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Neue Pläne für Überbauung im Langnauer Zentrum

Eine Überbauung mit 15 Wohnungen soll am Josackerweg im Langnauer Zentrum entstehen. Seit 13 Jahren versucht die Eigentümerin nun schon ein geeignetes Projekt auf die Beine zu stellen. Bislang scheiterte es jeweils an Einwendungen von Nachbarn und an der Gemeinde.

Baufällig ist das Gebäude im Zentrum oberhalb der Haltestelle Dorf. Die Eigentümer unternehmen einen weiteren Versuch für einen Neubau.
Baufällig ist das Gebäude im Zentrum oberhalb der Haltestelle Dorf. Die Eigentümer unternehmen einen weiteren Versuch für einen Neubau.
Manuela Matt

Es gilt als baulicher Schandfleck im Langnauer Zentrum: das rund 1000 Quadratmeter grosse Gebiet am Josackerweg direkt hinter der Bushaltestelle Dorf. Seit nunmehr 13 Jahren versucht die Spinnerei Langnau AG – als Eigentümerin des Grundstücks – das mehr als baufällige Gebäude und den Autoabstellplatz durch eine neue Überbauung zu ersetzen. Einwendungen, Einsprachen und eine nicht erteilte Baubewilligung von Seiten der Gemeinde sorgten immer wieder für neue Verzögerungen.

Nun hat die Eigentümerin eine neue Baueingabe eingereicht. Das aktuelle Projekt sieht ein vierstöckiges Gebäude mit 15 Mietwohnungen, 29 unterirdischen Parkplätzen und vier Aussenparkplätzen vor. Die 2 ½- bis 4 ½-Zimmer Wohnungen sollen auch als Alterswohnungen genutzt werden können. Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auf 7 Millionen Franken.

Korrigiertes Projekt

Corinne Stebler, die Geschäftsfüherin der Spinnerei Langnau AG hofft, dass dieses Projekt nun zum Ziel führen wird. Der letzte Versuch aus dem Jahr 2015 mit einem ähnlichen Projekt von 14 Wohnungen scheiterte an der Gemeinde Langnau, welche die Baubewilligung nicht erteilte. «Die Baukommission empfand beispielsweise die Anordnung der Fenster und die in die Fassade integrierten Balkone als nicht kernzonenkonform» sagt Corinne Stebler.

Diese Bemängelungen wurden nun im neuen Projekt korrigiert. Mit der Moccetti Nufener & Partner AG hat die Spinnerei Langnau AG auch ein neues Architekturbüro als Partner, das bereits Erfahrungen mit Bauten in Langnau hat und damit auch mit der lokalen Zonenordnung vertraut sein dürfte. Die Firma hat beispielsweise bereits Wohnungen entlang der Höflistrasse realisiert.

Im Vorfeld der Baueingabe hat die Eigentümerin auch das Gespräch mit den direkten Nachbarn der betroffen Parzellen gesucht. Und das nicht ohne Grund: In der Vergangenheit scheiterte das Projekt auch an Einsprachen von Anwohnern.

Im November 2011 gelangte ein Anwohner mit einer Einsprache bis vor Bundesgericht. Damals war das Projekt mit 18 geplanten Wohnungen grösser konzipiert als heute. Streitpunkt war die Verlegung eines Weges, der momentan mitten durch das Grundstück verläuft. Er soll um einige Meter an den Rand Richtung Neue Dorfstrasse verlegt werden, was dem Anwohner missfiel. Der Rekurrent blitzte Ende 2013 jedoch vor Bundesgericht ab. Dieses argumentierte, die Verlegung des Weges an den Rand erscheine sinnvoll, weil dadurch die Überbaubarkeit des Grundstücks auch unabhängig von einem konkreten Bauprojekt verbessert werde.

Zeitplan ist noch offen

Trotz des Segens von den Richtern aus Lausanne redimensionierte die Spinnerei Langnau AG das Projekt in der Folge, vor allem deshalb, weil damit keine Ausnahmebewilligung der Gemeinde für die Überbauung mehr nötig ist. Erfolgt nun mit dem aktuellen Projekt die Baubewilligung ohne Einsprachen, will die Eigentümerin zuerst das alte, zerfallene Gebäude auf dem Grundstück abreissen. Dieses sorgte in den letzten Jahren auch für Gesprächsstoff im Dorf, weil sich in den baufälligen Mauern zeitweise Besetzer einnisteten. «Danach planen wir Schritt für Schritt die Umsetzung des Projekts», sagt Stebler. Einen genauen Zeitplan für die Bauarbeiten kann sie deshalb zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht kommunizieren.

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