Wädenswil

Nächsten Monat erfolgt Baueingabe für 309 Wohnungen

2017 sollen die Bagger am Holzmoosrütisteig auffahren. Die Hangenmoos AG will nächsten Monat die Baueingabe für 309 neue Wohnungen einreichen. Die jetzigen Mieter haben die Kündigung erhalten.

Die 19 Gebäude der Hangenmoos AG zwischen Holzmoosrüti- und Zugerstrasse sind nicht mehr zu retten und müssen einem Neubau weichen.

Die 19 Gebäude der Hangenmoos AG zwischen Holzmoosrüti- und Zugerstrasse sind nicht mehr zu retten und müssen einem Neubau weichen. Bild: Kurt Heuberger

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Ein grosser Teil des Holzmoosrüti-Quartiers wird in den nächsten Jahren erneuert. Nachdem die Bauarbeiten am Holzmoosrütisteig für einen 113 Meter langen Neubau bereits in vollem Gang sind, werden nun auch die Pläne für die neue Siedlung der Hangenmoos AG entlang der Holzmoosrütistrasse konkret. «Das Gesuch zur Erteilung der Baubewilligung wird voraussichtlich des nächsten Monats eingereicht», sagt Franca Comalini Architektin und Mitglied der Geschäftsleitung der Hangenmoos AG. Ab Herbst 2017 will die Hangenmoos AG mit der Realisierung des Projekts beginnen. Geplant wird dieses von Annette Gigon/Mike Guyer Architekten, die auch den Prime Tower in Zürich realisiert haben.

Verkürzte Kündigungsfrist

Dazu werden die 19 Wohnhäuser mit insgesamt 253 Wohnungen zwischen Holzmoosrütistrasse und Zugerstrasse abgerissen. Entstehen sollen auf dem Areal 309 neue Mietwohnungen in verschiedenen Grössen und im mittleren Preissegment. Weitere Details wird die Hangenmoos erst mit der Baueingabe kommunizieren. Alle Mieter hätten in diesen Tagen einen Brief sowie die Kündigung der bestehenden Mietverhältnisse per 30. September 2017 erhalten, teilt Comalini mit. «Wir möchten unseren Mietern damit die maximal mögliche Zeit für die Suche nach einer neuen Lösung geben». Auch räumt die Hangenmoos AG ihren Mietern flexiblere Kündigungsbedingungen ein. Ab sofort betrage die Kündigungsfrist nur noch zwei Wochen.

Wie eine Mieterin, die nicht in der Zeitung genannt werden will, mitteilt, seien schon einige Mieter ausgezogen. Noch vor einem Jahr hatten die Mieter angekündigt sich gegen einen Abriss zu wehren. Hierfür zogen sie eine Petition in Erwägung. Sie befürchteten, sich die Mieten nicht mehr leisten zu können. Diese sollen zwar durch den Neubau etwas teurer werden, aber für den Mittelstand und Familien bezahlbar sein. «Die meisten fügten sich ihrem Schicksal», sagt die Mieterin. Eine Petition käme daher nicht mehr in Frage.

Bereits vor einem Jahr kam die Hangenmoos AG nach einer sorgfältigen Prüfung zum Schluss, dass die im Jahr 1967 erstellten Häuser abgerissen werden müssen. Bei einer Sanierung hätten die Gebäude erdbebensicher gemacht und die Fassaden isoliert werden müssen. Zudem seien die 1967 erstellten Wohnungen stark abgelebt und entsprächen nicht mehr den heutigen Standards und Vorschriften. Die Badezimmer seien zum Beispiel zu klein. Gemäss Comalini sei aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht für die Hangenmoos AG eine Sanierung nicht vertretbar. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 30.11.2015, 16:49 Uhr

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