Wädenswil

Neu gestaltetes Fabrikareal als Tor zum Zentrum

Den Eingang zum Wädenswiler Zentrum bildet die ehemalige Metallwarenfabrik. Deren Gesicht soll sich nun ändern aber ihr Charakter erkennbar bleiben.

Ein neues Quartier mit rund 150 Wohnungen soll anstelle der ehemaligen Metallwarenfabrik entstehen.

Ein neues Quartier mit rund 150 Wohnungen soll anstelle der ehemaligen Metallwarenfabrik entstehen. Bild: Visualisierung / pd

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Entlang der Zugerstrasse, kurz vor dem Wädenswiler Zentrum, steht eine lange Fabrikhalle. Ihre Glanzzeiten, als hier der Landi-Stuhl und allerlei nützliche Metallgegenstände produziert wurden, sind vorbei. Längst befinden sich Wohnsiedlungen in der unmittelbaren Umgebung. Höchste Zeit, dass auch die in die Jahre gekommene Fabrikhallen der ehemaligen Metallwarenfabrik (Mewa) in das Stadtquartier integriert werden.

Die Eigentümerin, die Blattmann Metallwarenfabrik AG, hat nun mittels eines Architekturwettbewerbs ein Richtrojekt auserkoren, das zur Gestaltung des Areals weiterverfolgt werden soll. Morgen kann sich die Bevölkerung an einem Tag der offenen Tür in der Mewa umfassend über das Projekt von Hosoya Schaefer Architekten informieren.

Reminiszenz an Fabrik

Rund 150 Wohnungen und eine Gewerbefläche von über 2000 Quadratmetern planen die Architekten anstelle des Fabrikgebäudes. Als markantes Gestaltungselement wollen sie einen Teil des Schmetterlingsdachs der ehemaligen Produktionshalle stehen lassen. «Hosoya Schaefer ist es gelungen, für die Zukunft zu planen und gleichzeitig auch der Vergangenheit gerecht zu werden», sagt Christof Diener, Vertreter der Eigentümer.

Neben der Reminiszenz an die seit den 1930er Jahren auf diesem Areal produzierende Blattmann Metallwarenfabrik AG überzeugte das Richtprojekt die Jury vor allem durch die flexible, über die Jahre einfach wandelbare Nutzung der Gewerbeflächen und Aussenräume. Aber auch die Wohnungsgrundrisse und die Lösungen in Bezug auf Logistik und Parkplätze trugen zur Wahl des Projekts von Hosoya Schaefer Architekten zum Sieger bei.

Dass sich das Mewa-Areal vom Industrieareal in ein gemischtes Areal für Wohnen und Gewerbe verändern wird, ist schon länger bekannt. Schliesslich befindet sich das Areal heute am Übergang von Zentrum zu den Wohnquartieren. «Reine Industrieareale sind an der Periferie, wo niemand wohnt, besser aufgehoben», sagt Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP). Daher sei die geplante Transformation aus der Sicht der Stadtentwicklung nachvollziehbar und quartierverträglich.

Kutter begrüsst, dass die Eigentümer auf eine fürs Quartier und die Stadt zuträgliche Nutzung Wert legen, wie zum Beispiel Treffpunkte, öffentliche Wege und Quartierversorgung. Bereits im Zuge der Umzonung des Areals im Oktober 2016 hat der Gemeinderat Rahmenbedingungen geschaffen und einen Anteil günstiges Wohnen und Gewerbe vorgeschrieben. Diese Kriterien seien von den Eigentümer gut aufgenommen und umgesetzt worden.

Als interessanten und guten Impuls sieht Kutter die Entwicklung des Mewa-Areals die zusammen mit dem Projekt für das Wädenswiler Zentrum mit und um den Coop die Attraktivität der Stadt Wädenswil steigere. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.09.2018, 17:32 Uhr

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