Leider wurde nicht genug aufgezeigt, wie die Schule von diesen Elementen profitiert», sagte Patrik Mouron von der CVP-Fraktion. Er habe Zweifel am Konzept, aber nicht am Potenzial der Schulsozialarbeit und der Begafö. Darum fodert die CVP den Stadtrat in ihrem Postulat auf, das Konzept zu überprüfen und weiterzuentwickeln und damit ­diesem «wichtigen Pfeiler des Bildungsangebots eine zweite Chance zu geben».

Resultate nach aussen zeigen

Zu diesem Zweck soll der Stadtrat den Aufgabenbereich und die Zugangskriterien für Schüler genauer definieren und die Wirkung der Instrumente sichtbar machen, indem die Resultate nach aussen gezeigt werden sollen, fordert Mouron.

Johannes Zollinger (EVP), Stadtrat für Schule und Jugend, spürte den guten Willen hinter dem Postulat und nahm dieses entgegen.

Adrian Stocker von der SVP befürchtete jedoch, dass ein neues Konzept der Primarschule mit einer Wiederaufstockung der gekürzten Finanzmittel einhergehe, und stellte den Antrag, das Postulat abzuweisen. Die FDP unterstützt zwar das Postulat, stellt sich aber ebenfalls auf den Standpunkt, dass das Konzept im vorgegebenen finanziellen Rahmen überarbeitet werden müsse. Auch wenn die SP nicht mit allen Punkten des Postulats übereinstimme, unterstütze die Partei dieses im Sinne der Schadensbegrenzung, sagte Edith Brunner von der SP. Schliesslich wurde der Antrag abgelehnt und das Postulat an den Stadtrat überwiesen.

Fehlendes Geld als Ausrede

Ein weiteres Thema im Rat war die Interpellation der Grünen zur Aufwertung des Seegüetli. Heini Hauser (SVP), Stadtrat für Planen und Bauen, zeigte auf, was auf dem von der Stadt gekauften Grundstück bereits erreicht wurde. Der Kiosk und das Beachvolleyballfeld hätten zur Aufwertung beigetragen. Hingegen sei das von den Grünen geforderte WC mit den begrenzten finanziellen Mitteln nur schwer umsetzbar. Rita Hug von den Grünen anerkannte die Antwort des Stadtrats, erachtet aber das fehlende Geld als faule Ausrede. «Es braucht Mut und Investition, um aus dem Seegüetli etwas Tolles zu machen», sagte sie.

Schliesslich wurde auch das Postulat der Grünen zur Steigerung der Energieholznutzung abgeschrieben. Dies, obwohl Ulrich Reiter von den Grünen die Antworten des Stadtrats als unkonkret bemängelte. Statt Antworten zu geben, habe der Stadtrat noch mehr Fragen aufgeworfen. Reiter stellte den Antrag, das Postulat aufrechtzuerhalten. «Ich gehe davon aus, dass alles gewissenhaft beantwortet wurde», entgegnete Heini Hauser und gab zu bedenken, dass zur Erarbeitung der Grundlagen für das umfangreiche Postulat die Ressourcen fehlen. Der Gemeinderat lehnte den Antrag von Reiter schliesslich ab und das Postulat gilt damit als erledigt.

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