Sturmschäden

Nach dem Sturm meiden Pfadis und Cevis den Wald

Der Sturm Burglind hat auch Nachwirkungen für die Freizeitsportler und Jugendgruppen im Bezirk. Viele von ihnen können den Wald momentan nicht für ihre Aktivitäten nutzen. Anders sieht es aus bei den Waldkindergärten.

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Burglind hat in den Wäldern am Zimmerberg grosse Schäden angerichtet. Die Aufräumarbeiten laufen zwar auf Hochtouren, jedoch sind noch immer viele Waldstrassen verbarrikadiert. «Derzeit ist die Situation im Wald weiterhin gefährlich, da schräge oder instabile Bäume jederzeit kippen können. Der Wald sollte, wenn überhaupt, mit grosser Vorsicht und aufmerksam begangen werden», lässt beispielsweise das Forstrevier Thalwil-Oberrieden-Langnau auf der Website der Gemeinde Thalwil verlautbaren. Von dieser Ausnahmesituation betroffen sind nicht nur Spaziergänger und Reiter, sondern auch verschiedene Freizeitvereine.

Jugendgruppen wie der Cevi Thalwil-Gattikon-Langnau oder die Pfadi H2O verbringen traditionell ihre Samstage im Wald. Beim Cevi wurde beschlossen am kommenden ersten Samstag nach den Schulferien das Programm entsprechend anzupassen. «Nachdem wir beim Förster Rat eingeholt haben, haben wir entschieden, am nächsten Samstag noch nicht in den Wald zu gehen. Dies zur Sicherheit der Kinder», sagt Abteilungsleiter Elias Forrer. So auch die Pfadi H2O. Abteilungsleiter Nicolo Bardill erklärt, auch ihnen habe der lokale Förster geraten, den Wald vorerst zu meiden.

Langnauer Wurzelkinder

Auch die Läufer des Sihltaler Sportclubs (SSC) verzichten vorerst auf das Training im Wald. Stefan Glöckler, Vizepräsident des SSC, erklärt auf Anfrage, der Grund dafür sei nicht primär die Gefahr eventuell umknickender Bäume. «Vielmehr geht es um die bereits gestürzten Bäume und herabgefallenen Äste, welche Hindernisse für uns Läufer darstellen». Die Situation werde aber mit Gelassenheit gesehen, schliesslich gebe es genug Ausweichmöglichkeiten wie die Sportanlage Brand in Thalwil oder Quartierstrassen, sagt Glöckler.

Nicht auf einen Waldbesuch verzichtet hat der Waldkindergarten Wolfgraben Langnau. Bereits Anfang Woche nahmen die Kinder erstmals ihren von Burglind verwehten Waldort in Augenschein.

Die vom Sturm entwurzelten Baumstrünke wurden mit Begeisterung in Beschlag genommen, wie Fotos zeigen. «Im Gebiet des Waldorts der Gruppe in der Nähe des Pfadiheims ist es ungefährlich», erklärt Dora Murer, Präsidentin Schulpflege Langnau. Dies bestätigt auch Bianca Guggenheim, Mitarbeiterin Kommunikation des Wildnisparks Zürich. Die zuständigen Kindergärtnerinnen stünden in stetem Kontakt mit Rangern des Wildnisparks Zürich, sagt Murer.

Der Waldkindergarten Wolfgraben ist kein Einzelfall. Auch der Waldkindergarten der Schule Werd/Dietlimoos zieht weiterhin in den Wald. Laut Schulleiterin Helena Illi habe der Waldort der Gruppe am Entlisberg den Sturm unbeschadet überstanden und es bestehe keine Gefahr für die Kinder. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 11.01.2018, 16:02 Uhr

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