Lärmschutz

Linksufrige Autobahn ist zu laut – Bund baut Wände

Auf mehreren Abschnitten der A3 zwischen Kilchberg und Horgen wird der Grenzwert der Lärmimmission überschritten. Der Bund muss deshalb fünf neue Lärmschutzwände realisieren.

Während die bestehende  Lärmschutzwand an der A 3 in Höhe des IBM-Gebäudes (rechts) in Rüschlikon ersetzt werden soll, erhält die gegenüberliegende Seite eine neue.

Während die bestehende Lärmschutzwand an der A 3 in Höhe des IBM-Gebäudes (rechts) in Rüschlikon ersetzt werden soll, erhält die gegenüberliegende Seite eine neue. Bild: Sabine Rock

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Die Lärmbelastung durch die A3 ist zu hoch. Dies ergaben Messungen des Bundesamts für Strassen (Astra) zur Lärmbelastung im Rahmen eines Unterhaltsprojekts. Auf der Strecke zwischen Kilchberg, Rüschlikon und Horgen sollen daher zwischen April und Oktober fünf Lärmschutzwände erstellt werden.

Drei der Lärmschutzwände werden laut Stefan Hauser, Mediensprecher des Bundesamts für Strassen, komplett neu erstellt. Diese werden mit 196 Meter Länge in Höhe der Neuweidstrasse in Kilchberg realisiert, mit 44 Meter Länge beim Alemannenweg Ost in Rüschlikon und 573 Meter in Höhe der Feldmoosstrasse/Egg­reinweg in Rüschlikon.

Lärmschutzwand wird länger

Die bestehende Lärmschutzwand auf der Höhe des Gebäudes der IBM in Rüschlikon wird abgebrochen und mit einer Länge von 149 Metern neu erstellt. Auch die bestehende Lärmschutzwand an der A 3 auf der Höhe der Mythenstrasse in Horgen und mit einer Länge von 278 Metern wird abgebrochen und ersetzt. Zudem wird sie um 253 Meter verlängert. «Sämtliche Lärmschutzwände werden gemäss den geltenden Normen in grauem, schallabsorbierendem Lavabeton erstellt», teilt Hauser mit.

Während der Realisierung soll der Verkehr weiter fliessen. Auch während der Bauarbeiten stehen jeweils zwei Spuren pro Fahrtrichtung zur Verfügung. Einzig punktuell könne es laut Astra zu Spurverschmälerungen kommen. Im Bereich der Baustellen wird zudem eine Temporeduktion signalisiert und der Pannenstreifen gesperrt. Die wesent­lichen Grundlagen zur Erstellung einer Lärmschutzwand bilden das Umweltschutzgesetz beziehungsweise die Lärm­schutz­verordnung.

Darin sind entsprechende Grenz- und Alarmwerte bezüglich Lärm­belastung fest­gelegt. Für einen Autobahnabschnitt wird mittels einer Lärmberechnung auf Basis eines dreidimensionalen Lärmmodells errechnet, ob die Lärmbelastungen in diesem Abschnitt die gesetz­lichen Immissionsgrenzwerte überschreiten. Ist dies der Fall, wird eine Wirtschaftlichkeitsprüfung vorgenommen. Fällt diese Prüfung positiv aus, können Lärmschutzwände projektiert und nach einem öffentlichen Auflageverfahren realisiert werden.

Erstellt: 11.10.2018, 20:39 Uhr

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