Langnau

Langnauer kämpfen weiter gegen die Schliessung ihres Bahnschalters

Die Langnauer Parteien sind auf der Suche nach Kantonsräten, die eine Motion zur Schalterschliessung beim Bahnhof einreichen. Die Gemeinde will wissen, was sie eine Beteiligung an einem künftigen Bahnschalter kosten würde.

Im Sommer soll der bediente Bahnschalter (Eingang links neben der Sitzbank) beim Bahnhof Langnau-Gattikon geschlossen werden.

Im Sommer soll der bediente Bahnschalter (Eingang links neben der Sitzbank) beim Bahnhof Langnau-Gattikon geschlossen werden. Bild: Michael Trost

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Der Zürcher Regierungsrat will keinen bedienten Bahnschalter mehr in Langnau, weil er sich aus wirtschaftlicher Sicht nicht lohnt. Nachdem die Schalterschliessung bereits im letzten Sommer bekannt wurde, hat die Exekutive das Vorhaben soeben in ihrer Antwort auf eine Anfrage von AL-Kantonsrätin Judith Stofer (Zürich) bekräftigt. «Damit geben wir uns nicht zufrieden», sagt Christian Sailer (GLP), Präsident der Interparteilichen Konferenz Langnau (IPK). «Wir haben mit dem Wildnispark Zürich einen grossen Trumpf, der für einen bedienten Schalter beim Bahnhof Langnau-Gattikon spricht.»

Diesen Samstag trifft sich Sailer darum mit Vertretern sämtlicher Langnauer Parteien, um das weitere Vorgehen zu besprechen. «Wir planen, dass die verschiedenen Parteimitglieder Kantonsräte aus ihren Reihen gewinnen, die eine Motion im Kantonsrat einreichen», sagt Sailer. Er ist überzeugt, dass eine Diskussion im Kantonsrat über den Sinn eines bedienten Bahnschalters in unmittelbarer Nähe zum Wildnispark Zürich eine Schliessung des Bahnschalters in Langnau verhindern könnte. Details vom Regierungsrat

Gleichzeitig wartet er aber auch auf eine Stellungnahme von Regierungsrätin Carmen Walker Späh zum Thema. Vor Weihnachten hat die IPK eine Petition mit 3000 Unterschriften gegen die Schliessung eingereicht. «Uns wurde damals versprochen, dass wir innert der nächsten sechs Monate eine Antwort erhalten», sagt Sailer.

Und was passiert, wenn eine allfällige Motion keine Kehrtwende bringt? In seiner Antwort zur Anfrage von Kantonsrätin Judith Stofer schreibt der Regierungsrat, die betroffene Gemeinde könnte sich an einer Sonderfinanzierung der bedienten Verkaufsstelle beteiligen. Sprich: Die Chancen für ein Umdenken in Zürich stiegen, wenn sich die Gemeinde Langnau finanziell beteiligen würde. «Ich höre zum ersten Mal von einer solchen Möglichkeit», sagt der Langnauer Gemeindepräsident Peter Herzog (CVP). Er werde dieses Thema in der nächsten Sitzung des Gemeinderats mit seinen Kollegen besprechen. «Wichtig wird natürlich sein, wie teuer eine allfällige Beteiligung für die Gemeinde wäre», sagt Herzog. Er will darum beim Regierungsrat die Details einholen.

Ausserdem möchte Peter Herzog eine Informationsveranstaltung zur Schalterschliessung organisieren. «Ich bin im Gespräch mit der SZU», sagt er. Ob dies klappen wird, ist jedoch unklar. Für den Regierungsrat ist eine solche Veranstaltung kurz vor der Schalterschliessung zu spät. Die SZU bereite momentan andere Kommunikationsmassnahmen vor, schreibt der Regierungsrat. Wie diese aussehen, lässt er offen. Dafür schreibt er, dass die SZU und der ZVV der Gemeinde Langnau im letzten Sommer eine solche Veranstaltung angeboten hätten, die Gemeinde das Angebot aber nicht angenommen habe. «Wir wollten damals keine Informationsveranstaltung zur Schliessung», sagt Herzog. «Es wäre ein falsches Signal gewesen, wenn die Langnauerinnen und Langnauer dagegen ankämpfen und gleichzeitig eine Informationsveranstaltung zur definitiven Schliessung stattgefunden hätte.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 19.01.2016, 15:46 Uhr

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