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Naturschutzverein fordert mehr Biodiversität im Au-Park-Projekt

Der Naturschutzverein Wädenswil bemängelt den privaten Gestaltungsplan Au-Park. Das Potenzial zur Förderung der Biodiversität werde zu wenig ausgenutzt.

Auf dem Auparc-Gelände soll es nebst einer Kantonsschule auch Wohnungen, Gewerbe und Läden geben. Der Naturschutzverein Wädenswil kritisiert nun den vorliegenden Gestaltungsplan.
Auf dem Auparc-Gelände soll es nebst einer Kantonsschule auch Wohnungen, Gewerbe und Läden geben. Der Naturschutzverein Wädenswil kritisiert nun den vorliegenden Gestaltungsplan.
Archiv Steve Springer

Nach den Einwendungen der Grünen fordert nun auch der Naturschutzverein Wädenswil, dass der private Gestaltungsplan des Au-Parks angepasst wird. Der Naturschutzverein fordert daher, dass der private Gestaltungsplan hinsichtlich der Integration und Förderung von Natur und Artenvielfalt an und auf Gebäuden und im Gestaltungsplan-Perimeter allgemein überarbeitet wird.

Die Intershop Holding AG plant auf dem ehemaligen Alcatel-Areal in der Nähe des Bahnhofs Au neben einer Kantonsschule rund 200 Wohnungen, Gewerbe sowie Läden. Derzeit liegt der private Gestaltungsplan öffentlich auf.

Unklar und wenig durchdacht

Die Naturschützer sind der Meinung, dass der Gestaltungsplan zwar «sehr grosses Potenzial zur Förderung der Arten- und Naturvielfalt aufweist». Dieses Potenzial werde aber nicht genutzt. Ökologie bedeute nicht nur ein effizienter Umgang mit Energie, sondern auch ein schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen, sowie eine Förderung von Lebensräumen und Organismen».

Dem Gestaltungplan in seiner jetzigen Form fehle es an einem Gesamtkonzept zur Förderung der Biodiversität, bemängelt der Naturschutzverein Wädenswil. Zwar sollen Aussen- und Freiräume sorgfältig gestaltet werden. Wie dies konkret geschehen soll, bleibe jedoch offen. Abhilfe schaffen könnte der Beizug einer Umweltbaubegleitenden Person (UBB), schlägt der Naturschutzverein vor. Deren Aufgabe wäre es sicherzustellen, dass der Artenvielfalt während und nach der Bauphase Rechnung getragen werde.

Des Weiteren monieren die Wädenswiler Naturschützer das Fehlen eines Entwässerungskonzepts mit oberirdischem Regenwassermanagement. Der Klimawandel bringe nicht nur heissere Sommertemperaturen, sondern auch mehr Starkregen. Deshalb müsse sichergestellt werden, dass das überschüssige Regenwasser lokal versickern könne. Beispielsweise in Sickergruben. Kombiniert mit einer standortgerechten Bepflanzung hätten solche Biotope nicht nur einen ökologischen, sondern auch einen ästhetischen Mehrwert.

«Übermässige Lichtemissionen» verhindern

Ebenso unklar ist dem Naturschutzverein, warum zu Gunsten von Solaranlagen keine flächendeckende Begrünung der Dächer vorgesehen ist. Dies sei kombiniert mit Solaranlagen möglich. Die Forschungsgruppe Stadtökologie der ZHAW Wädenswil erforscht zudem eben solche Lösungen.

Für die Zeit nach Beendigung der Bauarbeiten, lässt der Gestaltungsplan wieder viele Fragen des Wädenswiler Naturschutzvereins unbeantwortet. So gebe es etwa zum Unterhalt der Aussen- und Freiräume keinerlei Anhaltspunkte. Ebenfalls keine Rechnung getragen werde dem Thema Licht. Die Lage des Au-Park-Areals, nahe der Halbinsel Au und ihren bedeutenden Feuchtgebieten, verlange nach einem Beleuchtungskonzept, welches übermässige «Lichtemissionen während der Nachtstunden» verhindere.

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