Langnau

Langnauer Gemeinderat will Bushaltestelle im Dorf versetzen

An der Gemeindeversammlung vom 14. Dezember entscheiden die Stimmberechtigten in Langnau über die Verlegung einer Bushaltestelle, die Weiterführung der Jugendarbeit und den Voranschlag fürs kommende Jahr.

Laut Gemeinderat Langnau ist die momentane Haltestelle Dorf für den Bus nicht optimal gelegen – sie soll verlegt werden.

Laut Gemeinderat Langnau ist die momentane Haltestelle Dorf für den Bus nicht optimal gelegen – sie soll verlegt werden. Bild: Michael Trost

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Bis 2023 müssen die Bushaltestellen gemäss dem Bund behindertengerecht ausgestaltet werden. Langnau will die Arbeit nun angehen, denn von sieben Haltestellen auf Gemeindestrassen sind erst zwei dementsprechend umgebaut worden – die Haltestellen Altersheim und Unterrengg.

Der Gemeinderat budgetiert die anfallenden Arbeiten mit 680 000 Franken. Weil es sich nur bei 275 000 Franken der zu erwartenden Kosten um gebundene Ausgaben handelt, ist das ­Geschäft an der Gemeindeversammlung vom 14. Dezember im Schwerzi-Saal traktandiert. Zu reden geben dürfte dabei, dass der Gemeinderat gleichzeitig die bergseitige Bushaltestelle im Dorf versetzen will. Momentan liegt sie an der neuen Dorfstrasse zwischen der Verzweigung Vordere Grundstrasse und Josackerweg. Geht es nach dem Gemeinderat, soll die neue bergseitige Haltestelle gegenüber der talseitigen Haltestelle auf der Höhe des Gemeindehauses gebaut ­werden.

Der Gemeinderat begründet sein Vorhaben damit, dass die jetzige Haltestelle Dorf in einer Linkskurve liegt. «Diese Kurvenlage verunmöglicht es dem Bus, so in die Haltestelle zu fahren, dass er parallel zur Haltestellenkante steht», schreibt der Gemeinderat. Die Verlegung habe allerdings die Konsequenz, dass Mehrkosten von rund 100 000 Franken entstehen und die fünf öffentlichen Parkplätze (blaue Zone) aufgehoben werden müssten. Als Ersatz will der Gemeinderat dafür bei der heutigen Haltestelle Dorf zwei neue öffentliche Parkplätze (blaue Zone) schaffen.

Entscheid über Jugendarbeit

Neben zwei Bauabrechnungen und den Gebühren- und Abfallverordnungen werden die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung auch über die Weiterführung der ausserschulischen Jugendarbeit bisv30. Juni 2023 befinden. Im Falle einer Annahme würde die Jugendarbeit weiterhin gemäss bisherigem Konzept und mit einem jährlichen Kostendach von 109 000 Franken weitergeführt.

Für den Gemeinderat hat sich das System mit der Jugendarbeit, das nach der Schliessung des Jugendtreffs Checkpoint im Jahr 2007 eingeführt wurde, bewährt. Die Jugendarbeiter würden regelmässige Präsenz in den von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten leisten und «suchen die bevorzugten Aufenthaltsorte von Jugendlichen punktuell auf», schreibt der Gemeinderat dazu. Die Auswertung der Benützung des Jugendraums zeige, dass die Jugendlichen das Angebot schätzen.

Steuerfuss soll gleich bleiben

Schliesslich wird der Souverän auch über das Budget und den Steuerfuss für das kommende Jahr bestimmen. Der Gemeinderat erwartet im nächsten Jahr bei einem Aufwand von rund 47 Millionen Franken einen Verlust von 340 000 Franken. Dennoch soll der Steuerfuss bei 102 Prozentpunkten belassen werden.

Donnerstag, 14. Dezember, 20 Uhr, im Gemeindesaal Schwerzi. Ab 19.40 Uhr musikalische Begrüssung durch das Jugendspiel Langnau am Albis. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 06.12.2017, 15:49 Uhr

Artikel zum Thema

Gemeindeversammlungen: Alle Resultate im Ticker

Politik Von der Jahresrechnung über den Baukredit bis zur Einbürgerung: In der Region ist wieder Zeit für Gemeindeversammlungen. Im Ticker informieren wir über alle Entscheidungen. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!