Thalwil

Mehr Leben auf dem Pfisterareal

Im Rahmen einer Ideenwerkstatt diskutierten am Samstag 60 Thalwiler, wie das Pfisterareal belebt werden könnte. Nebst einem regelmässig geöffneten Café wurden auch bauliche Massnahmen vorgeschlagen.

Thalwilerinnen und Thalwiler tauschten sich über die Nutzung des Pfisterareals aus.

Thalwilerinnen und Thalwiler tauschten sich über die Nutzung des Pfisterareals aus. Bild: Patrick Gutenberg

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Das Pfisterareal im Dorfkern von Thalwil soll belebter werden. Das ist eines der Ziele des Gemeinderats für die laufende Legislatur. Denn trotz der schönen Lage in der Nähe des Gemeindehauses (siehe Karte), wird das Areal, zu dem nebst dem Pfisterhaus, der Pfisterschüür und der Trotte auch die Familiengärten Isisbüel und ein Rosengarten gehören, nur wenig genutzt. Eine Ausnahme bilden alle zwei Jahre die Kulturtage, während denen sich das Pfisterareal jeweils in einen lebendigen Treffpunkt verwandelt.

Um dies zu ändern, fanden sich am Samstag auf Einladung der Gemeinde gut 60 Anwohner, Kulturschaffende, Vertreter verschiedener Vereine und des Ressorts Gesellschaft im Gemeindesaal Thalwil zu einer Ideenwerkstatt ein. «In Thalwil hat es sich bewährt, die Bevölkerung früh in Projekte wie etwa die Belebung des Pfisterareals einzubeziehen», sagte Hanspeter Giger (GLP), Vorsteher des Ressorts Gesellschaft. Das Problem mit dem Pfisterareal sei, dass es nicht regelmässig genutzt werde. Vor allem die Aussenräume seien zu wenig belebt. «Dadurch wirkt das ganze Areal wenig einladend.»

Aufgeteilt in gut ein Dutzend Gruppen, steckten die Teilnehmer der Ideenwerkstatt ihre Köpfe zusammen und trugen erste, grobe Vorschläge und Visionen für das Pfisterareal auf grossen Papierbögen zusammen. Unisono bestand der Wunsch nach einem Café oder einer Beiz, vor allem aber regelmässige Öffnungszeiten, damit sich das Areal zum Treffpunkt für die Bevölkerung entwickeln könne. Zudem brauche es eine zentrale Stelle zur Koordination der Aktivitäten auf dem Pfisterareal.

Engagierte Anwohner

Die besten Ideen wurden gesammelt und in neun Themen wie etwa «Bau», «Gärten», «Anlässe» und «Gastro» eingeteilt. Danach gruppierten sich die Teilnehmer neu, um erste Pläne für den gewählten Themenbereich zu entwickeln.

An Engagement mangelte es am Samstag bis zum Schluss nicht. «Als Anwohner sind wir interessiert daran zu wissen, was auf dem Pfisterareal geschieht», fassten Georges und Iris Müller ihre Motivation zur Teilnahme an der Werkstatt zusammen. Zusammen mit dem Grafiker Michael Kling wollen sie für das Pfisterareal ein eigenes Branding, sprich eine Identität, erarbeiten. Dazu brauche es aber zuerst ein Nutzungskonzept.

Rosengarten als Park

Irene Mahrer hatte sich für die Gruppe entschieden, die Vorschläge sammelte, um die Gärten der Bevölkerung näher zu bringen. Beispielsweise mittels eines Tauschmarkts für Gemüse aus dem Schrebergarten. Zudem könnte der Rosengarten als Park genutzt werden. «In den Schrebergärten ist viel Wissen über Pflanzen und Biodiversität vorhanden. Das wollen wir mit der restlichen Bevölkerung teilen.»

Konkrete Pläne für Baueingaben, stellte die Ideengruppe um den Thalwiler Architekten Andreas Friedrich in Aussicht. Das Pfisterareal müsse in näherer Zukunft hindernisfrei zugänglich gemacht werden. Zudem sei es an der Zeit, die Gebäude zu sanieren. «Seit der Installation des Lifts für das Ortsmuseum im Pfisterhaus vor etwa 30 Jahren ist an den Häusern nicht mehr viel gemacht worden», sagte Friedrich.

Machbarkeit wird geprüft

Im Laufe des Dezembers will die Gemeinde Thalwil die Vorschläge der Ideenwerkstatt vom Samstag auswerten und auf ihre Machbarkeit prüfen. Anfang März sollen die Projektgruppen mit der Ausarbeitung der einzelnen Vorhaben beginnen. Die Präsentation der Ergebnisse findet im Juli statt.

Erstellt: 01.12.2019, 15:29 Uhr

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