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Lindt & Sprüngli schafft in Nordamerika die Wende

Der Schokoladenkonzern Lindt & Sprüngli hat seine Verkäufe im letzten Jahr dank des weltweiten Appetits auf Edelschokolade deutlich gesteigert.

Schöne Aussichten für Lindt & Sprüngli: Das Kilchberger Traditionsunternehmen schaut auf ein erfolgreiches 2019 zurück.
Schöne Aussichten für Lindt & Sprüngli: Das Kilchberger Traditionsunternehmen schaut auf ein erfolgreiches 2019 zurück.
Keystone

Der Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli hat den Aufwärtstrend vom ersten Halbjahr 2019 in der zweiten Jahreshälfte bestätigt – mindestens was das Umsatzwachstum betrifft. Das organische, also aus eigener Kraft erzielte Wachstum von 6,1 Prozent auf 4,51 Milliarden Franken für 2019 liegt über den Markterwartungen und einmal mehr deutlich über dem Wachstum des weltweiten Schokoladenmarktes.

Hier zählt Lindt & Sprüngli zu den Top sechs, neben den grossen Anbietern wie Mars, Mondelez, Ferrero, Nestlé und Hershey. Als klare Nummer eins im globalen Premium-Segment konnte Lindt & Sprüngli im vergangenen Jahr aber insbesondere vom überdurchschnittlichen Wachstum des Markts für hochwertige Schokolade profitieren.

Sorgentochter sorgenfrei

Das Kilchberger Traditionsunternehmen zeigt, dass es möglich ist, seine Hausaufgaben auch in einem schwierigen Marktumfeld mit politischen Instabilitäten zu machen. Gelungen ist dies Lindt & Sprüngli insbesondere in den USA, wo die jahrelange Sorgentochter Russell Stover aus ihrem Tief gefunden hat.

Zwar wird die Jahresrechnung 2019 durch Restrukturierungskosten und einmalige Abschreibungen in den Bereichen Logistik-, Produktions- und Ladennetzwerk sowie Vermarktung in Nordamerika in der Höhe von rund 60 Millionen Franken belastet. Die Kostenersparnisse der damit verbundenen Projekte sollen aber das zukünftige Resultat der US-Tochterfirmen verbessern und weiteres Umsatzwachstum der Marken ermöglichen.

Insgesamt wuchs das Geschäft von Lindt & Sprüngli in Nordamerika im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent, wozu alle drei hier vertretenen Marken, Lindt, Ghirardelli und Russell Stover, gleichermassen beitrugen. Die detaillierten Ergebnisse – mit dem Gewinnausweis – verkündet das Unternehmen am 3. März.

Stellenabbau in den USA

Einen Wermutstropfen vor dem Hintergrund des anziehenden US-Geschäfts bildet der Abbau von 300 Stellen in den USA. Um den Ansprüchen der Handelspartner noch besser entsprechen zu können, sei der Bereich der Verkaufsförderung (Aussendienst), der bisher von Lindt & Sprüngli North America übernommen wurde, auf einen spezialisierten Drittanbieter übertragen worden, «der diese Aufgabe optimal umsetzen kann», heisst es bei der Medienstelle von Lindt & Sprüngli.

Für die betroffenen Mitarbeitenden bestehe die Möglichkeit, eine Position bei den externen Firmen oder eine andere Position intern zu besetzen. Von den 14500 Mitarbeitenden bei Lindt & Sprüngli arbeiten rund 5600 in den USA.

Eine wichtige Hürde schaffte im vergangenen Jahr das Ladennetz. Mittlerweile gibt es rund 500 Standorte von Lindt & Sprüngli mit Shops und Cafés. Wachstumstreiber im Retailgeschäft waren Brasilien und Japan. Am Hauptsitz in Kilchberg wird im Mai – zusammen mit der Eröffnung des Lindt Home of Chocolate – der grösste Lindt Chocolate Shop mit rund 500 Quadratmetern seinen Betrieb aufnehmen.

Insgesamt steht 2020 für Lindt & Sprüngli ganz im Zeichen des 175-Jahr-Jubiläums.Das Highlight der Feierlichkeiten bildet zweifellos die Eröffnung des neuen Lindt Home of Chocolate auf dem Firmenareal in Kilchberg von Mitte Mai.

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