Oberrieden

Legislaturziele in neuer Form

Ein Jahr nach Beginn der Legislatur präsentiert der Oberriedner Gemeinderat seine Legislaturziele.

Schwerpunkte der Gemeinde Oberrieden sollen unter anderem eine «bedarfsgerechte Infrastruktur», ein «mittelfristig ausgeglichener Finanzhaushalt» oder eine «Schule mit Vorbildcharakter» sein.

Schwerpunkte der Gemeinde Oberrieden sollen unter anderem eine «bedarfsgerechte Infrastruktur», ein «mittelfristig ausgeglichener Finanzhaushalt» oder eine «Schule mit Vorbildcharakter» sein. Bild: Archiv David Baer

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In seiner neuen Zusammensetzung setzt sich der Oberriedner Gemeinderat auch neue Ziele. Neu gliedert er diese in die vier Bereiche Leben und Arbeiten, Kommunikation, Personal und Organisation sowie Finanzen – veranschaulicht durch die Form eines vierblättriges Kleeblatt. Dies schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. Bis anhin waren die Ziele nach Ressorts strukturiert.

Schwerpunkte sind unter anderem eine «bedarfsgerechte Infrastruktur», ein «mittelfristig ausgeglichener Finanzhaushalt» oder eine «Schule mit Vorbildcharakter». Das ist inhaltlich nicht neu. Neu ist lediglich die Form. Diese hat laut Gemeindepräsident Martin Arnold (SVP) das Ziel, klarer zwischen Zielen und den dazugehörenden Massnahmen zu unterscheiden. Diese seien durchaus konkret, intern zugewiesen, und ihre Einhaltung werde jährlich überprüft.

Rabatten wieder begrünt

Als Beispiel für eine Massnahme nennt Arnold die Blumenrabatten im Strassenraum, die aus Spargründen nicht mehr angepflanzt, sondern mit Steinen gestaltet worden sind. Was einigen Protest ausgelöst hat in der Bevölkerung. «Da setzen wir künftig vor allem auf einheimische Pflanzen und Stauden», verspricht Arnold. Anstatt die Rabatten mehrfach pro Jahr neu anzupflanzen, sollen mehrjährige Pflanzen zum Zug kommen, solche die pflegeleicht und resistent sind, die Wärme, Kälte und die Belastung durch den Verkehr aushalten.

Einen weiteren Schwerpunkten setzt der Gemeinderat zum Beispiel in der Mitarbeiterförderung. «Gutes Personal zu finden, ist eine Herausforderung für eine Gemeinde in der Grösse von Oberrieden», sagt der Gemeindepräsident. Umso wichtiger sei es, gute Leute zu halten. Eine Massnahme lautet daher, dass solche künftig speziell gefördert werden – wie es in der Privatwirtschaft Usus ist

Gründliche Diskussion

Doch warum präsentiert der Gemeinderat seine Schwerpunkte erst nach rund einem Jahr? Nachdem ein Viertel der Legislatur bereits um ist? Martin Arnold gibt zwei Hauptgründe an. Erstens diverse Vakanzen in verschiedenen Abteilungen im vergangenen Jahr.

Zweitens setzt sich der Gemeinderat aus vier Neuen und drei Bisherigen zusammen. Von seinem Naturell her hätte Arnold die Schwerpunkte gerne rascher verabschiedet. «Aber im Nachhinein finde ich es gut, dass wir uns Zeit gelassen haben.» Denn alle hätten sich zuerst einarbeiten müssen, sich der Aufgabenstellungen bewusst werden. Das hätten alle gründlich getan. Darum habe die Diskussion à fond geführt werden können. «Deshalb habe ich ein gutes Gefühl bei dem, was wir nun präsentieren», sagt der Oberriedner Gemeindepräsident. Er zeigt sich optimistisch, dass die nun erarbeiteten Schwerpunkte über die Legislatur hinaus Bestand haben könnten. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 24.05.2019, 21:35 Uhr

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