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Neuer Anlauf für eine Dreifachturnhalle

Die Sportanlage-Planungen in Richterswil sollen dank einem Alternativstandort für die Dreifachturnhalle neu belebt werden. Anfang April wollen Gemeindebehörden und Repräsentanten der Sportvereine an einem Runden Tisch darüber diskutieren.

Ein Ersatzbau für die Turnhalle Feld I (Bild) könnte die Problematik in Richterswil entschärfen.
Ein Ersatzbau für die Turnhalle Feld I (Bild) könnte die Problematik in Richterswil entschärfen.
Patrick Gutenberg

Seit Jahren gibt an der Delegiertenversammlung der Interessengemeinschaft Richterswiler Sportvereine (IRS) meist dasselbe Reizthema mehr zu reden als Rechnung und Budget: die noch immer unerfüllt gebliebene Forderung der Sportvereine nach der neuen Sportanlage Gesak. «Leider ist es uns nicht gelungen, die Sportanlage Gesak weiter zu bringen», rief IRS-Präsident Hansueli Gegenschatz auch an der diesjährigen Delegiertenversammlung vom Donnerstag im reformierten Kirchgemeindehaus in seinem schriftlichen Jahresbericht in Erinnerung.

Damit fehlten in der massiv gewachsenen Gemeinde nach wie vor ein zusätzlicher Fussballplatz, weitere Sportplätze und vor allem eine Dreifachturnhalle. Seit 2014 — als die Gemeindeversammlung für das millionenschwere Gemeindesportanlagenkonzept (Gesak) im Burgmoos ein Gebiet im kommunalen Richtplan festgesetzt hatte — war es in der Tat still um das ambitionierte Vorhaben geworden. Weil sich die Gemeinde mit betroffenen Grundeigentümern nicht einigen konnte, das planungsrechtliche Verfahren sich als komplexer als angenommen erwies und wohl auch, weil sich die Gemeindefinanzen seither drastisch verknappt hatten. IG-Präsident Hansueli Gegenschatz ortete an der Delegiertenversammlung der IRS aber noch einen andern Grund: Weil es den Gemeindebehörde am erforderlichen Herzblut für das Anliegen mangle.

«Unbequemer auftreten»

In seinem Grusswort nahm Gemeindepräsident Hans Jörg Huber (FDP) den Ball gleich auf und betonte, dass das Gesak-Projekt eben derzeit auch in Konkurrenz mit anderen gewichtigen Investitionsvorhaben stehe: etwa der Erweiterung der Schulanlage Töss mit oder ohne neue Turnhalle, der Erneuerung des Alterszentrums Wisli und der Revitalisierung des Dorfzentrums.

Vor diesem Hintergrund müssten sich die Sportvereine denn auch stärker für die geforderten Sportanlagen engagieren und dürften dabei in der Öffentlichkeit und gegenüber den Behörden durchaus «etwas unbequemer» auftreten, bemerkte der Gemeindepräsident und einstige Vize-Präsident der IRS, Hans Jörg Huber. Gelegenheit dazu haben die Repräsentanten der örtlichen Sportvereine schon am 5. April dieses Jahres. Auf dieses Datum hin haben die Gemeindebehörden und die IRS nämlich einen gemeinsamen Runden Tisch zum weiteren Vorgehen bezüglich Gesak anberaumt.

Ersatz für Turnhalle Feld I

Dabei soll es nicht bloss um den grossen Wurf, sondern allenfalls auch um einen Zwischenschritt als Alternative gehen, welche die Platznot der Sportvereine schon mal spürbar entschärfen könnte: nämlich um den allfälligen Ersatz der Turnhalle in der Schulanlage Feld I durch eine neue Dreifachturnhalle, wie Huber und Gegenschatz übereinstimmend gegenüber der ZSZ sagten. Anders als bei den Gesak-Plänen im nahen Burgmoos könnte die neue Halle im Feld I vollständig auf Gemeindeland realisiert werden.

Im Weiteren genehmigte die Versammlung diverse Jahresberichte, Rechnung und Budget und beschloss für die Turnhallen-Reservierung der Vereine auf 2018 ein Online-System einzurichten. Als Nachfolger des nach 12 Jahren zurückgetretenen Beni Schwager wählte die Versammlung den früheren Präsidenten des Tennisclubs Burgmoos, Daniel Stiefel, in den Vorstand. Präsident Hansueli Gegenschatz und die übrigen Vorstandsmitglieder wurden im Amt bestätigt.

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