Langnau

Langnau will sich besser vermarkten

Der Gemeinderat hat sich Ziele gesetzt, die er bis Ende der Legislatur 2022 umgesetzt haben will. Dazu zählt ein Marketingkonzept, das die Stärken der Sihltalgemeinde hervorheben soll.

«Wir wollen uns überlegen, welche Argumente für Langnau sprechen, und möchten diese gezielter hervorheben als bisher», sagt der Langnauer Gemeindepräsident Reto Grau (FDP).

«Wir wollen uns überlegen, welche Argumente für Langnau sprechen, und möchten diese gezielter hervorheben als bisher», sagt der Langnauer Gemeindepräsident Reto Grau (FDP). Bild: Sabine Rock

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Es ist schon ein Weilchen her. Im letzten September, um genau zu sein. Damals hat sich der neu konstituierte Langnauer Gemeinderat mit der Zukunft befasst. An einer Klausurtagung formulierte das siebenköpfige Gremium die wichtigsten Ziele, die in der laufenden Legislatur bis im Jahr 2022 erreicht werden sollen. Am Freitag nun hat der Gemeinderat diese bekannt gemacht. So beabsichtigt er beispielsweise, die Standortvorteile von Langnau besser zu vermarkten.

«Wir wollen uns überlegen, welche Argumente für Langnau sprechen, und möchten diese gezielter hervorheben als bisher», erklärt Gemeindepräsident Reto Grau (FDP). Solche positive Aspekte könnten etwa die Nähe zum Sihlwald, das intakte Dorfleben, die Schule oder Kulturelles sein. Der Gemeinderat wolle sich dabei die Frage stellen, wie diese Stärken präsentiert werden können. «Zum Beispiel auf der Gemeindewebsite, aber nicht nur», sagt Grau. Dazu will die Exekutive in den nächsten Jahren ein Standortmarketing-Konzept ausarbeiten. Dies am besten unter mithilfe von Fachleuten aus dem Dorf, denn zu viel kosten soll es nicht.

Zur Standortattraktivität gehört auch der Steuerfuss. Und so ist auch dieses Thema teil der Legislaturziele. Dabei hat sich der Gemeinderat von der früheren Zielgrösse verabschiedet. «Bis anhin strebten wir jeweils einen Steuerfuss im Bereich von plus/minus 10 Prozent zu jenen der anderen Gemeinden im Bezirk an.» Das sei aber unter anderem wegen der sehr tiefen Steuerfüsse einiger Seegemeinden nicht mehr realistisch, sagt Grau. So liegt er etwa in Kilchberg bei 73 Prozent, Langnau hingegen hat nächstes Jahr einen Steuerfuss von 106 Prozent.

Die besseren 50 Prozent

In den neuen Legislaturzielen orientiert sich Langnau deshalb am Mittelwert aller Gemeinden im Kanton. «Wir wollen zu den besseren 50 Prozent gehören.» Das würde aktuell bedeuten, dass der Langnauer Steuerfuss maximal 110 Prozent betragen darf.

Des Weiteren will der Gemeinderat «attraktive Rahmenbedingungen für das Gewerbe» fördern, wie er es in den Legislaturzielen formuliert. Das bedeute zum Beispiel, dass Langnau das Gebiet Sihlhof bei der Berger Gartenbau AG zu einer Gewerbezone umzont. Bei bestehenden Gewerbezonen will sich der Gemeinderat in Gesprächen mit Liegenschaftenbesitzern dafür einsetzen, dass dort noch mehr Firmen Platz finden.

Das Gespräch zu suchen ist auch eine Absicht im Zusammenhang mit der Hochspannungsleitung, die von Gattikon her quer durch Langnau und über den Albis führt. «Wir wollen uns wieder stärker in die Diskussion um die Stromleitung einbringen», sagt Reto Grau. In den letzten Jahren habe die Gemeinde dies vernachlässigt. Eigentlich ist klar: Die Stromleitung von Axpo und EWZ kommt weg. Dies aber erst, wenn die Leitung Samstagern-Thalwil-Zürich ausgebaut worden ist. Noch ist dieses Projekt wegen rechtlicher Rekurse, unter anderem von der Gemeinde Rüschlikon, vor Gericht hängig. «Wir müssen uns darum überlegen, ob wir zusammen mit Rüschlikon etwas bewirken können, um den Rückbau der Leitung in Langnau voranzutreiben.»

Legislaturziele hat sich auch die Langnauer Schulpflege gesetzt. Sie will unter anderem dafür sorgen, dass der kompetenzorientierte individualisierte Unterricht «Alltag ist» und die Sonderpädagogik «einheitlich gelebt» wird. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 21.12.2018, 17:44 Uhr

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