Richterswil

Märsche, Polka und Bigband-Sound zum Jubiläum

Der Musikverein Richterswil Samstagern spielte zu seinem 150. Geburtstag viele Highlights aus den letzten Jahrzehnten.

Unter der Leitung von Carina Eschbach spielte der Musikverein diverse Musikstile.

Unter der Leitung von Carina Eschbach spielte der Musikverein diverse Musikstile. Bild: André Springer

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Mit dem Bundesrat Gnägi-Marsch wurde der Konzertabend am Samstag im vollbesetzten Haggeri-Saal in Samstagern eröffnet. Das Stück von Albert Benz zu Ehren des einstigen Bundesrats ist gerade einmal 50 Jahre jung. Dreimal so alt ist der jubilierende Musikverein Richterswil Samstagern (MRS). In der frischen Art seines Auftritts und in der Begeisterung der rund 40 Musiker ist der Verein aber blutjung geblieben.

Jung ist auch die Dirigentin des Musikvereins: Die 30-jährige Carina Eschbach leitete das Blasorchester am Jubiläumskonzert souverän. Die Moderation des Abends besorgte Saxophonist Stefan Thalmann. Er sprach anhand von eingeblendeten Bildern über historische Fakten zum Verein, klopfte zwischendurch aber auch lockere Sprüche. MRS-Präsident Werner Büchi ergriff das Wort, ehrte die Veteranen und stellte die neue Vereinschronik vor. Gemeindepräsident Marcel Tanner (FDP) erwies dem jubilierenden Verein ebenfalls die Ehre und gratulierte zum hohen Geburtstag.

Unterschiedliche Musikstile

Das Konzertprogramm bestand am Samstagabend vor allem aus «alten» Stücken, die in den Vorjahren bereits gespielt wurden. Die Musiker variierten dabei mit verschiedenen Musikstilen. Zu hören waren Märsche, Polkas, Jazz-Stücke, populäre Volksmusik und Bigband-Sound.

Ulkig war das Stück «The syncopated Clock», komponiert von Leroy Anderson. Immer wieder war ein «TikTak» zu hören, das auf einem Woodblock, einer kleinen Holztrommel, erzeugt wurde. Es folgten Auszüge aus dem Broadway-Musical «The Lion King». Ein als Löwe verkleideter Musiker, der auf der Bühne wie im Urwald herumsprang, amüsierte dabei. Beim Publikum angekommen war auch das Stück «Böhmischer Traum»: Die populäre Polka, die bei Blaskapellen zum Standardrepertoire gehört, erhielt am Samstagabend lauten Applaus.

In die Zukunft geblickt

Teil des Programms war auch das Schlager-Medley von Hans Kolditz mit dem Motto «Musik ist Trumpf». Mit den darauf folgenden «Italo Oldies» war dann italienische Popmusik angesagt. Musikalisch wurden Sonne, weisse Strände und idyllische Ferienorte heraufbeschworen. Dank dem Titel «Frenesi», komponiert von Alberto Dominguez, wähnten sich die Konzertgäste in Südamerika. Sie hörten lateinamerikanische Tänze, etwa einen Rumba oder einen Cha-Cha-Cha. Mit dem Evergreen «Take 5», komponiert von Paul Desmond, kamen die Konzertbesucher schliesslich in den Genuss eines Jazz-Stückes.

Nach dem offiziellen Schluss des Konzertes folgten mehrere Zugaben aus dem Genre der Folklore. Ein Hit war das Stück «Echt schwizerisch» von Rudi Hofer, das unterstützt mit appenzellischem Talerschwingen präsentiert wurde. Am Ende des Abends schauten die Musikerinnen und Musiker nicht nur zurück, sondern auch zuversichtlich in die Zukunft. Sie hofften, dass der Musikverein Richterswil Samstagern nach weiteren 150 Jahren wieder in diesem Rahmen feiern kann.

Erstellt: 14.04.2019, 14:31 Uhr

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