Samichlaus

Neue Samichläuse sind schwer zu finden

Die Nachfrage nach dem Samichlaus ist gross , die Lust ins Chlauskostüm zu steigen jedoch klein. In Samstagern und Horgen ist es schwierig, neue Samichläuse zu finden.

Der Chlauseinzug, wie hier in Wädenswil, erfreut sich immer wieder grosser Beliebtheit. Doch in einzelnen Gemeinden des Bezirks Horgen wird es immer schwieriger genügend Chläuse zu finden.

Der Chlauseinzug, wie hier in Wädenswil, erfreut sich immer wieder grosser Beliebtheit. Doch in einzelnen Gemeinden des Bezirks Horgen wird es immer schwieriger genügend Chläuse zu finden. Bild: Michael Trost

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Die Samichläuse der Region haben heute alle Hände voll zu tun. Zahlreiche Kinderwünsche haben sie zu erfüllen und werden hin und wieder liebevoll mahnend den Zeigefinger erheben. Auch wenn viele Familien die Ausweichtermine vom 3., 4. oder 5. Dezember in Anspruch genommen haben, ist der Terminkalender der Chlausgesellschaften im Bezirk am 6. Dezember brechend voll.

Die Rollen von Samichlaus und Schmutzli sind jedoch nur schwer zu besetzen. Besonders zu spüren bekommt dies die Chlausvereinigung Samstagern, wie deren Verantwortlicher Fabian Wohlwend sagt: «Dieses Jahr mussten wir sogar einigen Eltern und deren Kindern absagen.» Die Flut der Anfragen speziell für den 6. Dezember konnten von den 30 Mitgliedern der Chlausvereinigung nicht mehr bewältigt werden. «Gebucht werden können nur noch vereinzelte Randtermine», sagt Wohlwend. Jeweils im dreier Gespann besuchen der Samichlaus, der Schmutzli und der Engel die Kinder im Bezirk Horgen, aber auch Familien in den angrenzenden Gemeinden des Kantons Schwyz.

Strahlende Augen als Lohn

Um neue Chläuse zum Mitmachen zu animieren, hat die Chlausvereinigung vor kurzem einen Workshop durchgeführt, wobei sich die Samichläuse weiterbilden konnten. «Wir haben viel Werbung dafür gemacht, leider aber kein Feedback von interessierten Freiwilligen erhalten, die sich nach wie vor unter melden können», bedauert Wohlwend. Warum niemand mehr in die Rolle des Chlaus schlüpfen möchte, ist für Wohlwend nicht ersichtlich: «Ich kenne keine Freiwilligenarbeit mit einem besseren Lohn: den strahlenden Augen der Kinder.»

Komplett ausgebucht sind die fünf Samichläuse mit ihren Schmutzlis aus Horgen, die vom Männerverein Horgen organisiert werden. «Wir mussten zwar keine Absagen erteilen, konnten aber auch nicht jeden Terminwunsch einhalten und muss daher Ausweichdaten vorschlagen», sagt Tony Imlig, Oberchlaus des Männervereins. Auch beim Männerverein lauft die Rekrutierung von Samichläusen harzig. «Immerhin konnte ich dieses Jahr einen neuen Schmutzli finden.» Dieser ist derzeit mit Samichlaus Toni Imlig unterwegs und wird im nächsten Jahr selbst den roten Mantel tragen.

In Langnau gibt es genügend Chläuse. «Letztes Jahr ist sogar ein Pärchen dazugestossen», sagt Monika Oberholzer, Verantwortliche der Samichläuse Langnau. Dort besuchen der Samichlaus und der Schmutzli an drei bis vier Abenden bis zu 200 Kinder. Auch die Chlauszunft Wädenswil hat laut Markus Würmli momentan genügend Chläuse. «Wir sind jedoch immer froh um freiwillige Helfer», sagt Würmli. Am 6. Dezember ist das Programm bereits sehr voll. «Trotzdem nehmen wir uns genügend Zeit für jedes Kind», versichert Würmli. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 05.12.2016, 17:38 Uhr

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