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Massenschlägerei überschattet die Langnauer Chilbi

Zwei Gruppierungen von jeweils rund 30 Personen gingen am Samstagabend an der Chilbi in Langnau aufeinander los. Die Kantonspolizei rückte mit mehreren Patrouillen aus und führte Personenkontrollen durch. Der Konflikt zeichnete sich bereits am Tag zuvor ab.

Die Chilbi-Idylle in Langnau wurde am Samstag kurzzeitig durch eine Massenschlägerei unterbrochen.
Die Chilbi-Idylle in Langnau wurde am Samstag kurzzeitig durch eine Massenschlägerei unterbrochen.
David Baer

«So etwas habe ich noch nie erlebt», sagt der Langnauer Gemeinderat und Vorsteher der Kultur- und Freizeitkommission Rolf Schatz (GLP). Am Samstagabend brach an der Chilbi kurz nach 23 Uhr eine kurze aber heftige Massenschlägerei zwischen zwei Gruppierungen von jeweils rund 30 jungen Männern los. «Es war direkt neben dem Autoscooter im unteren Teil der Chilbi», sagt Schatz. Plötzlich seien sich die beiden Gruppen gegenübergestanden und gingen aufeinander los. «Nach fünf Minuten war alles vorbei, die Männer rannten in verschiedene Richtungen weg.»

Vier Polizisten patrouillierten

Die Kantonspolizei Zürich bestätigt den Vorfall. «Mehrere Patrouillen rückten nach Langnau aus und kontrollierten Personen beim Bahnhof», sagt Mediensprecher Marc Besson. Laut Kantonspolizei kam es zu keinen Verhaftungen, auch wurde niemand verletzt. Das heisst aber nicht, dass der Vorfall harmlos war. «Es gab diverse Blutspuren am Boden», sagt Rolf Schatz. Er sei froh, dass keine der Chilbibesucher verletzt wurden – «nur eine Person wurde umgeworfen, als die Männer davonrannten».

Schatz weiss, dass der Konflikt seinen Ursprung im Abend davor hatte. «Da bekamen sich an der Chilbi ein Langnauer und ein Auswärtiger in die Haare», sagt er. Die beiden Männer hätten dann für den folgenden Abend ­jeweils ­weitere Leute mobilisiert, die sich am Samstagabend den Schlag­abtausch lieferten. «Die beiden Gruppierungen ­hatten einen Migrationshintergrund», sagt Schatz. «Die auswärtigen Männer kamen aus der ­Region Wädens­wil/Horgen.» Die Gemeinde Langnau habe nach dem Vorfall am Freitag zwar zur Sicherheit für den Samstag vier Polizisten aufgeboten, die auf dem Chilbigelände patrouillierten. «Sie waren aber machtlos, als wie aus dem Nichts plötzlich rund 60 Männer aufeinander losgingen», sagt Schatz. Keiner hätte ahnen können, dass am Samstag plötzlich so viele gewaltbereite Männer auftauchen würden.

Analyse auch in Horgen

Rolf Schatz will nun im Gemeinderat besprechen, ob künftig an der Chilbi Überwachungskameras zum Einsatz kommen sollen.

Weil ein Teil der Krawallmacher anscheinend aus der Region Horgen/Wädenswil kamen, bleibt die Frage, wie die Sicherheitsverantwortlichen aus diesen Gemeinden auf den Vorfall von Langnau reagieren. Die Chilbi in Wädenswil ist erst im August – diejenige in Horgen jedoch bereits in einem Monat. «Wir analysieren die Vorfälle aus Langnau genau», sagt Rolf Baer, Chef der Gemeindepolizei Horgen. Momentan sehe er aber noch keinen Grund, aufgrund der Schlägerei in Langnau spezifische Massnahmen zu treffen.

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