Wädenswil

Nächstes Stück des Seeuferwegs wird frühestens 2021 erstellt

Soll der Abschnitt Seeplatz–Giessen des Seeuferwegs am Ufer oder im See entstehen? Der Kanton Zürich hat beide Varianten abgeklärt. Die Stadt Wädenswil muss sich jetzt entscheiden. Das dürfte nicht einfach werden.

Ob schwimmend oder dem Ufer entlang: Jetzt schon klar ist, dass die Verbindung zwischen Seeplatz und Giessen nicht billig wird.

Ob schwimmend oder dem Ufer entlang: Jetzt schon klar ist, dass die Verbindung zwischen Seeplatz und Giessen nicht billig wird. Bild: Moritz Hager

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20 Millionen Franken sollte die Schliessung der letzten Lücke des Seeuferwegs in Wädenswil kosten. So liess der Kanton Zürich vor Jahresfrist verlauten. 20 Millionen für einen schwimmenden Steg zwischen dem Seeplatz und der Halbinsel Giessen. Der Wädenswiler Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) empfand das als eher viel. Schliesslich müsste die Stadt laut Gesetz ein Fünftel der Kosten übernehmen. Inzwischen hat der Kanton eine Machbarkeitsstudie durchgeführt.

Die Frage lautete, ob eine schwimmende Variante an dieser Stelle überhaupt realisierbar ist und wie hoch die Kosten im Vergleich zu denjenigen für eine Variante am Ufer wären. «Das Resultat liegt jetzt vor und ist mit den Vertretern der Stadt Wädenswil besprochen worden», wie Thomas Maag, Mediensprecher der kantonalen Baudirektion, bestätigt. Die Studie bleibt vertraulich. Weitere Fragen beantwortet nur die Stadt Wädenswil.

Nicht viel günstiger

Wie Bauvorstand Heini Hauser (SVP) sagt, sind für den Wädenswiler Stadtrat noch beide Varianten im Rennen. «Es gibt keinen klaren Favoriten», hält er fest. Beide Varianten hätten Vor- und Nachteile. Ein Weg dem Ufer entlang ist also genauso noch möglich wie ein schwimmender Steg. Auch der Kanton sei beiden Varianten gegenüber offen gewesen, sagt Hauser. Wohl im Lauf des Novembers werden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie im Stadtrat diskutiert. Ein Negativpunkt bleibt. Denn nicht so erfreulich war offenbar das Ergebnis in der Kostenfrage. Unter Berücksichtigung aller Kosten werde der schwimmende Steg nicht wesentlich günstiger, sagt Heini Hauser.

Klar ist inzwischen, dass eine Realisierung des Abschnitts kaum vor 2021 möglich ist. Gemäss Thomas Maag gibt es bei Seeuferwegprojekten hohe umweltrechtliche Anforderungen und zu klärende Grundeigentumsverhältnisse. Zudem sind politische Hürden vorhanden. So ist es möglich, dass die Wädenswiler an der Urne über das Projekt entscheiden müssen. Und schliesslich muss das Projekt ­öffentlich aufgelegt werden. Es könnte also auch noch Einsprachen dagegen geben.

Weitere konkrete Projekte erwähnt der Regierungsrat im kürzlich veröffentlichten Bericht zum Zürichseeweg nicht. Allerdings sei das Amt für Verkehr mit verschiedenen Gemeinden im Kontakt, «um mit lokalen Verbindungen und Aufwertungsmassnahmen die Fusswegverbindung entlang des Ufers attraktiver zu gestalten». Zu diesen Gemeinden dürfte zumindest Thalwil zählen, welches kürzlich bekannt gab, dass quer durch den Badeplatz Ludretikon ein Teilstück entstehen soll. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 19.10.2017, 09:06 Uhr

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